"Schock" im Morgengrauen (open)

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Herz

Re: "Schock" im Morgengrauen (open)

Beitrag von Herz »

Verstehe, Tobi.

Klar gibt es keine Trennung. Dennoch - bei mir ist es so:

Spüre ich dem "wahren" Ich nach, ersterben alle Gedanken und da sind dann Weite, Stille, Unendlichkeit, Grenzenlosigkeit, auch etwas Erhabenes - wie ein Dom ohne Grenzen.... Keine Zeit mehr, keine Gedanken mehr...

Dann tauchen vielleicht wieder Gedanken auf, die all das beschreiben und wieder Konzepte zimmern, die sagen von sich: ich finde, dass.... ich sehe, dass.....

Das sind für mich zweierlei Schuhe.... Das Eine das Alles/Nichts, das Zweite das was IN Allem und Nichts auftaucht und ein Kommen und Gehen hat.

Deshalb, wenn ich sage: ich denke, ich finde, ich meine.... dann meint das nicht das Gleiche, wie wenn ich sage: ICH (das Alles/Nichts).

Ich sag das auch nur, weil diese beiden in der Kommunikation so leicht in einen Topf kommen, wo doch mit "Ich" - in diesem Sinne und bei mir jedenfalls - nicht immer das Gleiche gemeint ist. Das meine ich ganz unabhängig davon, dass es selbstverständlich im absoluten Sinne keine Trennung gibt.

Und wenn das "kleine Ich" zum "absoluten Ich" erhoben wird, gibt man möglicherweise falsche oder zumindest unklare Hinweise...

Tobias

Re: "Schock" im Morgengrauen (open)

Beitrag von Tobias »

Herz hat geschrieben:Verstehe, Tobi.

Klar gibt es keine Trennung. Dennoch - bei mir ist es so:

Spüre ich dem "wahren" Ich nach, ersterben alle Gedanken und da sind dann Weite, Stille, Unendlichkeit, Grenzenlosigkeit, auch etwas Erhabenes - wie ein Dom ohne Grenzen.... Keine Zeit mehr, keine Gedanken mehr...

Dann tauchen vielleicht wieder Gedanken auf, die all das beschreiben und wieder Konzepte zimmern, die sagen von sich: ich finde, dass.... ich sehe, dass.....

Das sind für mich zweierlei Schuhe.... Das Eine das Alles/Nichts, das Zweite das was IN Allem und Nichts auftaucht und ein Kommen und Gehen hat.

Deshalb, wenn ich sage: ich denke, ich finde, ich meine.... dann meint das nicht das Gleiche, wie wenn ich sage: ICH (das Alles/Nichts).

Ich sag das auch nur, weil diese beiden in der Kommunikation so leicht in einen Topf kommen, wo doch mit "Ich" - in diesem Sinne und bei mir jedenfalls - nicht immer das Gleiche gemeint ist. Das meine ich ganz unabhängig davon, dass es selbstverständlich im absoluten Sinne keine Trennung gibt.

Und wenn das "kleine Ich" zum "absoluten Ich" erhoben wird, gibt man möglicherweise falsche oder zumindest unklare Hinweise...


Ja, es ist mir schon klar Gabi, was du meinst :icon_wink_small:

Ich möchte es auch nicht weiter kommentieren und es einfach so stehen lassen. :tobroll: :icon_wink_small:

Lieben Gruss

Tobias

Herz

Re: "Schock" im Morgengrauen (open)

Beitrag von Herz »

Tobias hat geschrieben:Ich möchte es auch nicht weiter kommentieren und es einfach so stehen lassen. :tobroll: :icon_wink_small:

Jo, fühlt sich gut an! :thumbup:

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Sydney
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Re: "Schock" im Morgengrauen (open)

Beitrag von Sydney »

Schoener Thread - Tobias und Gabi...
So viele verschiedene Worte und doch immer nur das Eine dahinter <3

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Mario
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Re: "Schock" im Morgengrauen (open)

Beitrag von Mario »

ahoi allerseits,

inspirierender thread!
an den ich mich gedrängt fühle meine aktuellen konzeptspielereien das strahlende paradox betreffend dran zu hängen.

ich sehe im prinzip zwei welterschaffende unmöglichkeiten klar und deutlich vor meinem blinden geistigen auge erscheinen.
einmal das hierundjetzt, welches ob seiner nullhaftigkeit weder existend noch greifbar ist
und andererseits die ewigliche unendlichkeit, die wegen ihrer yperlichtschnelligkeit auch nicht zu erwischen ist.
diese zwei sind nahezu extrem verwande nichtigkeiten, siamensichen zwillingen gleich.
das eine ist leer auf grund seiner winzigkeit und das andere wegen seiner maximalen verdünnung.
tja, so siehts aus...und erleuchtung ist nix anderes als der schock oder die erlösung in der anschwellenden erkenntnis diese zwei unmöglichkeiten wahrscheinlich zu sein. oder?
also eigentlich ist da nichts, kann da gar nichts sein und trotzdem findet man sich gerade inmitten eines ziemlich turbolenten spieleversums wieder...

und wie waren nochmal genau die regeln dafür?

http://www.youtube.com/watch?v=f8sOVMcSqZo&feature=channel

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nano
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Re: "Schock" im Morgengrauen (open)

Beitrag von nano »

Eydney hat geschrieben:So viele verschiedene Worte und doch immer nur das Eine dahinter
:stumm:
Eigentlich ist ja gar nichts dahinter.
"Die Welt ist alles, was der Fall ist. "
Wittgenstein

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