Zitate von Meistern, die es nie gab.

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Saradevi
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Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Saradevi »

Edgar hat geschrieben:
Dussel hat geschrieben:Und darum gehe ich auf Distanz, wenn da jemand bei mir rumpuhlen möchte.


Meister, den es nie gab hat geschrieben:Meine Erfahrung ist: Das Leben "drückt" solange, bis Berührung geschieht.


Dussel hat geschrieben:Und darum gehe ich auf Distanz, wenn da jemand bei mir rumpuhlen möchte.


Meister, den es nie gab hat geschrieben:Meine Erfahrung ist: Das Leben "drückt" solange, bis Berührung geschieht.


Dussel hat geschrieben:Und darum gehe ich auf Distanz, wenn da jemand bei mir rumpuhlen möchte.


Meister, den es nie gab hat geschrieben:Meine Erfahrung ist: Das Leben "drückt" solange, bis Berührung geschieht.



Dussel hat geschrieben:Mein Leid

Dussel hat geschrieben:Mein Schmerz


Meister, den es nie gab hat geschrieben:Meine Erfahrung ist: Das Leben "drückt" solange, bis Berührung geschieht.


Dussel hat geschrieben:gehört mir

Dussel hat geschrieben:gehört mir

Dussel hat geschrieben:gehört mir


Dussel hat geschrieben:Mein Leid

Dussel hat geschrieben:Mein Schmerz


Dussel hat geschrieben:Mein Mein
Mir Mir


Meister, den es nie gab hat geschrieben:Meine Erfahrung ist: Das Leben "drückt" solange, bis Berührung geschieht.


Dussel hat geschrieben:ich alles ganz allein. :)


Dussel hat geschrieben:Mir Mir -- meeeeiin Schaaatz



Dussel hat geschrieben:Meine Erfahrung

Meister, den es nie gab hat geschrieben:Das Leben "drückt" solange, bis Berührung geschieht.


:bow:


:bow:

Tobias

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Tobias »

"Gerade wusste ich noch, was ich schreiben wollte, und es klang so bedeutungsvoll und weise.
Aber nun habe ich alles vollkommen vergessen. Und das trifft sich gut. Die Antwort, die
auch in der vergessenen Antwort dieselbe ist, ist die, die "immer gleich" ist - mit oder ohne
Antwort: gleich-gültig.

(ein unbekannter Schriftsteller, der die meisten Bücher wieder vergessen hatte,
bevor er zum Schreiben kam.)

Vera

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Vera »

Tobias hat geschrieben:"Gerade wusste ich noch, was ich schreiben wollte, und es klang so bedeutungsvoll und weise.
Aber nun habe ich alles vollkommen vergessen. Und das trifft sich gut. Die Antwort, die
auch in der vergessenen Antwort dieselbe ist, ist die, die "immer gleich" ist - mit oder ohne
Antwort: gleich-gültig.

(ein unbekannter Schriftsteller, der die meisten Bücher wieder vergessen hatte,
bevor er zum Schreiben kam.)



:icon_mrgreen_small: :thumbup:

Tobias

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Tobias »

Man kann in den Selbstkörper eintauchen - und das ist der Körper in dem die Körper sind.
Taucht man in den Selbstkörper, ist man selbst das "unerschütterliche hier", das kein Beben
in der Zeit oder im Raum zu erschüttern vermag. Sie geschehen in ihm.

In beiden Körpern ist man selbst zuhause, zum einen als der Körper, der man selbst ist, der "kosmische
Geist" - und als der Körper, mit dem man selbst im kosmischen Geist erscheint. Es ist der "kosmische
Geist", der die Körper erschafft.

Den menschlichen Körper kann man beschreiben, aber wie den Selbstkörper? Er gleicht mehr einem
unendlichen Raum, den kein erscheinender Körper zu verstellen vermag. Er gleicht einem Licht, das
weder hell noch dunkel ist.

Er ist etwas über jede Erscheinung hinausgehendes, das in diesem "darüber hinausgehen" unbegreiflich
ist - und als ein "Nichts" erscheint: nicht zu begreifen, doch seiend.



...

Tobias

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Tobias »

Der Mönch Tanko war bereits 20 Jahre im Kloster und hatte sich einen netten Ranzen angefressen,
da erschien der Abt eines Tages in seinem Zimmer, und meinte, er hätte nun das Ziel erreicht
und müsse gehen, den Platz für einen neuen Schüler freimachen.

Aber Tanko wandt ein, dass er doch noch ganz am Anfang stehe, doch der Abt zog ihn am Arm zum Tor des
Klosters, und sagte: "Dasselbe, das kam, ist dasselbe, das ging. Das ist mit allem so, was kommt und geht."

Und plötzlich war Tanko klar, warum er im Thema nicht mehr voran kam ... er konnte es gar nicht.

Die Heimreise in sein Heimatdorf dauerte sieben beschwerliche Tage, die ihn auch noch seinen Ranzen kosteten
und er kehrte als dasselbe nachhause zurück, als das es gegangen war.

"Wie war es im Kloster? Hast du was gelernt?"

"Unglaublich viel, aber ich habe alles wieder vergessen. Nur das hier ist geblieben" - und er zeigte in alle möglichen
Richtungen, alle schauten seinem Finger nach, konnten aber nichts ungewöhnliches entdecken.

"Was ist geblieben?"

"Das, was auch vorher war."

"Und dafür bist du im Kloster gewesen?"

"Ja." antwortete Tanko. "Eigentlich hatte ich ja bis zum letzten Tag gar nichts begriffen. Aber dann begriff ich,
dass es daran nichts zu begreifen gab: es ist."

Tobias

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Tobias »

Später wurde Tanko einmal zu diesem Erlebnis befragt und Tanko meinte: "wie der Abt dies sagte, sah ich mich ins Kloster kommen,
und sah mich nun das Kloster wieder verlassen - und der, der damals kam, und der, der jetzt ging, waren ein- und dasselbe.

Diese eigentliche Lehre steht eigentlich über jeder Lehre - denn sie ist keine erreichbare Lehre. Erreichbar ist nur,
was nicht real ist. Aber was REAL ist, kann nicht erreicht werden: die "wahre Lehre" kann nicht verwirklicht
werden, denn sie deutet auf das, was bereits ist, schon so ist."

Tobias

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Tobias »

"Dass man sich selbst übersehen kann, liegt daran, dass man zu groß ist, um in der
Veranstaltung Leben einen Platz einzunehmen. So sucht man sich selbst in der Veranstaltung
vergeblich. Die Veranstaltung ist ist IN mir - nicht ich in ihr."

(Tanko)

Tobias

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Tobias »

"Man kann die Dinge so betrachten, dass man ihre Formenpracht zusammen mit dem sieht, worin sie
alle dasselbe sind: ich selbst."

(Tanko)

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nano
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Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von nano »

Die großartige Antwort meister Shoutas, auf die Frage,
was die Essenz des Zen sei, nämlich:" Ein Teller Spaghetti!"
reizte seinen Schüler Yuudai drei Wochen Später zu der Frage, von der man
nicht wusste, ob sie eine Dreistigkeit oder nur eine Ausgeburt
präerleuchteter Dummheit darstellte: "Hat eine Spaghetti Buddhanatur?"

Die Antwort Meister Shoutas war: "Mampf!"
was im Japanischen vom gleichen Wortstamm wie "Schlürf!" kommt.

Diese Antwort machte sogleich die Runde - und in den Provinzklöstern wurde lange Zeit diskutiert, welche Soße man
am Besten zu Spaghetti servieren solle.

So entstand endlich das Sphagetti-Zen, das dann neben Soto- und Rinzai-Zen auch eine eigene Meditationstechnik
kreierte.

Im unteren Video ist eine Meditations-Sesson festgehalten.
[youtube][/youtube]
"Die Welt ist alles, was der Fall ist. "
Wittgenstein

SabdhaNisabdha
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Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von SabdhaNisabdha »

Bild
tot und lebendig

Tobias

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Tobias »

"Bei der "einfachen Lehre" spricht man eigentlich von der "Nicht-Lehre", denn sie ist so einfach,
dass eigentlich jedes Wort überflüssig scheint. Es liegt an dieser vollständigen Unkompliziertheit der
"einfachen Lehre", dass über sie tausende von Büchern geschrieben werden - und keines kann sie treffen.

Im Grunde steht ihr nämlich jedes Wort im Wege - und sie verweist auf die "Lehre", die permanent wortlos
stattfindet, von selbst, in der Präsenz deiner selbst.

Daher sagt die einfache Lehre eigentlich nur: "willst du belehrt werden, höre auf die Stille in dir. Nur sie kann das
"sagen", was kein Wort zu tragen vermag. Für die Stille kann niemand sprechen, da sie das ist, was spricht."

(Tanko)

Tobias

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Tobias »

Tanko hatte sich zwischenzeitlich einen kleinen Tempel gebaut, damals brauchte man dafür noch keine
Baugenehmigung, und, da er keinen anderen Beruf erlernt hatte, beriet er dann die fragenden Tempelbesucher, die sich
für das Wesen des Zen interessierten. Und er lebte von den Spenden, die die Menschen vor den Götterstatuen
ablegten, um ihr persönliches Schicksal günstiger zu stimmen.

Da es diese Götter für Tanko so nicht gab, aß er abends dann all die essbaren Opfergaben - und legte um die
Taille recht zu, denn er wollte auch nichts verderben lassen.

Das Geld tat er in eine Kiste, mit der Absicht irgendwann in einen größeren Tempel zu investieren.

Seinen ersten Schüler hatte er nach 5 Minuten wieder entlassen, wohl eine Nachwirkung aus seinem
20-jährigen Klosteraufenthalt. Er sagte ihm: "Alles was nicht jetzt unmittelbar hier ist, ist nicht das,
um was in dieser Frage geht."

Der Schüler hatte dann eine tiefe Einsicht ... und Tanko sagte: "Siehst du, so kurz kann das Leben
als Mönch sein. Du bist wieder entlassen."

Dieser wiederum eröffnete dann einen eigenen Tempel, neben dem Tankos, und Tanko
überlegte sich, ob es denn so gescheit wäre, wenn er seine eigene Konkurrenz ausbilde? Das
schadet ja dem Geschäft. Sein neuer Kollege und 5-minutes-ex-schüler erwies sich als sehr
geschäftstüchtig, denn er war ein Adonis, noch jung an Jahren, auf den die Frauen nur so
flogen ... und er alt und fett ... :irre:

An dieser Tatsache änderte sich halt auch nichts - und er lachte. :icon_cheesygrin:

Igor07

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Igor07 »

Es gibt für "Heil" nur das subjektive Kriterium, das die Empfindung des "heil-seins" ist.
Aber: Wie soll ich etwas heilen, was nie krank war?
:thumbup: :thumbup: :thumbup:

Tobias

Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von Tobias »

Tenko hatte dann noch einen Schüler, Nusril hieß er - und der sagte eines Tages:

"Ich kann das nicht sehen, was du sagst. Da ist wie ein verschlossene Türe."

Tenko antwortete: "Schaue einmal zum Horizont. Ab einer gewissen Distanz kannst
du nichts mehr sehen. Ist da daher eine Türe? Nein, es ist eine Eigenschaft der Welt.

Viele suchen nach einer Türe, die es gar nicht gibt, so wenig wie es eine Türe im Horizont
geben würde, die dir die weitere Tiefe des Raumes verschließt.

Und da sie eine Türe vermuten, sehen sie nicht, dass es dort ohne es sehen können
zu müssen weitergeht. Der Horizont ist immer relativ zum Beobachter.

So ist auch der Horizont deiner Persönlichkeit nicht ihre wirkliche Grenze, wie die Landschaft
reicht sie über den Horizont hinaus, ohne sichtbar sein zu müssen."

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nano
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Re: Zitate von Meistern, die es nie gab.

Beitrag von nano »

Meister Ra : Wer bejubelt die, die da tönen, sie wüssten, dass sie nichts wüssten?

Jene, die auch gerne vom Nicht-Wissen wüssten, um sich zu spreizen im Klang hohl tönender Worte in den ersten Reihen der Edel-Satsangs, wo die mürrischen Asketen lauern wie giftige Raben und verstohlen auf die schon breit meditierten Ärsche der Weiber glotzen, die auch da hocken wie verklärte Glucken und Unsinn gurren und breit lächeln wie die Karikaturen feister Engel.

Darum greifet nicht mit euren gierigen Händen nach Glanz, der euch nicht geziemet, der nicht schmückt, sondern euch umher-stolzieren lässt wie Affen, welche man gelackt.
Denn kein Leuchten ist so eitel wie das der Frommen, der Sucher und der Klugen!

Nehmt als Beispiel die Meister der alten Zeit:
Sie waren Kinder und sie wussten nicht darum. Als man sie belehrte scherten sie sich nicht um Klugheit.
Maß-regelte man sie, so kümmerten sie sich nicht um Richtig oder Falsch.
Kluge Reden mieden sie; wo Musik erklang, da ließen sie sich nieder.

Sie verachteten die Schönheit nicht, und belächelten nicht die Unverständigen.
Sie waren sich nicht zu schade in Illusion zu wandeln, und strahlten sie als erwachte Sterne, so mengten sie sich unter die Geringfügigen.

Sie belehrten nicht mit Regeln, sie türmten Worte nicht auf. Sie achteten das Einfache.

Schweigsam wurden sie geachtet und hoben sie den einen Finger nur, verblasste die Sonne am Himmel.
"Die Welt ist alles, was der Fall ist. "
Wittgenstein

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