Tobi "der Normale"

Erwachen aus der Perspektive des modernen Advaita und der Satsang-Bewegung
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Angy
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Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Angy »

lieberTobias,

deine Post´s hier sind gerade ein Segen für mich, mal wieder. :bow:

Der Körper fühlt sich an, als wäre er eine Zeitbombe.
:steinigung: :motz:

Auch Edgar hat mir gestern gute Tips gegeben, habe aber grad wieder das Gefühl alles hinzuschmeißen, mich meinem Elend zu überlassen, und nix mehr zu tun.

Was ist nur los? :confused1:
Soviel Selbstmitleid, oh mann, da nehme ich ja vor mir selber reißaus :new_alien:

Angy
Lachen ist der Anfang der Befreiung
Kenneth S. Leong

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

Einst wurde Gott im Himmel die Zeit zu lang,
verständlich bei dem ewigen Harfenklang,
und endlos anhaltendem Lobgesang,
der permanent zur Verehrung des Höchsten erklang.

Er wollte mal wieder im Unrat wühlen,
sieben Wochen das Geschirr nicht spülen,
nicht um sich selbst als das Höchste wissen,
mal wieder schlafen auf Dornenkissen.

Als Vogel durch die Lüfte fliegen,
die legendäre Grippe kriegen,
der Höllen Drachen auch besiegen,
drum ist er halt hinabgestiegen:

In die Abgründe seiner Fantasie,
das Ergebnis ist hier - und sehen sie.

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oceanico
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Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von oceanico »

Tobias hat geschrieben:
So wie die Sonne dem Leben Energie spendet, so spendet diese innere Sonne, die ganze
Energie für jegliche körperliche und geistige Regung.

Man betrachtet sich quasi, man sollte das nicht ohne Humor sehen, die Energieversorgung
für das persönliche Wesen, als das man erscheint.
:cool: :supercool:

Fühlt man bei der Betrachtung der Energieversorgung für das persönliche Wesen, als das man erscheint,
nur reine Energie oder fühlt man noch einen Urschmerz? Was meinst du?

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

oceanico hat geschrieben:
Fühlt man bei der Betrachtung der Energieversorgung für das persönliche Wesen, als das man erscheint,
nur reine Energie oder fühlt man noch einen Urschmerz? Was meinst du?
Man fühlt dabei das, was man selbst dabei fühlt. :tobroll: :icon_wink_small:

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

Suche und Lüge und Sünde

Wenn ich derzeit so Dinge lese, was alles sein muss, damit man "Gott" ist,
muss ich lachen ... alles Lüge.

"Gott" steht jenseits von "Erwachen" und "Erleuchtung" und "Erkenntnis"
und artikuliert sich genau so, wie es geschieht, inklusive "Erwachen",
Erleuchtung", "Erkenntnis" und was auch immer - und alles ist genau so richtig,
wie es geschieht - auch darin, Sichtweisen relativ zu anderen als "treffender"
zu sehen - oder sie für sich so zu erkennen.

Die grösste Lüge dabei ist die Sünde.

Sämtliche Religionen und ALLE politischen Systeme thematisieren die Sünde.
Und das ist in meinen Augen hilfreich zu sehen - auch die politische "ismen"
sind nicht anderes als eine Weiterentwicklung der Religion und hat die Sünde
zum Thema ... wenn auch anders verpackt ... ob nun sozialistisch, ökologisch,
kapitalistisch ... alles thematisiert eine angebliche Sünde und präsentiert sich
als "Die Heilung von der Sünde".

Auch wenn dieses Thema letztlich Gott erschafft, so ist sie doch primär als
Erscheinung eine Erfindung des Menschen. Der Mensch hat die Sünde erfunden.
und es ist dabei gar nicht wichtig zu erwägen, ob diese Erfindung sozial
sinnvoll ist oder nicht - es geht dabei nur darum, zu verstehen, dass die Sünde
selbst eine Erfindung ist, die es vor Gott eigentlich gar nicht wirklich gibt.

Man kann sich nicht von der Sünde heilen, indem man den "Heilsweg" betritt,
ob nun religiös oder politisch. Man kann sich nur von der Sünde heilen, indem
man sie als Erfindung durchschaut.

Diese Programmierung auf "die Sünde" sitzt tief und spiegelt sich im Ideal des
"Guten Menschen".

Aber aller Worte zum Trotz ist es letztlich Gott, der den Menschen in der Sünde
bindet, wie ihn auch die Sünde als Erfindung durchschauen lässt.

Nur wären die Menschen letztlich viel erträglicher, lebten sie ohne Sünde,
wie es eigentlich an der Basis die treffendere Wahrheit ist.

Die Wahrheit über die Sünde ist die, dass es sie letztlich nicht gibt.

Wie kann ich mich von etwas befreien, was es nicht gibt?

Indem ich erkenne, dass es sie nicht gibt.

Und wie erkenne ich das?

Indem ich erkenne, das Gott alles tut.

Und wer bin dann ich? Nicht?

Ich bin "Gott" - aber das weiss ich nicht zu erklären, denn es ist
rein praktisch nicht mehr, als der Mensch zu sein, der man in diesem
Ereignis ist.

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

(paste and copy aus dem SF)

Gibt es ein ankommen oder nicht?

Fahre ich mit dem Zug nach Hinterdupfingen, und er bleibt auf
der Strecke nicht liegen, und ich sterbe im Zug nicht am Service
der Bundesbahn, komme ich wahrscheinlich in Hinterdupfingen an.

Sterbe ich im Zug, kommt er wohl trotzdem in Hinterdupfingen an.

Entgleist der Zug, gibt es Hinterdupfingen trotzdem noch, und
Hinterdupfingen ist schon immer in Hinterdupfingen angekommen.

"ankommen" bezieht sich also auf die Persönlichkeit, ob in der eigenen Form,
der Form des Schaffners, der Mitreisenden oder des Zuges, oder
der Fliegen, Ratten und Waren, die im Zug mitreisen - und zwar
relativ zu Hinterdupfingen gesehen.

"Relativ" heisst, beziehe ich "ankommen" auf Deutschland, ist der Zug
auf dem Weg nach Hinterdupfingen schon die ganze Fahrt über in Deutschland
angekommen.

Beziehe ich "ankommen" auf "Gott", gibt es kein "ankommen", da sich alles
in Gott bewegt, auch der Zug nach Hinterdupfingen.

Ich muss also ein relatives Ziel haben, um dort anzukommen.

Im Hier kann ich so nicht ankommen, da ich schon immer im Hier bin,
ganz real - aber der Mensch, die eigene Persönlichkeit, kann schon im
Hier ankommen (subjektiv) - im Erkennen des Hier.

Samarpan sagt in meinen Augen einfach: "WENN du dich selbst suchst,
suche dich nicht als Ziel ( also relativ zu dir selbst), sondern in deinem
Sein (hier)"

Und aus den Ideen, sich selbst als Ziel zu sehen, kann man schon
ankommen, nämlich darin, sich selbst nicht mehr relativ zu sich selbst, als Ziel,
zu sehen: ich muss anders sein als ich bin. Das Leben muss anders sein, als es ist."

In all diesen Idee des "anders sein, als es ist", spalte ich mich zu mir selbst
und mache mich zum Ziel, relativ zu mir selbst.

Und dann habe ich "den Zweiten", den es nur als Idee gibt:

Ich muss liebevoller sein, keuscher, ein ****nbock, verwegener, stärker,
klüger, dicker, dünner, eitler, bescheidener - als was? Als ich bin.

Das Leben lebt von Zielen, aber das spirituelle Ziel bin ich selbst - und ich
selbst bin immer hier.

Ziele gibt es auch nach dem Erwachen, z.B. ist mein nächstes Ziel
das Klo nach dem Kaffee.

Aber in diesem Ziel suche ich mich nicht mehr selbst. Ich bin immer hier,
egal was geschieht. Ich bin nicht mehr und nicht weniger ich selbst,
ob nun vor dem PC, auf dem Klo, im Zug nach Hinterdupfingen oder
in Hinterdupfingen.

Das ist dann das, wo die Japse sagen: der Weg ist das Ziel, oder
"vor dem Erwachen Zug nach Hinterdupfingen und nach dem Erwachen
Zug nach Hinterdupfingen ..."-

aber der Fritz Zen sucht sich selbst nicht in Hinterdupfingen. Er
fährt dorthin, weil er dort noch ein Konto auf der Kreissparkasse mit
357.000 Euro Schwarzgeld hat, das er plündern will.

Mit den 357.000 Euro will dann Fritz Zen auf Ibiza eine lustige
Zeit verbringen, aber Fritz Zen sucht sich nicht selbst auf Ibiza.

Fritz Zen ist immer er selbst, mit und ohne 357.000 Euro, und auch
noch Fritz Zen, wacht er eines morgens Pleite auf Ibiza auf und
kann sich nur noch vage an eine wüste Orgie erinnern.

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oceanico
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Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von oceanico »

Tobias hat geschrieben: Das Leben lebt von Zielen, aber das spirituelle Ziel bin ich selbst - und ich
selbst bin immer hier.

Ziele gibt es auch nach dem Erwachen, z.B. ist mein nächstes Ziel
das Klo nach dem Kaffee.

Aber in diesem Ziel suche ich mich nicht mehr selbst. Ich bin immer hier,
egal was geschieht. Ich bin nicht mehr und nicht weniger ich selbst,
ob nun vor dem PC, auf dem Klo, im Zug nach Hinterdupfingen oder
in Hinterdupfingen.

Das ist dann das, wo die Japse sagen: der Weg ist das Ziel, oder
"vor dem Erwachen Zug nach Hinterdupfingen und nach dem Erwachen
Zug nach Hinterdupfingen ..."-
Bedeutet das für dich, dass man sich in den Zielen nach dem Erwachen nicht mehr selbst sucht, was ja auch mit deinem Motto übereinstimmt: "Es gibt nichts getrenntes zum Selbst.
Alles ist das Selbst, egal was." Oder mit diesen Worten: "Ich bin immer hier, egal was geschieht."
Ja, dann ist ein Ziel nur noch ein Weg - "Aber in diesem Ziel suche ich mich nicht mehr selbst."

Ist das einigermaßen richtig bei mir angekommen? :tobroll:

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

oceanico hat geschrieben:
Bedeutet das für dich, dass man sich in den Zielen nach dem Erwachen nicht mehr selbst sucht, was ja auch mit deinem Motto übereinstimmt: "Es gibt nichts getrenntes zum Selbst.
Alles ist das Selbst, egal was." Oder mit diesen Worten: "Ich bin immer hier, egal was geschieht."
Ja, dann ist ein Ziel nur noch ein Weg - "Aber in diesem Ziel suche ich mich nicht mehr selbst."

Ist das einigermaßen richtig bei mir angekommen? :tobroll:
Das Geheimnis von Sat-Chit-Ananda

Aus wikipedia:
Sat-Chit-Ananda wird in vielen Schriften als grundlegende Beschreibung Brahmans erwähnt, taucht aber zuerst in der Nrisimha-Uttara Tapaniya Upanishad und der Rama-Uttara Tapaniya Upanishad auf. Paul Deussen vermutet einen Zusammenhang zu Satyam Jnanam Anantam Brahman der älteren Taittiriya Upanishad:

Satya (सत्य) - Wahrheit, die eigentliche nichtempirische Realität.
Jnana (ज्ञान) - Wissen, Erkenntnis, jenseits der Dualität
Ananta (अनन्त) - Grenzenlos, Unendlich.
Diese Definition, ob sie nun "stimmt" oder "nicht stimmt", hat mir gefallen,
denn sie drückt mein persönliches Empfinden recht treffend aus.

Alle Theorie dient nur dazu, auf die Praxis hinzuweisen, selbst das "Geschlechtsorgan
der Gottesbegegnung" zu trainieren, das Hier - und dann selbst das zu sehen, was so
beschrieben wird.

All diese Beschreibungen sind relativ, keine trifft so richtig - allen kann man auch
widersprechen - in der Spiritualität zählt nur die Praxis.

Hier-Sein - dem Hier selbst zu begegnen.

Und diese Begegnung ist ein weites Land - das Hier ist wie eine Pforte in diese
scheinbar "andere Welt", die aber auch nur von dieser Welt spricht.

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oceanico
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Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von oceanico »

Tobias hat geschrieben:
Das Geheimnis von Sat-Chit-Ananda

Aus wikipedia:
Sat-Chit-Ananda wird in vielen Schriften als grundlegende Beschreibung Brahmans erwähnt, taucht aber zuerst in der Nrisimha-Uttara Tapaniya Upanishad und der Rama-Uttara Tapaniya Upanishad auf. Paul Deussen vermutet einen Zusammenhang zu Satyam Jnanam Anantam Brahman der älteren Taittiriya Upanishad:

Satya (सत्य) - Wahrheit, die eigentliche nichtempirische Realität.
Jnana (ज्ञान) - Wissen, Erkenntnis, jenseits der Dualität
Ananta (अनन्त) - Grenzenlos, Unendlich.
Diese Definition, ob sie nun "stimmt" oder "nicht stimmt", hat mir gefallen,
denn sie drückt mein persönliches Empfinden recht treffend aus.
Mir persönlich gefällt diese Definition auch besser, da hier von Ananta und nicht
von Ananda (Glückseligkeit) die Rede ist. Immerhin ist das Selbst ja grenzenlos, unendlich.
Alle Theorie dient nur dazu, auf die Praxis hinzuweisen, selbst das "Geschlechtsorgan
der Gottesbegegnung" zu trainieren, das Hier - und dann selbst das zu sehen, was so
beschrieben wird.
:thumbup:
Ja, da ich selbst ja immer hier bin, kann ich quasi selbst nachsehn. :supercool:

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

Das Dilemma des Verstehens

(als mathematische Betrachtung)
Gestern schrieb ich etwas im SF, was ich einfach mal so als
"Einleitung" hier herein kopiere:

Ja, aber es (Relativierung) erzeugt eine eigene Welt, als Bild, in
der "hier" und "dort" unterschieden wird. Diese
Unterscheidung der Dinge ist notwendig, um sie
erkennen zu können - und die Unterscheidung erschafft
so eine Welt des Nacheinander und Nebeneinander der Dinge,
die es unterscheiden kann, in der Weise, wie sie
zueinander in Beziehungen erkannt werden.

Das ist wahrer bio-hightec im Wellensalat der Hier solch
eine Leistung zu vollbringen, wie es der Mensch vermag.

Aber es reicht ja, zu sehen, dass die Dinge vom Verständnis
nicht wirklich aufgetrennt werden, sondern erst als Modell,
das es vom Hier zeichnet.

Das Modell ist auch immer nur hier, natürlich, alles ist
nur hier, aber im Modell des Verständnisses wird - aus
gutem Grunde - so getan, als wäre etwas hier, dort, vor 5 Jahren,
in 5 Jahren, unter dem Bett ...

so sehe ich das, unverbindlich ...

Am besten trifft vielleicht die Idee einer mathematischen
Ableitung, in der etwa um eine Dimension reduziert wird.

Das Verständnis reduziert quasi das Hier in seiner Dimensionalität,
und beschreibt es in einer vereinfachten Weise - als ein
Modell der Raumzeit.
Wie wir die Welt wahrnehmen, entspricht also einem vierdimensionalen Modell,
ohne dass ich sagen könnte, wie sie "wirklich" aussieht, oder ob sich das Modell
überhaupt auf etwas "anderes" bezieht, oder auch nicht, was noch höher dimensional ist: ich kenne
die Welt nur so, wie sie das Verständnis als Modell zeichnet.

Aber das ist an dieser Stelle auch gar nicht so wichtig -viel interessanter erscheint mir,
an der Dimensionalität des "Modells" etwas anderes aufzuzeigen.

Wie sprechen alle von eindimensionalen Dingen, Linien - und
zweidimensionalen Dingen, Flächen - und dreidimensionalen Dingen, Körpern,
ganz selbstverständlich - ohne dass es diese Dinge im sichtbaren Weltmodell wirklich gibt.

Eine Linie gibt es real nicht, da sie sich uns in der Welt nur in vier Dimensionen zeigen kann.

Sie braucht eine Breite, wie wenig auch immer, eine Höhe, einen Entstehungszeitpunkt in der Zeit
und einen, an dem sie wieder verschwindet.

Eine für uns körpersinnlich sichtbare Linie braucht also alle vier Dimensionen, um dargestellt
zu werden. und existiert nur in der Mathematik eindimensional, also als eine Vorstellung.

Allem, dem eine Dimension fehlt, gibt es nur als Vorstellung. Es gibt also, so wenig wie
Linien und Flächen, auch Körper nicht als rein dreidimensionale Objekte. Er kann nur,
wie alles andere auch, in vier Dimensionen dargestellt werden- er braucht einen Zeitpunkt
seiner Entstehung, die vierte Dimension, um in der Welt sichtbar zu sein.

Daher entsteht und vergeht alles im Wahrnehmen, da alles körpersinnlich wahrnehmbare
vierdimensional ist und selbst ein Klotz Eisen als rein dreidimensionaler Körper eine Fiktion ist.

Im Raum sehe ich also immer eine dreidimensionale Fiktion eines an sich vierdimensionalen "Objektes".

Zu jedem Objekt gehört also auch die Dimension der Zeit und zwar in ihrer vollen Größe.
Da macht jede "wahre Gestalt" eines Objektes für uns unsichtbar. Wir nähern uns ihm quasi
auf der Zeitachse, aber real ist es vierdimensional und umfasst auch die ganze Zeitdimension.

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

Fortsetzung:

Wir haben zwar gelernt, null-, ein- und zweidimensionale Dinge als (relative) Fiktion zu begreifen,
aber weniger, das dreidimensionale Objekt ebenso als Fiktion zu erkennen - als dreidimensionales
Objekt ist dieses eine Fiktion aus seiner eigentlich vierdimensionalen Grösse -

"was kommt und geht ist nicht wirklich" - diese Aussage verweist auf die Fiktivität reiner Dreidimensionalität:
die dreidimensionale Welt des Raumes ist eine Fiktion über etwas, was vierdimensional ist (Raumzeit).

Die vierte Dimension eines Objektes ist als das Hier wahrnehmbar. Das "Hier" umfasst real alle Zeit, also
die gesamte vierte Dimension, die alles beansprucht, was uns angeblich rein dreidimensional erscheint.

Real existiert alles gleichzeitig, ohne entstanden und ohne vergangen zu sein: HIER

Aber in diesem "alles gleichzeitig" ist nichts zu erkennen, es ist quasi "zu voll" um irgend etwas von irgendetwas
unterscheiden zu können. Und bei diesem "zu voll" braucht real gar nichts zu existieren - real gar nichts im
"Hier" sein.

In der Fiktion relativiert sich der Begriff "Realität".

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oceanico
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Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von oceanico »

Tobias hat geschrieben:Fortsetzung:

Wir haben zwar gelernt, null-, ein- und zweidimensionale Dinge als (relative) Fiktion zu begreifen,
aber weniger, das dreidimensionale Objekt ebenso als Fiktion zu erkennen - als dreidimensionales
Objekt ist dieses eine Fiktion aus seiner eigentlich vierdimensionalen Grösse -

"was kommt und geht ist nicht wirklich" - diese Aussage verweist auf die Fiktivität reiner Dreidimensionalität:
die dreidimensionale Welt des Raumes ist eine Fiktion über etwas, was vierdimensional ist (Raumzeit).

Die vierte Dimension eines Objektes ist als das Hier wahrnehmbar. Das "Hier" umfasst real alle Zeit, also
die gesamte vierte Dimension, die alles beansprucht, was uns angeblich rein dreidimensional erscheint.

Real existiert alles gleichzeitig, ohne entstanden und ohne vergangen zu sein: HIER

Aber in diesem "alles gleichzeitig" ist nichts zu erkennen, es ist quasi "zu voll" um irgend etwas von irgendetwas
unterscheiden zu können. Und bei diesem "zu voll" braucht real gar nichts zu existieren - real gar nichts im
"Hier" sein.

In der Fiktion relativiert sich der Begriff "Realität".
"Real existiert alles gleichzeitig, ohne entstanden und ohne vergangen zu sein: HIER" -->
Das Selbst ist immer hier, es umfasst die gesamte vierte Dimension, und die Dinge werden
vom Verständnis nicht wirklich aufgetrennt, sondern erst als Modell, welches es (das Verständnis)
vom Hier zeichnet.
Echt befreiend deine Aussagen. :freude:

'Aber in diesem "alles gleichzeitig" ist nichts zu erkennen, es ist quasi "zu voll" um irgend etwas von irgendetwas
unterscheiden zu können. Und bei diesem "zu voll" braucht real gar nichts zu existieren - real gar nichts im
"Hier" sein.

In der Fiktion relativiert sich der Begriff "Realität".'
Bingo :exclaim: :supercool:

:thanks:, Tobias.

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

Das freut mich oceanico. :thumbup: :angel:

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

Ideologie

Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus ... sind alles Ideologien von Dieben.

Die "linken" Ideologien zur Rechtfertigung des Diebstahls der "Gemeinschaft" am "Einzelnen".
Die "rechten" Ideologien zur Rechtfertigung des Diebstahls des "Einzelnen" an der "Gemeinschaft."

Sie sind allesamt materialistisch.

Sorry Ideologen, wenn wir heute (überhaupt noch) eine neue Ideologie brauchen, dann
mehr "Sein" (wer bin ich?) und weniger "Haben" - und vor allem: keine von Dieben mehr,
denn das ist der Grund, dass wir heute vom Diebstahl regiert werden.

Tobias

Re: Tobi "der Normale"

Beitrag von Tobias »

Jenseits von Gut und Böse.

Zumindest in meinem "Erwachen", was kein Massstab ist, spielte das
"jenseits von gut und böse" eine Rolle.

Aber ich scheue mich, darüber zu sprechen, nur so viel: in ihm zeigte sich für mich
dieses "Alles ist Gott". Man gibt quasi sein "Moralvorstellungen" in Hinsicht "Gott"
für "Gott" auf. Was nicht heisst, sie sind weg - sie relativieren sich in der Begegnung
des "jenseits von "gut" und "böse" seiend "Gottes"".

Es gibt für dieses "jenseits" keinen Massstab in der Moral, also wie dies auszusehen hätte,
müsste, sollte - aber die Moral bleibt, wird aber zu einem "lebendigen Wesen", das auf
der Erkenntnis ruht - und dadurch wird der "Erwachte" gerne zu einem "moralischen Menschen",
auch wenn er eigentlich jenseits ruht.

Das liegt einfach darin, dass sich seine "Moral" an sich selbst richtet, ihm selbst. Sie ist
nicht mehr dieses "sozial verbindliche Wesen": "Moral" oder "Ethik" - es ist ein selbstständiges
Wesen, das im Selbst steht: Selbst-ständig.

Und dann ist "Moral" Selbst-(ver)-ständig.

"Jenseits von "gut" und "böse" ohne jegliche "Moral" zu sehen, ist also falsch.

Sie ist individuell geworden - und darin kann sich der "Erwachte" vom "Erwachten" sehr weit
unterscheiden - er ist im Grund noch viel individueller, als der "normale Mensch", weil
er einfach mehr von dem wird, was ihm als Mensch entspricht.

Wären z.B. alle Menschen erwacht, wäre die Individualisierung der Menschen weitaus grösser
als heute, weil sie einfach auch als Mensch mehr von dem werden, was sie als Mensch sind.

Und das mag widersprüchlich erscheinen - im Angesicht eines "alle sind dasselbe" - aber das ist
es gerade nicht, denn "alles ist dasselbe" ermöglicht viel mehr Freiheit für Individualität ...

Warum? Ist alles eh dasselbe, muss es sich nicht mehr in der Gestalt auf "dasselbe" orientieren,
im Sinne eines "alle müssen ähnlich sein, um dasselbe zu sein".

Dieses "dasselbe" ruht jenseits aller Form, als das, was alle Form umfasst - und bleibt dasselbe, egal
wie widersprüchlich in der Form.

Dieses "dasselbe" kann man "Gott" nennen.

Und es befreit den Menschen davon, "dasselbe" in der Form sein zu müssen. "Dasselbe" hat sich jeglicher
Form und jeglichem Ausdrucks "enthoben" und erkennt die Mutterschaft über "alles" an - ich bin alles.

Wenn ich alles bin, kann ich sein, was ich sein will, bzw. was ich bin - ohne mich jemals verloren
zu haben, auf eine bestimmte Form angewiesen zu sein, damit ich mich selbst bin.

Wo ich selbst jeglicher Form "enthoben" bin, ruhe ich in jeglicher Form, ob sichtbar oder unsichtbar
und das "höher" oder "nieder" von Himmel und Hölle erlischt - zu dem, was ist.

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