Eine Frage an alle

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Jammern was das Zeugs hält. Schrei's raus...
Alles ist jammerbar in der Jammer-Bar. Und es darf auch geflucht werden... ;-)
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Tobias

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Tobias »

Edgar hat geschrieben:
Aber wirklich diskuttieren will man ja eigentlich ned wirklich mehr. "Über die Wahrheit". Oder "wie sie gelehrt werden könnte". Weil jeder da einfach direkt selber Quelle ist. Und immer direkt aus dem Moment heraus lehrt. Ungeplant. Ohne System.
Das ist sicher alles richtig, andererseits ist man im Leben auch ein Team. Das ist die andere Seite, die ich sehe.
Und da macht Diskussion dann schon Sinn. Also, der Austausch der persönlichen Erfahrung.

Und da das Thema jetzt gerade zusammen mit einer Frage im beruflichen Umfeld einhergeht, die gerade auf diesen
anderen Aspekt abzielt, das Team, frage ich mich schon, warum sich mir diese Frage in dieser Kombination stellt. :tobroll:

Bei der Teamarbeit ist das ja so, dass jedes Mitglied eine andere "Kernkompetenz" hat. Und erst die Kombination der
Kernkompetenzen hebt die Lösungen für eine Frage auf ein Niveau, das für den Einzelnen alleine nicht erreichbar gewesen wäre.

Das ist ja im beruflichen Umfeld das, was Teamarbeit idealerweise auszeichnet. Und da ich mir die letzten Tage selber klar werden
musste, was ein Team ist, fließt nun diese Thematik auch in diese andere Diskussion ein.

Und eigentlich spiegelt ja das Forum dieses Thema ebenso, da hier verschiedene, ich benutze einfach dieses Unwort "Erwachte",
zusammen sind, und man schön sehen kann, dass es darin eben auch analoge Kernkompetenzen gibt.

Ich scheue mich da einfach, einen grundsätzlichen Unterschied zu sehen.

Ich bin da jetzt aber auch ganz unvermittelt mit diesem Aspekt "Team" konfrontiert, zu dem nun einmal auch Diskussion gehört
- und damit eigentlich in diesem Thema "Satsang" wohl dabei, in ein Wespennest zu fassen. Wer weiß?. :tobroll:

Für die meisten Fragestellungen im Leben gibt es heute nurmehr die Lösung als Team.
Sobald sich ein System bildet, wird es eher schon wieder "verdächtig". (Und John Sherman ist da imho sehr "verdächtig", sozusagen. Kann aber einfach auch nur Steckenpferd sein, und über meine Tantraseminare könnte man dann das Selbe sagen...). Du bist da auch noch relativ "frisch", wo man noch mit viel mehr Elan und Freude über "dieses das" reflektiert und permanent "in Satsang" ist (zumindest mit sich selbst). Und wie du ja selber merkst... - bedeutet da "vertiefung" mit der Zeit auch eine gleichzeitige "verflachung" im Sinne von "normalisierung".

Drum... jeder backt da sein eigenes Brot. Und wie dir - wer wars? ich glaub niranjana? - schrieb: jeder findet da sein eigenes publikum, immer wieder und immer wieder neu (ist auch viel kommen und gehen dabei, heutzutage). wo es "passt". und die anderen, wo es nicht so passt, haben dir einfach egal zu sein. Ich mein.... gibts irgendeinen Musiker, denn jeder mag? Irgendeinen Maler? Irgendeinen Schriftsteller? Ne. Wenn du von allen "so la la" gemocht werden willst und von niemandem abgelehnt: Dann wirst du lauwarm bleiben. Und keiner findet dich dann "heiss". Ist eh nicht der Fall, denn du bist "heiss" und viele finden dich "heiss". Und das zeigt dir gleichzeitig auch, wenn dich gleichzeitig welche ablehnen. Dann bist du definiert, hast Kanten und Ecken und das ist GUT so. Dann bist du SRI TOBI. Und nicht Ramana und nicht John Sherman und auch was Hermann Lehner über dich denkt kann dir sonstwo vorbeigehen. Verstehst du?

Und dieses "jeder backt sein eigenes Brot", das ist dann auch immer passend. Da fang dich erst gar nicht zu vergleichen an. Oder zu reagieren auf das Lehren dieser Anderen (Newsletter). Außer du möchtest das unbedingt, weil ist ja auch wurscht. Weiss ja auch nicht, was du ihm geschrieben hast, vielleicht fühlte er sich ja auch provoziert oder hinterfragt, who knows. Aber letztlich voll egal.
[/quote]

Ich gehe daher da auch ganz einseitig darauf ein, nur als Frage, nicht als Antwort.

Nämlich die Frage, die mich gerade derzeit parallel beschäftigt. Wenn in dieser Frage der
Menschheit geholfen werden soll, ist da der Einzelkämpfer, nur in Hinsicht auf eine Lösung,
überhaupt (noch) der richtige Ansatz?

Was die Stärke diese Forums z.B. ausmacht, ist ja die Kombination verschiedenster Kernkompetenzen
in der Thematik - die mögen beim einen breiter sein, beim anderen höher, aber sie ergänzen sich oft in
der Diskussion um eine Frage, bemerkte ich.

Und das finde ich eine interessante Frage, wenn sie auch nicht wirklich einen anderen zu interessieren braucht. :icon_wink_small:

Wenn es darum geht, einem Menschen zu helfen, sind wir dann überhaupt noch auf dem "richtigen" Weg?

Die Realität erscheint halt widersprüchlich. Beruflich gesehen ist der Einzelkämpfer immer mehr
ein Auslaufmodell, da die Fragestellungen zu komplex geworden sind.

Das klassische Bild in diesem Thema ist halt, da sitzt ein "Guru", und der war die "Kernkompetenz",
wie es früher enzyklopädisches Wissen in einer Person vereint gab.

Und als ich über das Team an sich nachdachte, wurde mir klar, dass ich mir erst einmal selber
klar werden musste, was eigentlich meine eigene "Kernkompetenz" ist, die ich in ein Team
einbringen kann - und vor allem auch, die mir Freude macht.

Und nun entwickelte sich diese Diskussion in mir weiter, und ich frage mich das auch in
diesem Thema, denn das ist ja auch, sieht man die Szene aus dem Aspekt eines Teams
mit verschiedensten Kernkompetenzen, der eigene Platz, oder Ort, oder Themenbereich,
zu dem man etwas beitragen könnte.

Oder "wie wird aus Konkurrenz Ergänzung?" Überhaupt eine Frage, die sich auch sozial
stellt.

Das heißt für mich persönlich eigentlich, mir klar zu werden, zu was ich was beitragen kann,
und zu was ich einfach meine eigene Inkompetenz akzeptieren sollte, und dazu nichts beitragen.

Komisch, dass sich mir die Frage gerade stellt, denn ich neige wohl auch manchmal dazu, in
Dinge hereinzureden, zu denen ich eigentlich nichts wirklich brauchbares beizutragen habe,
da darin meine eigene Kompetenz zu schwammig ist.

Ich bin da vielleicht für viele andere in der Thematik zu nachdenklich?

Aber dein Beitrag war für mich Anlass, diese Gedanken einmal zu formulieren, auszudrücken,
da mir unerwartet, nur mir, das Leben die Frage stellt: "Was ist deine Kernkompetenz?"

Das Leben stellt mir diese Frage auch gerade zu diesem Thema: "Worin bist du kompetent?"

Und darin auch wieder "beschränke dich auf deine Kernkompetenz". aber um dies zu tun, muss
ich diese Introspektion betreiben, die wiederum auch Diskussion ist. Und in diesem Rahmen ist
eigentlich auch meine versuchte Diskussion mit John Sherman und anderen zu sehen.

Denn eigentlich fühlt es sich für mich gut an, in dieser Thematik eine Art "Fachidiot" mit einer
Kernkompetenz zu sein, einer Nische, die ich in der sozialen Diskussion um dieses Thema ausfüllen
könnte.

Viele Grüße

Tobias

Tobias

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Tobias »

Und da ich gerade festgestellt habe, dass Thursday ja erst Donnerstag ist, nicht Dienstag, habe
ich da noch etwas mehr Zeit, mich gedanklich so weit mit dem Thema "Team" zu befassen, dass
ich mit diesem Thema in dieser Thematik hier fortfahre.

In dieser Thematik ist eigentlich meine Kernkompetenz recht eng. Sie ist "Atman Vichara". Natürlich
habe ich auch mystische Erfahrungen, und Kundalinierfahrungen, aber fast jeder kann die eigene
Wohnung streichen, ohne dabei wirklich ein Maler sein zu müssen - der seine Kernkompetenz eben
in diesem Thema hat. :tobroll: :icon_wink_small:

Und das ist das, wo man wohl sagt und fragt "Mach dein Ding", oder "werde dir klar, was dein Ding in diesem weiten
Feld der Thematik ist, die Spiritualität nun einmal ist". :tobroll:

Meine Kernkompetenz ist sogar winzig klein. Sie ist so klein, dass sie in einen Satz mit zwei Worten
gefasst werden könnte: "Sei hier".

Aber wie sagt man "sei bewusst hier", so dass es verstanden wird. Und wenn ich halt darüber rede,
wie auch jetzt gerade, dann wird da halt immer ein Roman draus :irre: Da geht es mir wie Niranjana. :icon_mrgreen_small:

Um etwas ganz einfaches zu sagen, konstruiere ich ein 5-Welten-Modell, mit Dakshinamurti, Ich Bin, und das
Ganze artet in einen Epos aus. :tobroll: :irre: :icon_mrgreen_small:

Aber da ich in diesem Thema so eine ganz winzig kleine Kernkompetenz habe, versuche ich die natürlich auch zu
verstehen und auszubauen. Mir klar zu werden, wie es wirkt, was dabei mir selbst wichtig erscheint -
und da kann es einem natürlich geschehen, wie z.B. bei John, dass man vielleicht zu minimalistisch wird,
um verstanden zu werden?

Langer Rede kurzer Sinn: "Was ist meine eigene Kernkompetenz in dieser Thematik?"

Und da ich ja eigentlich nur mehr das "Ich Bin" als "Guru" habe, werde ich das mal mit Ich Bin zu
klären versuchen, denn ein Zufall ist das wohl nicht, dass sich mir nun diese Frage doppelt stellt. :tobroll:

Vielleicht ist ja selbst diese Kernkompetenz meine persönliche Illusion, und ich bin in der
Thematik vollkommen inkompetent? :scared: :icon_mrgreen_small:

Verdonnert einen dicken Schatz zu finden, und fortan meine Leben als Sofa-Kartoffel zu fristen? :tobroll: :scared: :icon_mrgreen_small: :bgdev: :angel:

Vielleicht verliere ich beide Jobs, den Beruf, und den in diesem Thema - und werde vom Selbst in
Frührente geschickt? :tobroll:

Vielleicht stelle ich ja fest, dass ich gar keine Kompetenzen habe? :tobroll:

Inkompetenz ist ja kein Schicksal, das unerträglich wäre, bekommt man dafür eine Rente. :icon_mrgreen_small: :angel:

Eine spirituelle Invalidenrente vom Selbst.

Shri.tobi, der spirituelle Frührentner - wegen Unfähigkeit vom Leben entlassen - und ich muss
nur noch die Vögel füttern. :tobroll:

Mal sehen, was ICH BIN mir weiterhin steckt.

Der "Guru" ist ja eigentlich beim Selbst versichert, um es neusprachlich auszudrücken.
Und nur der frühinvalide Satsänger bekommt die Invalidenversorgung des Selbst, damit
er keinen weiteren Schaden mehr anrichtet. :tobroll: :icon_mrgreen_small:

Vielleicht darf er noch den Vögeln predigen, da ist der Schaden nicht so groß? :tobroll: :icon_mrgreen_small:

Weiterer Rede noch kürzerer Sinn: letztlich klären wirds ICH BIN. :angel:

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Manfred
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Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Manfred »

bin über die Tage, nicht dazu gekommen, intensiv hier mitzulesen.
Und jetzt muss ich mich auch schon gleich wieder fürs Tagesgeschäft fertigmachen, deshalb (erstmal) nur kurz: Mir hast Du geholfen. Und dafür bin ich Dir dankbar. Vieles habe ich auch nicht verstanden, das war dann aber, so nehm ich es für mich, nicht für mich bestimmt.

Aber, letztendlich muss man sowas für sich, aus seiner Gefühlslage heraus, entscheiden. Und wird dann dass, nur da heraus, auch so machen.

PS: Bin da selbst, was so Ratschlag einholen betrifft, sowieso ein gebranntes Kind (ein bissel):
Hatte mal eine Freundin, die mich dauernd fragte, was sie machen solle in diversen Situationen. Sagte ich ihr meine Meinung, fing jedes Mal eine große Diskutiererei an, und am Ende machte sie es dann sowieso so, wie sie wollte. Hat mich echt jedesmal fertig gemacht. ;-)

schlichtundeinfach

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von schlichtundeinfach »

Ich meld mich mal etwas unverblümter zu Wort auf die Gefahr hin, dass es schräg einfährt. War dann zumindest ehrlich.

Also Tobi wenn Feedbacks wie jener von Hermann Lehner in Deinem Space auftauchen, dann würde ich sagen: Passt schon!

Ich kannte den vorher nicht und hab mir seine Page angeschaut. Und sofort kam mir in den Sinn: Was, seine Reaktion erstaunt Dich (Tobi) noch? Für mich hast Du diese förmlich getriggert, wenn auch nicht bewusst, als Du Deinen Text dorthin geschickt hast. Seine Reaktionsweise lag auf der Hand.

Vielleicht könnte das tatsächlich eine Aufforderung aus Deinem Inneren sein, eine Weile auf standby zu gehen und die Denkmaschine auszuschalten. Ich kann nur aus meiner Warte sprechen, aber immer wenn eine Weile sehr viele Gedanken produziert werden, kommt danach eine Phase, in der der Mind praktisch unzugänglich wird. Er fällt dann in einen sehr rudimentären Zustand, als ob er mir sagen möchte: "Das Forum ist wegen Wartungsarbeiten vorübergehend geschlossen." Dann geht mir immer ein Licht auf und ich wende mich wieder dem Leben zu.

Alles Liebe

sue

Henrik

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Henrik »

Moin Sri Tobi. Für mich schaut es so aus als wenn du um Anerkennung deiner Kompetenz in Fachkreisen ringst. So wie ein Professor mit seinen Publikationen in seinen Kreisen auch um Autorität wirbt. Würde es nicht reichen du machst es einfach für Dich und jeder Leser schnappt sich das, was er braucht ? So wie man im Winter Vogelfutter verstreut und nicht von den Vögeln erwartet in seiner Kernkompetenz als Futter-Streuer anerkannt zu werden ?

Irgendwie habe ich das Gefühl du möchtest gerne offiziell Prof. Dr. Guru werden und schreibst eine Dissertation nach der anderen. :biggrin:

Mein Ansatz ist ein anderer. Ich weiss um den Kern aber ohne Kompetenz und quatsche ab und an drauflos wenn es in den Sinn kommt. Das hat dann weniger Sunstanz aber macht mir Freude - einfach nur so.

So oder anders - ich schätze und mag Dich und fachlich verstehe ich eh nur die Hälfte. :bow:

Tobias

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Tobias »

Manfred hat geschrieben: Hatte mal eine Freundin, die mich dauernd fragte, was sie machen solle in diversen Situationen. Sagte ich ihr meine Meinung, fing jedes Mal eine große Diskutiererei an, und am Ende machte sie es dann sowieso so, wie sie wollte. Hat mich echt jedesmal fertig gemacht. ;-)
*gg* Viel Spaß bei der Arbeit Manfred und Danke. :tobroll: :icon_wink_small:

Tobias

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Tobias »

schlichtundeinfach hat geschrieben:Ich meld mich mal etwas unverblümter zu Wort auf die Gefahr hin, dass es schräg einfährt. War dann zumindest ehrlich.

Also Tobi wenn Feedbacks wie jener von Hermann Lehner in Deinem Space auftauchen, dann würde ich sagen: Passt schon!

Ich kannte den vorher nicht und hab mir seine Page angeschaut. Und sofort kam mir in den Sinn: Was, seine Reaktion erstaunt Dich (Tobi) noch? Für mich hast Du diese förmlich getriggert, wenn auch nicht bewusst, als Du Deinen Text dorthin geschickt hast. Seine Reaktionsweise lag auf der Hand.

Vielleicht könnte das tatsächlich eine Aufforderung aus Deinem Inneren sein, eine Weile auf standby zu gehen und die Denkmaschine auszuschalten. Ich kann nur aus meiner Warte sprechen, aber immer wenn eine Weile sehr viele Gedanken produziert werden, kommt danach eine Phase, in der der Mind praktisch unzugänglich wird. Er fällt dann in einen sehr rudimentären Zustand, als ob er mir sagen möchte: "Das Forum ist wegen Wartungsarbeiten vorübergehend geschlossen." Dann geht mir immer ein Licht auf und ich wende mich wieder dem Leben zu.

Alles Liebe

sue
Ich hab keinen Text dahin geschickt, ich habe etwas zur Newsletter geschrieben. Das nennt sich
gemeinhin "Gespräch".

schlichtundeinfach

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von schlichtundeinfach »

@Tobi

Für mich ist es egal, wie sich das nennt. Der Typ bringt auf seiner Website zum Ausdruck, dass ihm sehr viel an seinen Texten liegt und er es nicht mag,
wenn man sich direkt in seinem Gärtchen aufhält. Er möchte wohl eher, dass es von aussen bewundert wird.

Es fühlt sich an, als hättest Du die Konfrontation gesucht. Was Dir das sagen will, kannst schlussendlich nur Du wissen.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Dich viele hier als Freund und Lehrer zu schätzen gelernt haben. Damit sind sicherlich auch Projektionen verbunden, weil auch Persönliches mitschwingt.

Ich hingegen weiss von Dir sehr, sehr wenig. Du bietest Dich für mich darum kaum als Projektionsfläche an. Du hast Dich bei mir nicht wegen diesen Texten hier im Forum hervorgehoben. Bevor ich überhaupt etwas von Dir las, bin ich schon früher auf Deine Webiste mit dem "Atman Vichara" gestossen. Das sagte mir was, das berührte mich, weil ich spürte, dass Dich das ebenfalls tief berührt hat. Es floss Kraft und Liebe. Das ist etwas Authentisches von Dir, gelebtes Leben. Das ist echt.
Meine Kernkompetenz ist sogar winzig klein. Sie ist so klein, dass sie in einen Satz mit zwei Worten gefasst werden könnte: "Sei hier".
Das kannst Du wirklich rüber bringen und ich finde das so gross, so wundervoll, das der Spruch « klein aber fein » absolut zutreffend ist. Was willst Du noch ? In diesem Samenkorn ist doch alles enthalten. Es beinhaltet einfach alles !

Meistens ist jedes Wort zu viel. Viele Worten bündeln die Kraft ganz sicher nicht - im Gegenteil. Darum sind die Gleichnisse von Jesus kurz und prägnant. Oder darum ist Laotses Vermächtnis so kurz. Dieser fortlaufende Mindfuck bringt nicht wirklich etwas. Aber das Kleine, das Feine, das nicht viel Aufhebens macht, ist in seiner Wirkung enorm. Das ist grosse Kunst.


Alles Liebe

sue

Tobias

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Tobias »

Henrik hat geschrieben:Moin Sri Tobi. Für mich schaut es so aus als wenn du um Anerkennung deiner Kompetenz in Fachkreisen ringst. So wie ein Professor mit seinen Publikationen in seinen Kreisen auch um Autorität wirbt. Würde es nicht reichen du machst es einfach für Dich und jeder Leser schnappt sich das, was er braucht ? So wie man im Winter Vogelfutter verstreut und nicht von den Vögeln erwartet in seiner Kernkompetenz als Futter-Streuer anerkannt zu werden ?

Irgendwie habe ich das Gefühl du möchtest gerne offiziell Prof. Dr. Guru werden und schreibst eine Dissertation nach der anderen. :biggrin:
Hi Henrik

Eigentlich nicht, ich möchte überhaupt kein "Guru" sein. Das ist irgendwie wohl ein Trugschluß, der dadurch
entsteht, dass ich zum Thema schreibe. Aber läge mir etwas daran, im Satsangrummel mitzumischen, würde
ich das ja schon lange tun.

Eigentlich, wenn du so willst, geht es mir darum, eine Beschreibung für eine Übung zu finden, Atman Vichara,
mit der eine große Zahl von Menschen was anfangen kann - denn eigentlich geht es mir eher darum, die
Klarheit in das Thema zu bringen, der ich selbst früher selbst nicht begegnet bin.

Aber das ist nicht "ich selbst als Guru", das ist eine Art Gebrauchsanweisung, die keinen Guru braucht.
Vielleicht ein Buch, das vielleicht ein ganz anderes Thema hat, vielleicht "Die Kunst der Alchemie", nur
so als Beispiel. Ich bin da schon irgend jemand, der da gerne eine Struktur hinein brächte, in das ganze
Zufallsgeschehen des Verstehens und nicht-Verstehens, um was es dabei geht. Aber damit widerspreche ich wohl
schon einer Großzahl der Satsänger, indem ich die Idee des "formlosen Guru" habe, der solch eine
Beschreibung sein könnte.

Die Idee verfolgt mich aus einem einfachen Grund. Ich habe es mir selbst versprochen. Das sind halt subjektive
Flausen, oder eben "mein persönlicher "Dachschaden"", wenn man so will, der aber seine Historie hat.

Das war einfach ein Versprechen. Bevor ich erwachte, im Frühjahr 2007, versprach ich: "gib mir nur einen Faden,
zum Verständnis dieses Themas, oh Ramana, egal wie dünn, und ich werde ihn bis zum mir letzt möglichen
Ende aufrollen". Denn ich habe lange Jahre selbst darunter gelitten, dass ich keinen greifbaren Faden fand.

Also ich 2006 Gott begegnete, und alles nach 3 bis 4 Tagen verpufft war, schwor ich mir auf meinem Sofa in tiefer Verzweiflung
sitzend, dass ich das Thema bis zur mir absolut letzt-erreichbaren Grenze aufrollen werde.

Ich habe über 30 Jahre mit diesem Thema gekämpft, und bin einer riesigen Zahl spiritueller
Idioten begegnet. Da ist einfach unheimliche Wut in mir gespeichert, und mein eigentliches Ziel ist
nicht weniger, als ein Buch, ein Text, der für jeden, der sich dafür interessiert, diesen Faden reicht, nach
dem ich seit meiner Jugend suchte. Du kannst dir nicht vorstellen, wie groß diese innere Wut
vor der sozialen Ignoranz in diesem Thema ist, die mich immer noch antreibt.

Und für mich ist persönlich das Thema Lehre dann abgeschlossen, wenn ich ein Buch geschrieben habe, bei dessen Lesen
dem Leser dieses "Aha" entgleitet, das ich geben will.

Aber gut, dass du gefragt hast, denn das ist meine Antwort zum Professor Guru: JA!!!! Aber nicht als diese Person.
Als ein Buch, eine Darstellung, eine Durchleuchtung dieses Themas, und ob das mit dem Thema in seiner jetzigen Gestalt
überhaupt etwas was zu tun hat, weiß ich nicht.

Ich kenne so viele Menschen, die lebenslänglich an diesem Thema gescheitert sind.

Also ja, ich will die Pest vernichten. Hast du völlig Recht. Aber ich will gar nichts dafür.

Mir reicht die Genugtuung des "Aha", und dabei als "Guru" oder "Meister" völlig überflüssig zu sein.

Die größte Belohnung ist für mich das "aha" eines anderen Menschen.

Ansonsten, ich habe alles, was ich brauche. Aber das reitet mich, das ist mein Tripp.

Und ich bekenn mich dazu! Ja, es ist in gewisser Weise ein Krieg. Vielleicht ist er völlig illusorisch,
spielt für mich keine Rolle. Es ist ein Aufstand aus der Sklaverei.

Aber das braucht niemand zu verstehen, das ist persönliche Geschichte - nur, gerade, wie ich schreibe,
erkenne ich wie rein und klar diese Wut noch in mir ist - ich habe alles in diese Thema gesteckt, immer.

Du darfst darin etwas "pathologisches" sehen, gerne. aber wer dieses Leben lebt, wird wohl
automatisch in der einen oder anderen Weise "pathologisch" - das geht wohl nicht anders. Jeder trägt
seine Narben.

Ja, es ist meine persönliche RACHE am bestehenden Gemeinwesen.

Wenn ich ein Wort zu sagen hätte, ganz frei und machtvoll, wäre morgen die gesamte
Menschheit erwacht.

Erstaunlich, dass du das so in mir getriggert hast, dass ich mein Motiv so klar spüre.

Ich will die Schlacht um das Globale Erwachen. Die eigentliche Revolution. Und noch viel
anmaßender, und noch viel schlimmer, ich möchte sie gewinnen, und hinterher dastehen
und den Geruch, der Rauch, wenn die alten Stukturen in sich kollabieren - und in diesem
Geruch sterben.

So gesehen bin ich ein Pathologischer Guru. :bgdev:

Henrik

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Henrik »

So gesehen bin ich ein Pathologischer Guru.
Das gefällt mir, Tobi. Leidenschaftliche Lehre, leidenschaftlicher Lehrer :
Pathologie (aus griechisch πάθος, páthos „Leiden(schaft), Sucht, Pathos“ und logos „Wort, Vernunft, Sinn, Lehre“)
Das globale, universelle "AHA" magst du verfehlen, das beschleicht den Menschen vielleicht eher in unterschiedlichster Form und Verkleidung, oder halt gar nicht, aber dein inneres Feuer ist berührend.

:bow:
Zuletzt geändert von Henrik am Mo 21. Nov 2011, 14:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Edgar »

Tobias hat geschrieben:
Frauke hat geschrieben:
Tobias hat geschrieben:Meine Ich Bin Texte richten sich ja auch nur an Unerwachte.
In gewissem Sinn ist es dann ja auch Provokation, sie an Satsanglehrer der Szene zu schicken. :icon_wink_small:
Im Grunde war es vielleicht tatsächlich eine dumme Idee von mir, eine Diskussion aufzunehmen, die als Monolog per
Newsletter kam. aber ich schickte auch nicht meinen Text, sondern nahm einfach die Diskussion auf --- das möchte
ich schon betonen, denn die Kombination mit meiner in anderem Kontext gemachten Aussage wirft da für mich
ein falsches Bild auf die Sache.
Ey ja..... gut daß du da nochmal dran erinnerst. Ist irgendwie bissl untergegangen.... - ich selbst bekomm z.b. gar nicht seine Newsletter und hab auch null ahnung, was da überhaupt drinnen steht.

Was du an mich zum Thema "Team" schreibst, hast du ganz recht. Und ja, gerade dieses Forum ist da auch ein Beispiel dafür (obwohl kaum was "erarbeitet" wird, aber es wird im Prinzip ein Gesamtgericht gekocht, oder ein Gesamtkunstwerk.... - wo jeder "seines" beiträgt.... - und sich das wie ein Puzzle zusammenfügt; bzw teilweise ja permanent der Raum mitwächst, sozusagen; was natürlich n Vorteil ist. Das Forum als Raum ist immer exakt so groß, wie dessen Inhalt. Naja, ist beim Universum ja nicht wirklich anders...).

Aber viele, gerade in dieser "Branche" lehren halt autark. Und sind da kaum Teamplayer. Also was jetzt die "eigenen Veranstaltungen" betrifft. Weil da ja dann auch so ne Note dabei ist, ein Duft. Wo dann Interessen zusammenkommen (bei den Schülern), und ein "Team" in diesem Fall oft eher verwirrend wäre (und auch das sieht man manchmal recht gut hier im Forum; also für SUCHER ist das angenehmer und schlüssiger, wenn mehr "Linie" drinnen wär, und nicht ein Posting von X, der von "ich bin" spricht, und das nächste Posting von Y, der von "ich gibts nicht" spricht, oder von "ego loswerden", und das übernächste von Z, der "alles voll egal" vertritt. Daneben ein bissl "alles ist heilig", gemischt mit "alles ist gewöhnlich", dazu n Happen "du bist das alles" und eine Portion "du bist nichts davon". Das kann nen Sucher dann schon mal aus den Latschen kippen lassen.... - und vielleicht ist ja auch das der Sinn dieser Veranstaltung *g*)

Aber die meisten, die sich nicht in einem Forum treffen und sich nicht mit anderen "gleichartigen" austauschen, naja... die mögen das halt nicht so. sonst würdens sie's ja tun. und ist ja auch okay. beides. wie es grad ist. (obwohl ich ansonsten schon eher deiner meinung bin, und es sogar für vorteilhaft sehe, sich perament auszutauschen und erinnern zu lassen, weil man sonst eher verbohrt wird und irgendwann ein Aspekt ziemlich Überhand gewinnt (egal welcher), und dann eine neue Lehre entsteht... was auch okay ist, prinzipiell. Aber ich selbst bin für mich eher froh über die "konzeptuelle Weite", die ich mir da bewahrt habe und weiter bewahren möchte. In den Tantraseminaren verenge und verdichte ich mich dann ohnehin in mein "Lieblingsthema" sozusagen (Kundalini etc), aber dann is auch wieder gut, die weite Luft zu atmen. Es würde mich sonst wohl auf Dauer verengen und dogmatisch machen. Also "Aspekt-Identifiziert". Das heisst, ICH bin da froh drüber, für Suchende ists aber oft schwieriger. Naja... nicht immer. Siehe oben... "aus den Latschen kippen lassen" kann ja auch eine neue revolutionäre Methode werden. (Ala Zen)

lg
Ed

(hab noch ned alles gelesen, vielleicht kommt noch was)

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Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Edgar »

So, jetzt noch zum Rest:
Wenn in dieser Frage der Menschheit geholfen werden soll, ist da der Einzelkämpfer, nur in Hinsicht auf eine Lösung,
überhaupt (noch) der richtige Ansatz?
Siehste, da fängt ja das "Dilemma" schon an. Wir könnten jetzt Ewigkeiten und Äonen erstmal drüber diskuttieren

1) ob der Menschheit überhaupt "geholfen" werden müsse, oder ob nicht alles immer schon perfekt ist
2) ob es überhaupt (mehrere) Einzelkämpfer gibt, oder ob das nicht immer der gleiche Einzelkämpfer ist
3) oder ob es überhaupt keine Einzelkämpfer gibt, und auch keinen "einen" Einzelkämpfer
4) oder ob alle schon immer - hingegeben - perfekt im "Konzert des Ganzen" spielen, besser: gespielt werden (vom "Einen"), und wir alle nur FINGER sind am selben Körper
5) und das es richtig und falsch gar nicht gibt, und auch
6) keine Lösung braucht...
7) bzw passt hier auch das Bild der 1000den Köpfe Krishnas recht gut;


und ja... ich weiss... war ne Frage, keine Antwort. Aber du siehst... - da könnten wir jetzt Jahrtausende damit verbringen... und würden keine Antwort finden... ;-)


Andererseits.... gibts schon auch das Konzept der "Schule" und des "Lehrplans" und dann auch verschiede Schulstufen und auch verschiedene Lehrer für jedes Fach. Und dieses Konzept könnte da schon auch übertragen werden, und wurde ja auch. In Klöstern, in Zen, usw. Und auch in diversen Orden früher, und "Einweihungsstufen". Drum: Das wär gar nicht so revolutionär wie es scheint. Im Gegenteil... es könnte sogar "altbacken" wirken. Und vielleicht ist ja "das Neue" gerade das, was wir derzeit erleben. Das Aufbrechen all dieser "Systeme".

Ich hab sogar schon über ne Art "Schule" nachgedacht, via Internet, ginge auch via Forum. Allein: Wo sind die Schüler ???? Und wäre nicht ein jeder Lehrplan zuerstmal rein willkürlich. "try und error". Und nur weils zufällig bei dem einen so-und-so- funktionierte, soll dies nun das sein, was "funktioniert"? Und wenn nicht? Und vor allem: allein hier sehen wir doch so schön, daß wir alle aus ganz ganz verschiedenen Ecken kommen, aus ganz unterschiedlichen Systemen und auch Lehrsystemen. Die wir meist hinter uns gelassen haben. Da seh ich keine Möglichkeit nach "Einigung". Sondern nur die Möglichkeit, die jetzt schon ist, eben "Chaos zuzulassen" und darin dann eine "höhere Ordnung" zu erkennen, im Wissen, daß wir alle vom selben "gespielt" werden. In Hingabe eben. Als "Engel-Mannschaft", wenn man so will. (Engel funktionieren als Wesenheiten durch Hingabe an das Eine. Sie werden gespielt wie Marionetten. Temporär. Ohne Geschichte) (hat jetzt nix mit christlichem oder esoterischem Engel-Glauben zu tun; sondern ganz manifest; ich sehe da uns hier einfach als Art "manifestierte Engel").

So... und weisste, was "der Rebell" ist ?? Das war in der christlichen Mythologie der oberste Engel. Der meinte, daß Hingabe (an Gott) da eigentlich Bullshit ist, und man n System machen sollte, und nen Lehrplan.... - und sich organisieren sollte, und Kraft des Verstandes nun selber direkt, also mit einem "Ich" herrschen sollte. Und nannte das "Freiheit" (für die "Engel"). Ja, dieser oberste Engel und eigentlicher Anführer ist gerade dann dadurch "gefallen". Und witzig: war er ja gerade auch dafür geschaffen. Da wurde ein inhärenter ewiger Widerspruch geschaffen. Was eben das Ego gleichzeitig auch "göttlich" macht, und das ganze zu einem Spiel aus Yin und Yang. (dies nur so am Rande erwähnt, damit wir wissen, wovon wir hier sprechen) (und eigentlich hätte wohl der oberste Engel einfach nur darauf achten sollen, daß Hingabe die oberste Lehre bleibt; also da beissen sich viele Schwänze in den Hund, oder umgekehrt *g*).
Was die Stärke diese Forums z.B. ausmacht, ist ja die Kombination verschiedenster Kernkompetenzen in der Thematik - die mögen beim einen breiter sein, beim anderen höher, aber sie ergänzen sich oft in der Diskussion um eine Frage, bemerkte ich.
Sehe ich auch so. Das ist eben das, was "das Konzert" ausmacht. Und das heisst für mich, daß das, was du da beschreibst, hier eigentlich SCHON GESCHIEHT.
Das klassische Bild in diesem Thema ist halt, da sitzt ein "Guru", und der war die "Kernkompetenz", wie es früher enzyklopädisches Wissen in einer Person vereint gab.
Wie gesagt, das sehe ich nicht unbedingt so. Es waren zwar all die Orden und Klöster und Bünde ziemlich "hierarchisch" organisiert.... - aber dennoch war dieses "Guru-Prinzip" in vielen Traditionen nicht so stark. Sondern halt nur in den (indischen) "Guru-Traditionen".

Jo... mein Senf.

Ansonsten, was du schreibst, ist auf jeden Fall interessantes Thema, und sehe da auch recht schön die Überschneidungen zu deinem aktuellen persönlichen Thema.

Jo und was du da schreibst:
da mir unerwartet, nur mir, das Leben die Frage stellt: "Was ist deine Kernkompetenz?"
Das Leben stellt mir diese Frage auch gerade zu diesem Thema: "Worin bist du kompetent?"
Und darin auch wieder "beschränke dich auf deine Kernkompetenz".
Das find ich super, weil eigentlich ist das die Frage, die wir uns alle stellen "sollten". Find ich gut. Hat sich bei mir auch immer wieder mal gestellt, vor allem, wenn ich mich "verzettele". Zu gucken, was ist es wirklich. Wo kommt bei mir "Talent, Kompetenz und Freude" am optimalsten zusammen. (Nicht alles, wo ich kompetent wäre oder war, interessiert mich heute noch; auch noch so n Aspekt; dadurch ging bei mir meine "Kernkompetenz" die mal "C++" hiess *g* - also Programmieren. Und jetzt bin ich da null kompetent mittlerweile, weil ich bald 10 Jahre weg bin davon und es mich null mehr interessierte. Also allein "Kompetenz" ist es auch nicht. Freude ist ebenfalls wichtig, interesse. Und auch Talent. Also Veranlagung. Was wieder die Bhakti-Seite ist, also die Hingabe-Seite. Und "Kompetenz" ist oft nur temporäre Vergangenheit. Kann auch was angelerntes sein... was man gar nimma so will oder braucht oder wirklich talentiert drin ist). (Und auch meine "Kern-Kompetenz" in Sachen Kundalini schwindet mit jedem Jahr, wo ich mich mit dem Thema nicht mehr ausführlich beschäftige und eigene Erfahrungen länger und länger zurückliegen. Man kann das Frischhalten durch lehren (!), also Lehrer-Sein. Aber auch dann wirds irgendwann nur mehr zu einer Art "Wiederholung" (des Lehrstoffs) und trocken. Drum ist es auch gut, wenn man Schüler zu "Lehrern" macht, damit der Sumpf nicht austrocknet...) (!). (Und gerade dort sind Satsanglehrer oft ganz ganz schlecht! Da scheint mir John Sherman ziemliche Defizite zu haben, sonst hätte er dich schon längst und stolz zu seinem "Meisterschüler" machen müssen sollen und können).

(ich les später weiter)

lg
Ed

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Edgar
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Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Edgar »

Tobias hat geschrieben:Hi Henrik

Eigentlich nicht, ich möchte überhaupt kein "Guru" sein. Das ist irgendwie wohl ein Trugschluß, der dadurch
entsteht, dass ich zum Thema schreibe. Aber läge mir etwas daran, im Satsangrummel mitzumischen, würde
ich das ja schon lange tun.

....
....
....


Ja, es ist meine persönliche RACHE am bestehenden Gemeinwesen.

Wenn ich ein Wort zu sagen hätte, ganz frei und machtvoll, wäre morgen die gesamte
Menschheit erwacht.

Erstaunlich, dass du das so in mir getriggert hast, dass ich mein Motiv so klar spüre.

Ich will die Schlacht um das Globale Erwachen. Die eigentliche Revolution. Und noch viel
anmaßender, und noch viel schlimmer, ich möchte sie gewinnen, und hinterher dastehen
und den Geruch, der Rauch, wenn die alten Stukturen in sich kollabieren - und in diesem
Geruch sterben.

So gesehen bin ich ein Pathologischer Guru. :bgdev:
Das war ein irrsinnig tolles und kraftvolles Posting. (Das ganze; habs nur bissl gekürzt jetzt).

Ja, gut getriggert von Henrik, und schön, daß das mal so kraftvoll und deutlich rauskam (also auch vor allem für dich, um dir da klar zu werden, über das, was du willst, bzw es noch klarer und kraftvoller zu formulieren).

Da läuft symbolisch richtig Gänsehaut, wenn man das liest. Das ist eine Ode an die Göttlichkeit irgendwie. Ein Schwur. Ja, also das war dann dein Bodhisattva-Schwur. Erinnert mich an meinen. Der war recht ähnlich, auch sehr emotional und kraftvoll. Und geschah im Zwiegespräch mit Gott. Ich erklärte ihm, daß er mich "mal kann" mit seiner "Unidentifiziertheit", und dem Gedanken, daß da keiner wäre, der leidet. Und mit seinen Marionetten, die ja "nicht existieren würden". Weil ich das (individuelle) Leid der Menschen einfach wieder direkt gezeigt bekam. Und das entfachte ein riesiges Feuer in mir, also ein Feuer des Mitgefühls. Dies führte zu einem Mittelfinger, den ich "Gott" und der "Buddhaschaft" zeigte und mich wieder mit den Menschen verbrüdern liess. Egal wie man es dreht und wendet: Es ist der Bodhisattva-Schwur. Er gründet sich auf ein Paradox. Entgegen besserem "Wissen" folgt man dem Herz. (Wenn man es findet).

Tobias

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Tobias »

Edgar, ich war weg und möchte mir alles erst in Ruhe durchlesen, bevor ich antworte ich.
Vorab einmal "Danke" für deine Mühe. :angel: :icon_wink_small:

Tobias

Re: Eine Frage an alle

Beitrag von Tobias »

Hi Edgar,
Edgar hat geschrieben: Ey ja..... gut daß du da nochmal dran erinnerst. Ist irgendwie bissl untergegangen.... - ich selbst bekomm z.b. gar nicht seine Newsletter und hab auch null ahnung, was da überhaupt drinnen steht.

Was du an mich zum Thema "Team" schreibst, hast du ganz recht. Und ja, gerade dieses Forum ist da auch ein Beispiel dafür (obwohl kaum was "erarbeitet" wird, aber es wird im Prinzip ein Gesamtgericht gekocht, oder ein Gesamtkunstwerk.... - wo jeder "seines" beiträgt.... - und sich das wie ein Puzzle zusammenfügt; bzw teilweise ja permanent der Raum mitwächst, sozusagen; was natürlich n Vorteil ist. Das Forum als Raum ist immer exakt so groß, wie dessen Inhalt. Naja, ist beim Universum ja nicht wirklich anders...).

Aber viele, gerade in dieser "Branche" lehren halt autark. Und sind da kaum Teamplayer. Also was jetzt die "eigenen Veranstaltungen" betrifft. Weil da ja dann auch so ne Note dabei ist, ein Duft. Wo dann Interessen zusammenkommen (bei den Schülern), und ein "Team" in diesem Fall oft eher verwirrend wäre (und auch das sieht man manchmal recht gut hier im Forum; also für SUCHER ist das angenehmer und schlüssiger, wenn mehr "Linie" drinnen wär, und nicht ein Posting von X, der von "ich bin" spricht, und das nächste Posting von Y, der von "ich gibts nicht" spricht, oder von "ego loswerden", und das übernächste von Z, der "alles voll egal" vertritt. Daneben ein bissl "alles ist heilig", gemischt mit "alles ist gewöhnlich", dazu n Happen "du bist das alles" und eine Portion "du bist nichts davon". Das kann nen Sucher dann schon mal aus den Latschen kippen lassen.... - und vielleicht ist ja auch das der Sinn dieser Veranstaltung *g*)
Ja, das hast du vollkommen Recht. Das ist tatsächlich oftmals zu verwirrend, wenn da viele herum doktern.
Das ist der andere Aspekt am Team, bei dem dann "viele Köche den Brei verderben". Der eine meint noch
etwas Pfeffer gehört rein, der andere noch etwas Senf, der nächste noch etwas Marmelade, und noch einer gibt
Knoblauch dazu. :tobroll: :irre:
Aber die meisten, die sich nicht in einem Forum treffen und sich nicht mit anderen "gleichartigen" austauschen, naja... die mögen das halt nicht so. sonst würdens sie's ja tun. und ist ja auch okay. beides. wie es grad ist. (obwohl ich ansonsten schon eher deiner meinung bin, und es sogar für vorteilhaft sehe, sich perament auszutauschen und erinnern zu lassen, weil man sonst eher verbohrt wird und irgendwann ein Aspekt ziemlich Überhand gewinnt (egal welcher), und dann eine neue Lehre entsteht... was auch okay ist, prinzipiell. Aber ich selbst bin für mich eher froh über die "konzeptuelle Weite", die ich mir da bewahrt habe und weiter bewahren möchte. In den Tantraseminaren verenge und verdichte ich mich dann ohnehin in mein "Lieblingsthema" sozusagen (Kundalini etc), aber dann is auch wieder gut, die weite Luft zu atmen. Es würde mich sonst wohl auf Dauer verengen und dogmatisch machen. Also "Aspekt-Identifiziert". Das heisst, ICH bin da froh drüber, für Suchende ists aber oft schwieriger. Naja... nicht immer. Siehe oben... "aus den Latschen kippen lassen" kann ja auch eine neue revolutionäre Methode werden. (Ala Zen)
Kann ich gut verstehen. Bei Atman Vichara ist es ja (so wie es mir sinnvoll erscheint) so, dass
das Konzept dazu dient, die "richtige Brennweite" für die Schau zu finden, also es geht mehr
um die Frage, worauf richte ich meine Aufmerksamkeit eigentlich. Ist diese "richtige Brennweite"
dann gefunden, zerstört die Schau selbst das Konzept, mit dem ganzen Sumpf der anderen
subtilen Überzeugungen, die den Menschen "einkerkern" - was das Ziel der Übung ist.

Es ist ja schon vergleichbar mit einer "Brennweite", denn das, worauf ich die Aufmerksamkeit richte, ist ja immer
mit allem zusammen, den Gedanken, den Gefühlen, den Sinneseindrücken. Und das "neti, neti" war da für mich
selbst zu ungenau, weil es in meinem Verständnis auch das verwarf, worauf ich dabei eigentlich schauen sollte.
Dieses "das Selbst spüren, aber nicht erkennen". Und das ist natürlich der schwierigste Part bei der Übung
überhaupt, erklären zu können, was dieses "ich bin" oder "ich selbst" sein soll, worauf ich meine Aufmerksamkeit
richte. Da ist dann "neti, neti" in meinen Augen ein etwas arg grobes Werkzeug. Das "ich bin" hat
zwar keine Gestalt, was aber nicht heißt, dass keine Wahrnehmung des "ich bin" existiert. Und "neti, neti"
kippt halt gerne das Kind (ich bin) mit dem Bad aus.

Da ist halt bei mir der Unterschied, dass ich eine Art Konzept brauche, das es dem Leser erlaubt, das "ich bin"
zu identifizieren, unter all den Eindrücken. Aber ein echte Lösung habe ich auch nicht. Und diese Einstellung
der Brennweite der Aufmerksamkeit ist irgendwie recht tricky, zumal noch erschwerend hinzukommt, dass
man das "ich bin" bereits kennt, und daher gerne als "das Gesuchte" verwirft, weil man ja was anderes sucht,
die eigene "wahre Natur", und die kann ja dann nicht schon da sein. Das sind halt alles so Dinge, auf die
ich selbst ursprünglich reingefallen bin.

Nun ist aber eigentlich alles "wahre Natur", und da gibt es eigentlich keine "falsche Natur" in der Wahrnehmung.
Also brauche ich eine Art Konzept, dass das Verständnis für das weckt, was gemeint ist. Sobald
der/die Interessierte das aus der eigenen Wahrnehmung herausgefiltert hat (Aufmerksamkeit) und als
"das Gesuchte" identifiziert hat, ist die Beschreibung (Konzept) der Einstellung der Brennweite überflüssig.

Tobias. :icon_wink_small:

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