Finanzkatastrophe und Diktatur

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Tobias

Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Tobias »

Ich mach hier mal in der Jammerbar einen Thread zur Finanzkrise auf - zum einen
da mich Politik interessiert - zum anderen, da mich das Thema immer intensiver
beschäftigt.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich nur wenige darüber bewusst sind, was
sich da derzeit immer schneller zusammenbraut.

Man kann es mit einem "frohen Auge" sehen, da natürlich der vollständige Zusammenbruch
des Finanzsystems auch große Chancen birgt - nämlich die auf einen umfassenden
Neuanfang.

Andererseits kann es auch sein, dass sich soziales Chaos und eine dicke Rezession
einstellt, also so etwas, was es eigentlich zu unseren Lebzeiten noch gar nicht gab,
und was nur noch die ältesten Mitglieder der Gesellschaft als eigene Erfahrung kennen.

Das führt natürlich dazu, dass die Gefahr im Sinne eines "passiert eh nicht" gerne unterschätzt
wird, andererseits kann es auch zu Überreaktionen kommen.

Alles wird natürlich noch dadurch überlagert, dass die Zahl der Erwerbstätigen die
nächsten Jahre, insbesondere dann ab 2015 rapide abnehmen wird, also die von
der Gesellschaft zu schulternden sozialen Lasten (Rente, etc.) schnell zunehmen
werden ... einem immer höheren Finanzbedarf steht eine schrumpfende Einnahmenseite
gegenüber.

Es wird ja schon wieder eine Erhöhung des Rentenalters diskutiert. Ich komme z.B.
mit 66,7 Jahren in das Eintrittsalter. Und das wird sich wohl noch weiter nach oben
verschieben, so dass der Renteneintritt realistisch gesehen vielleicht gar nicht
mehr eintritt ... da einem das Eintrittsalter davonläuft. :scared: :scared: :irre:

Das heiß, man muss sich damit abfinden, dass man sich noch längere Zeit mit dem
Broterwerb herumschlagen muss und womöglich noch mit 70, sofern man so alt wird,
vor irgendeinem Rechner sitzt und mit der Leselupe irgendwelche Projekte bearbeitet.

Emotional finde ich mich eigentlich derzeit damit ab, dass die Rente ein Ziel wird,
das immer irgendwo am Horizont bleiben wird.

Also, diese Finanzkrise findet auch vor einer für Staatsfinanzen recht ungünstigen
Bevölkerungsentwicklung statt, und um 2030 stabilisiert sich das vielleicht wieder.

Aber die Finanzkrise ist überhaupt auch eine Krise, die unsere Demokratie anzugreifen
scheint, nebst all den anderen Entwicklungen (aktuell der Bundestrojaner, der gegen das
Grundgesetz verstößt), die auch eher ungünstig dazuwirken.

Enden wir in einer Überwachungsdiktatur? Wird selbst das Denken kontrolliert?

Erschreckend sind da ja auch die neusten Entwicklungen in der Gehirnforschung, die
nach und nach so gut geworden ist, und wird, dass sie bereits Gedanken rekonstruieren
kann. Was bedeutet ein Leseangriff auf diese intimste Instanz eigenen Denkens? :scared:

Ich sehe derzeit eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder "Globales Erwachen", wie auch
immer sich das artikulieren wird - und als andere die absolute Diktatur, die alles bisher
gewesene in den Schatten stellt - der perfekte Überwachungsstaat.

Ich habe mir schon überlegt, das bewusste Abschalten des Denkens zu trainieren, denn
was will man machen, wenn man in ein paar Jahren mal, aus welchen Gründen auch
immer, verhört wird, und das Gehirn plaudert im Denken alles aus, es plaudert aus,
was war, was die eigenen Strategien sind, das zu verbergen, was auch immer.

Die Frage ist: brauchen wir eine "innere Firewall", also eine Firewall im Denken, will
man sein Recht auf Privatsphäre verteidigen?

Das mag vielleicht alles noch unvorstellbar klingen, aber ich sehe das ziemlich direkt
in diese Richtung gehen.

Wenn man sich einmal eine Diktatur ausmalt, die das alles nutzen könnte , angefangen von der
Vollüberwachung aller elektronischen Bewegungen im Netz, personalisiert - und dann
noch auf der Ebene des Gehirns, dann kann einem schon das Grauen kommen.

Wohin gehen wir eigentlich als Menschheit? Kann man die Entwicklung beeinflussen - und
dann "wie?"? Kann man persönliche Vorsorge treffen, und dann ebenso "was?" ... "wie?"

In diesem Thread dürfen die übelsten Szenarien, die man sich ausmalen kann, diskutiert
werden, also die düsteren Visionen des: "Was kommt da auf die Menschheit zu?"

Was das "Globale Erwachen" bedeuten würde, das kann man dann ja in der Jubel-Bar
näher beleuchten.

Hier geht es um die die Diktatur, die sich wohl mit der Finanzkatastrophe entwickeln wird,
und für diese neue Form der Diktatur fehlt uns historisch eigentlich jeglicher Vergleich.

Es gab all diese Überwachungsmöglichkeiten nicht - und wie man am Bundestrojaner sieht,
hält sich die Politik auch an kein Grundgesetz und nichts.

Je besser die Überwachungsmöglichkeiten werden, desto wacher muss eigentlich auch
politisch die Bevölkerung werden, sonst wacht man eines Morgens auf, und stellt fest, dass
man in einer Art "Viertem Reich" lebt ... das kann durchaus sogar eine Europäisches oder
USA und Europa umfassendes "Viertes Reich" sein.

Was passiert, wenn wir zum absoluten Sklaven einer neuen Obrigkeit werden?

Waldo
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Re: Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Waldo »

Es gibt, so wie Du unsere möglicherweise kommende Lebensweise beschreibst allerdings keine Seite derer, die nur Täter sind. Der Überwachung und der Angst, auf die Verliererseite zu geraten sind doch ebenso die Wenigen ausgesetzt, die das alles zu steuern meinen. Da hackt doch auch eine Krähe der anderen die Augen aus, sind sie sich doch schon wegen ihrer eigenen Gier, an der sie sich verschlucken werden Spinnefeind.
Klar sehe ich auch die Möglichkeit der Düsternis menschlichen ,,Zusammenlebens", doch vielleicht ist genau dies notwendig, um endlich zur eigenen Verantwortung zu erwachen und aufzustehen. Manchmal denke ich, obwohl es sozial so eng geworden ist, geht es uns in dem Sinne noch zu gut, als das wir uns noch nicht zahlenrelevant erheben. Die ureigenste Sehnsucht meinerseits, die ich in den Herzen der Menschen ebenso vermute wie ich es in mir als Urgrund kenne, scheint jedenfalls noch zu sehr zu schlummern. Oder sie ist von der sozialen Angst umschlungen. Es braucht ganz einfach Mut und Visionen, wo es denn überhaupt hingehen könnte (im Sinne von der ureigensten Sehnsucht). Eine Antwort weiß ich auf das alles auch nicht. Spüre einfach die Sehnsucht, wie sie immer drängender zu werden scheint. Insofern freut/berührt es mich ganz tief innerlich zu lesen, das die Sensucht viele nicht mehr so stille Bekannte findet. Ich bin damit ganz und gar nicht allein. Das ist gut so und macht mir Mut. Auch deshalb lese ich hier gerne mit und habe dies geschrieben. Möge diese alte Sehnsucht zu einem Lauffeuer werden und sich verbreiten als neue treibende Kraft. Vielleicht kann dann meine Tochter (zwei Jahre alt) in nicht so weiter Ferne etwas anderes als dieses bisherige gesellschaftliche Gegeneinander erleben...

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Hanna
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Re: Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Hanna »

:bow:

Ja Tobias die Sytuation ist seher Ernst zu nemen. Was sich da zusammenbraut ist beunruigend.Wir stehen vor einem zusammenbruch im jedem Bereich. Aus der Geschichte wiessen wir das Börsencrash gilt als Auslöser der Weltwirtschaftskrise, dann kracht und zwer gewaltig. Jede Krig hatt so angefangen. Jetzt aber sind noch andere Bereiche die nicht funktionieren. Zb. im Sozialem. Da muss mann sich vertiefen, sind wir Sozial oder idividualiesten die Selbstverwirklichung anstreben, dann kommt die Sotialekompetenz zum spiel, somit sei soziale Kompetenz als der optimale Kompromiss zwischen Selbstverwirklichung und sozialer Verträglichkeit zu sehen. Wie kann ich bedurfnisse von einzelnem mit Gemeinschaft zusammen bringen und noch seher wichtig, am wichtigsten: wie steht die Weltgescheien mit dem Bewustsseinerwachen im bezug? ( sorry mein deutsch-furchbar).


"In Versuchen mit Ratten wurde nachgewiesen, dass Hunger und Durst die Arbeit des Gedächtnisses insofern verändern, dass das jeweilige körperliche Bedürfnis befriedigt wird. Fazit der Untersuchungen: Wer hungrig ist, kann sich an Information zu potenziellen Nahrungsquellen besser erinnern als jemand, der Durst hat, während umgekehrt der Durstige schnelleren Zugang zu abgespeicherten Informationen auf Getränke hat. Offensichtlich kann eine bestimmtes Bedürfnis das Gedächtnis beeinflussen, indem die Motivation zwar das angestrebte Ziel bestimmt, aber das Gedächtnis dafür die passenden Erinnerungen liefert, die früher schon einmal zu einem solchen Ziel geführt haben. Der Hippocampus schließlich ist es dann, der Motivation und Erinnerungen koordiniert und so zielgerichtetes Verhalten in Gang bringt."


Weist du was ich meine?

das geschied weil etwas geschien muss das wir an an UNS errinern können .

was passiert ist nicht erfreulich wir alle haben sensucht nach Welt wo" Milch und Honig fließen", nach stabilität ( auch auf dem Kontoauszug), aber dann werden wir Faul und manche werden wieder nicht genug haben und nach noch meher streben , nach Macht , nach Frau von Nachbar, nach grosserem kik, die kaufen das und jenes und dann Mars und Jupiter da zu.

Waldo
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Re: Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Waldo »

[quote="Hanna"]was passiert ist nicht erfreulich wir alle haben sensucht nach Welt wo" Milch und Honig fließen", nach stabilität ( auch auf dem Kontoauszug), aber dann werden wir Faul und manche werden wieder nicht genug haben und nach noch meher streben , nach Macht , nach Frau von Nachbar, nach grosserem kik, die kaufen das und jenes und dann Mars und Jupiter da zu.Zitatende

Liebe Hanna, kennst Du nur die Sehnsucht nach Stabilität im Sinne von Stagnation? Milch und Honig für alle? Ist eine Weiterentwicklung menschlichen Lebens hin zu mehr Achtung und Respekt nicht eher genau etwas anderes als die Lust nach dem Faulwerden, weil alles so selbstverständlich da sein möge?
Ist es nicht eher eine alltägliche Herausforderung Achtung und Respekt zu leben, das, was in unserem gegenwärtigen System so sehr unnatürlich abtrainiert wird. Wenn Sehnsucht, dann die nach dem herausfordernden ganz alltäglichen Leben ohne Ellenbogen...

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Hanna
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Re: Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Hanna »

Liebe Waldo ( ich neme an du bist eine Frau),

dieses Thema ist soooooo soooo breit, das mann milionen von Jahren diskutieren kann.
Mein Wissenzustand( Kopf) von heute ist fast 00, alles gesammelte von der Wiege bis zum Wissenschaftlichen Erkenntnissen der Quantenphysik habe ich gelassen.
jetzt bin ich gerade bei Auswahl von Themen die ich wieder aufgreifen soll. Ich glaube ich bin noch nicht in dem Punkt wo ich mit diskutieren kann, obwohl in inne ganz kler ist das Verstädnis von dem Digen wie sie wirklich sind. Mir ist mehr Bewust als vieleicht für Hanna lieber wäre. Nun bitte um Verzeihung das ich dir nicht wirklich darauf antworen kann.

Freundliche Grüße
Hanna

Waldo
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Re: Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Waldo »

Och liebe Hanna, ich kenne nur meine starke tiefe innere Sehnsucht nach etwas anderem als diesem kapitalistischen System. Ich würde mich eher als unpolitisch einstufen und meine von all dem, was tatsächlich politisch geschieht kaum eine Ahnung zu haben. Inzwischen hab ich die dritte Währung erlebt, zwei Gesellschaftssysteme kennengelernt. Die ganzen Ereignisse, die gegenwärtig in finanzieller und sozialer Hinsicht ablaufen machen mir schon auch noch Angst. Und Ohnmacht spüre ich mittendrin zu sein. Man ist eben nicht nur Zuschauer. Da kommen schon eine Menge Befindlichkeiten hoch, manchmal auch Wut.
Vom Geschlecht her bin ich übrigens männlich, auf der ,,Suche" nach meiner eigenen Männlichkeit. Aber das ist ein anderes Thema und eine andere Baustelle.

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Hanna
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Re: Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Hanna »

ich nehme deine Weiblicheseite als wundebare Geschenk Danke:knuddel:

Gee

Re: Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Gee »

Tobias hat geschrieben:Man kann es mit einem "frohen Auge" sehen, da natürlich der vollständige Zusammenbruch
des Finanzsystems auch große Chancen birgt - nämlich die auf einen umfassenden
Neuanfang.
:thumbup: Genau. Jedes Ende birgt auch einen Anfang - seh' ich auch so ...
Tobias hat geschrieben:Wenn man sich einmal eine Diktatur ausmalt, die das alles nutzen könnte , angefangen von der
Vollüberwachung aller elektronischen Bewegungen im Netz, personalisiert - und dann
noch auf der Ebene des Gehirns, dann kann einem schon das Grauen kommen.
Jop. Manchmal fällt mir diese Stelle aus der Johannes-Offenbarung ein, wo es heißt:

"Und es macht, daß die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, (Offenbarung 19.20) daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens."

Fängt sicherlich erst damit an, dass es nur noch bargeldlosen Geldtransfer gibt - soll ja auch das Ziel sein - und mancherorts kann schon seit längerer Zeit nichts mehr mit Bargeld erworben werden. Letztendlich könnte es dann so weit kommen, dass der RFID-Chip in die Hand implantiert wird (ist schon im Gespräch). Das ist ja so praktisch, man muss die Leute nur erstmal dazu bringen, dass sie es chic und cool finden und es auch noch selber bezahlen, dann will jeder der Erste sein, der gechipt ist. Bei Tieren wird das ja mittlerweile schon akzeptiert. Es geht schleichend vor sich. Eins nach dem anderen ... Erst im Reisepass, dann im Perso und dann kommen die Krankenkassendaten drauf und dann kann man das Ding auch gleich unter der Haut haben - so hat man's dann immer dabei ... :irre:

Tobias hat geschrieben:In diesem Thread dürfen die übelsten Szenarien, die man sich ausmalen kann, diskutiert
werden, also die düsteren Visionen des: "Was kommt da auf die Menschheit zu?"
s.o.
Tobias hat geschrieben:Was passiert, wenn wir zum absoluten Sklaven einer neuen Obrigkeit werden?
Das, was Orwell schon in seinem Buch "1984" beschrieben hat. Vlt. nehmen wir aber auch Huxleys "Schöne neue Welt" ...


Jammergrüße,
Gee


P.S.: Aber ich denke, soweit wird es nicht kommen; weil dann alles nur noch öde wäre, sogar für die Herrscher. Kein Anreiz mehr. Zum Schluss nur noch zwei Leutchen, die um die absolute Macht kämpfen - Rothschild gegen Rockefeller oder so ... watt schnarchenlangweilig dann ...

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Hanna
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Re: Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Hanna »

George Orwell 1984, eine Vision oder Gottes Plan? Wer hat das Buch geschrieben E. A. Blair oder seine Hand? man kann da rüber lachen, aber im ernst?

Gee

Re: Finanzkatastrophe und Diktatur

Beitrag von Gee »

Die nächste Frage wäre dann: Wer hat die Johannes-Offenbarung geschrieben?

http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_%28Evangelist%29

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