Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

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mouna
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von mouna »

Edgar hat geschrieben:Hammer:

http://www.zeit.de/2013/27/staatsversch ... as-herndon

Die ganze Sparerei in Europa seit 2011 wegen einem Rechenfehler in Excel...

Echt unglaublicher Wahnsinn.
.... das ist wirklich soooo unglaublich !!!!! :w00t:

Edgar hat geschrieben:Förderung des eigentlichen Potentials, das Menschen in sich haben. Weil da geht viel viel mehr, als man glaubt.
seh ich auch so !!! :thumbup:

Vera

Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von Vera »

Edgar hat geschrieben:Hammer:

http://www.zeit.de/2013/27/staatsversch ... as-herndon

Die ganze Sparerei in Europa seit 2011 wegen einem Rechenfehler in Excel...

Echt unglaublicher Wahnsinn.
*Wow*

Aus Angst gespeister Versuch, "Europa zu retten"...ja, Wahnsinn...Wahnsinn dieser Rechenfehler und aber auch Wahnsinn, dass die Korrektur dieses Fehlers seitens dieses Rogoffs nirgends Anklang fand, ehe nicht dieser Student nochmal "nachrechnete" :irre:


Bleibt zu hoffen, dass die halbtot gesparten Länder sich noch einmal erholen :thumbup:

*Danke* für den Artikel, Ed :thumbup:

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Edgar
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von Edgar »

Vera hat geschrieben:und aber auch Wahnsinn, dass die Korrektur dieses Fehlers seitens dieses Rogoffs nirgends Anklang fand
jo gell... aber wie es im artikel hiess, das hat eben "die akademische szene" niemals verlassen (die originale korrektur, die offenbar schon 2011 erfolgte). das wollt dann keiner mehr wissen. und kann auch sein, daß der wissenschaftler-schnösel da eben auch gar nicht soooo sehr daran interessiert war, dass das groß rauskommt, wo doch schon alle welt über seine dollen (fehlerhaften) "erkenntnisse" redete .... und er eigentlich nur mehr auf den empfang eines nobelpreises warten musste... :irre: (tatsache, wurde sicher schon beraten).
Bleibt zu hoffen, dass die halbtot gesparten Länder sich noch einmal erholen :thumbup:
Sicher. Ich schätz, Griechenland wird sich in spätestens 30, naja, vielleicht 50 Jahren davon erholt haben.... (*Sarkastisch und ironisch* gemeint)

Die werdens wirklich schwer haben und auch jetzt noch steht keiner von den Politikern auf und sagt "wir haben scheisse gebaut" und "okay, wie können wir es gutmachen", im gegenteil, griechenland wird weiterhin gekürzt und beschnitten.

aber ich hab die (auch persönlich motivierte) hoffnung, daß sich das dann für spanien noch ausgeht ...

war ja der iwf kürzlich mit einer delegation in griechenland, um festzustellen, daß der sparkurs möglicherweise ziemlich kontraproduktiv war.... - und empfiehlt mittlerweile, da künftig einzeln und genauer hinzugucken auf die länder (von wegen tradition usw...)

(weil von einem südlichen land eine wirtschaftsleistung zu erwarten wie im norden, obwohls dort 6-8 monate hochsommer hat und man einfach sich nur einen wegschwitzt und der kopf auf "tilt" gestellt ist - was spirituell ja durchaus willkommen ist ... - ist letztlich einfach abartig und völlig fern jeder kulturellen empathie... - das ist einfach weltweit das problem, bei den amis angefangen, aber auch westeuropa, daß da die "leistungsgesellschaft" auf die restliche welt draufprojeziert wird.... - als ginge es da je um "demokratie"... hahaha.... geht nur um "neue märkte", und um sonst: nix!).
*Danke* für den Artikel, Ed :thumbup:
gerne... :-)

bob
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von bob »

Edgar hat geschrieben: jo gell... aber wie es im artikel hiess, das hat eben "die akademische szene" niemals verlassen (die originale korrektur, die offenbar schon 2011 erfolgte). das wollt dann keiner mehr wissen. und kann auch sein, daß der wissenschaftler-schnösel da eben auch gar nicht soooo sehr daran interessiert war, dass das groß rauskommt, wo doch schon alle welt über seine dollen (fehlerhaften) "erkenntnisse" redete .... und er eigentlich nur mehr auf den empfang eines nobelpreises warten musste... :irre: (tatsache, wurde sicher schon beraten).
darüber hinaus sind die staaten auch nicht dran interessiert, dass das ins bewusstsein des volkes kommt.

die krise ist ein tolles druckmittel, angst und so...
Sicher. Ich schätz, Griechenland wird sich in spätestens 30, naja, vielleicht 50 Jahren davon erholt haben.... (*Sarkastisch und ironisch* gemeint)


:icon_biggrin: es hat ja menschenleben gekostet. ich kann mich an einen rentner erinnern, der kein geld mehr bekam oder so und nicht zur last seiner familie leben wollte, weshalb er sich erschossen hat auf dem gelände vor dem parlament.
...
andererseits - weißt was ich glaube?
also ich glaube, du hast recht und griechenland wird weiter mit sparmaßnahmen überhäuft - und IN griechenland wird sich rausstellen, dass die menschen keinen staat brauchen ;)
*Danke* für den Artikel, Ed :thumbup:
gerne... :-)
ja war spitze, spannend bis zum schluss.... und man wusste die ganze zeit, man liest ein ganz großes ereignis :biggthumpup:

Ex-Gee

Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von Ex-Gee »

(Hab' mal eine bißchen über diesen Rogoff gegoogelt und einiges Interessantes dabei herausgefunden. Scheint ein sehr umtriebiges Kerlchen zu sein. ;-)

Im Jahre 2006 war er zu Gast bei der Bilderberg-Konferenz, ist regelmäßiger Teilnehmer der Treffen der Trilateralen Komission und außerdem Mitglied des Rates für auswärtige Beziehungen und schreibt für dessen Publikation Foreign Affairs. Er ist gegenwärtig Professor für Wirtschaft an der Harvard University und diente zuvor als Ökonom beim Internationalen Währungsfonds und beim Vorstand der US-Notenbank Federal Reserve.

Ich hatte mir einfach mal die Frage gestellt: Wem könnte dieser Excel-"Fehler" dienen? Wer könnte davon profitieren?)

---
bob hat geschrieben:"Wir brauchen keinen Staat"
Hi Bob,

https://de.wikipedia.org/wiki/Staat

... der Staat ist eine Herrschaftsorganisation, aufgebaut wie eine Pyramide. Wenige herrschen über alle, mir würde ein Kreis/Kugel-Modell in seiner Umsetzung besser gefallen ... ;-)


Gruß,
Gee

Tobias

Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von Tobias »

Ach, das ging schon vor einiger Zeit mal durch die Presse und wurde dann
verschiedentlich diskutiert.

Das Thema ist halt auch von daher komplex, da es davon abhängt, bei wem sich der
Staat verschuldet. Verschuldet er sich bei den eigenen Bürger, sind auch fast
200 % Staatsschulden nicht so das Problem - siehe Japan.

Verschuldet er sich im Ausland, fangen die Gläubiger halt irgendwann an zu zittern -
siehe Griechenland - und wollen kein Geld mehr rausrücken. Und wenn, nur mit
hohen Risikoaufschlägen.

Staaten zu vergleichen ist halt immer eine Äpfel- und Birnen- und Pflaumengeschichte.

Zu einem funktionierenden Staatswesen gehört halt auch, dass die Bürger Steuern zahlen,
kurz gesagt - wo halt Korruption und Abgabenhinterziehung überhand nimmt, funktioniert
halt auch ein Staatswesen nur schlecht.

:tobroll: :icon_wink_small:

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Edgar
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von Edgar »

Ex-Gee hat geschrieben:Ich hatte mir einfach mal die Frage gestellt: Wem könnte dieser Excel-"Fehler" dienen? Wer könnte davon profitieren?)
Ja, es ist schon sehr merkwürdig, daß gerade jene jahre von neuseeland da fehlten, die die statistik gleich verändert hätten... wo neuseeland extrem verschuldet war und trotzdem n wirtschaftswachstum hatte... (jetzt unabhängig von den fehlenden ländern; aber schon merkwürdig, daß gerade jene excel-zeilen "irrtümlich" nicht berücksichtigt waren, die die ganze aussage der berechnung auf den kopf gestellt hätten...). (und soooo ne intelligenzbolze muss man auch nicht sein, um excel bedienen zu können.... - sich da zu vertun ist einfach extrem unprofessionell; dass das niemand kontrollierte, noch viel unprofessioneller...).

ja, recht komische geschichte und sehr übler beigeschmack.

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Samon
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von Samon »

Au fein, Politik .... und alles landet auf den Servern der NSA oder sonstwo...

Klar könnte man kotzen, wenn man so etwas liest und vielleicht sogar begreift, was man da liest.

Es ist viel zu wahr, um schön zu sein.

Aber neu ist das ja nun wirklich nicht. Das geht doch schon seit Jahrhunderten so und nicht anders. Die Politiker sind nur die (austauschbaren) Marionetten der Banken und Großindustrie, sie schwätzen nur Scheiße und verstehen oft gar nichts von den eigentlichen Zusammenhängen. Sie tun aber alles, damit die Völker/Menschen dieser Welt sich krumm machen und Werte schaffen, die anderen zu märchenhaftem Reichtum verhelfen.
Allein, wie die Fed entstanden ist und wem sie gehört, was sie treibt und auf diesem Planeten anrichtet, spottet jeder Vernunft und meinem Verständnis von Einsicht in die Einmaligkeit unserer Existenz.
Schlimmer geht es nicht.

Ich hab da viele Jahre hin- und dahinter geschaut. Nun nicht mehr. Es ist eben so und schafft sicher auch die Gegenbewegung und das notwendige Bewußtsein.
Ich bin für meinen Teil fertig damit.
Hab aber auch kein Problem mit Tat twam asi... warum auch.

Meine Aufmerksamkeit widme ich schon seit einiger Zeit Dingen, die auch da sind und sich besser anfühlen.

Allem.

Samon
Alles hat 3 Seiten: Eine Helle, eine Dunkle und eine Humorvolle!

Ex-Gee

Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von Ex-Gee »

Edgar hat geschrieben:(und soooo ne intelligenzbolze muss man auch nicht sein, um excel bedienen zu können.... - sich da zu vertun ist einfach extrem unprofessionell; dass das niemand kontrollierte, noch viel unprofessioneller...).
Jau. Vor allem waren die ja auch zu zweit (Carmen Reinhart), - sowas guckt man sich doch noch mal an oder ein Dritter zumindest, bei so einer gewichtigen Konsequenz, die daraus gezogen wurde.

Jetzt findet man bei Google unter der Frage "Wer profitiert von der Griechenlandkrise?" tausende von Treffern: Goldpreis, Hypotheken, deutsche Konjunktur, England, Estland, der US-Dollar etc..

Einzig positiv: die drei Forscher, die das nachzurechnen versucht haben. Sie waren aber wohl nicht die einzigen, die das Ergebnis von Rogoff/Reinhart kritisch sahen. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugmann schreibt sogar in seinem Blog: "Einige von uns haben nie daran geglaubt. [...] Aber ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ein großer Teil der angeblichen Resultate womöglich auf nichts anderem als schlechter Berechnung beruht."

http://krugman.blogs.nytimes.com/2013/0 ... or-batman/

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nano
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von nano »

Kurios, an dem dem Punkt, wo eine Gesellschaft ( im Sinne ihrer Leader) an der Maßlosigkeit des Verschwendens sich berauscht, sich geradezu in einer monströsen Orgie befindet, die sparen in Bezug ökologischer Ressourcen scheinbar nicht kennt - so wenig kennt, dass diese definit bald zur Neige gehen -, ruft zur ökonomischer Sparsamkeit auf ! Diese wird dann natürlich da Vollzogen, wo am wenigsten ist - indem das Soziale abgebaut wird.

Wer in der Hierarchie der Ausplünderung selbst nicht an der Spitze ist, fällt selbst wieder Zurück ins Existenzielle, wird wieder ganz erkennbar als Teil der Natur,
und gilt somit selbst als unbegrenzte Ressource und als endlos ausbeutbar.

So unterliegt diese menschliche Ressource der doppelten Ausbeutung: einmal wird an ihr gespart - (Abbau der Sozialleistungen, Billig-Lohn) - gleichsam wird sie zu immer mehr mehr Leistung angetrieben. So ist die Masse ökonomisch und Machtpolitisch zum Ding degeneriert, ebenso wie Natur an sich.

Dass ein Ding keine Rechte haben kann, ist sein Wesen. Darum ist von diesem Standpunkt auch klar, dass man frei über ein Ding verfügen kann. Darum kann man auch beispielsweise die Daten der Menschen gar nicht missbrauchen - vom standpunkt der Macht gesehen - da ein Ding keine Rechte auf seine Daten hat! Seine Daten sind eine reine Zahlengröße, so wie
der Mensch selbst immer mehr zur seelenlosen Ziffer herunter gerechnet wird.
"Die Welt ist alles, was der Fall ist. "
Wittgenstein

bob
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von bob »

hab ich jetzt erst gefunden
Edgar hat geschrieben:Ich bin für Staat. Und für bedingungsloses Grundeinkommen.
politisch wie gesagt les ich mich ein wenig durch den sozialismus, da gibts so eine schrift auf der homepage der linken, - naja und ich wäre auch für ein bedinungsloses bereitstellen aller grundgüter wie wasser, wohnung, elektrizität, internet, verkehrsmittel und geld.
und irgendwie glaube ich auch, dass wir uns das leisten können, bin aber zu ungebildet das mal durchzurechnen... aber wenn ich mal schaue, wieiviel reiche Leute hier leben...
Ne - ich bin sowieso für ein komplett anderes System.

Aber das geht erst in einigen Jahrhunderten. (das systemfreie System). Da ist der Mensch noch nicht reif dafür.

Er kann sich aber dort hin entwickeln und hingeführt werden. (nicht von Menschen sondern halt vom göttlichen und via hingabe).
ja das systemfreie system wäre dann die fortentwicklung von anarchie.
anarchie ist der ausgangspunkt für freiheit.
und dass die menschen nicht bereit wären, deiner einschätzung nach, ist für mich kein grund jetzt die ersten schritte zu machen ;-)

aber vorher: Grundeinkommen, soziale Gerechtigkeit, Förderung des eigentlichen Potentials, das Menschen in sich haben. Weil da geht viel viel mehr, als man glaubt.

Was derzeit sich als Mensch zeigt, ist ein dahinsiechendes sich selbst unterdrückendes Larvenstadium.
ok, jetzt muss ich mal nachfragen:

wie erlebst du DICH?
Zuletzt geändert von bob am Fr 12. Jul 2013, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.

bob
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von bob »

Ex-Gee hat geschrieben:
bob hat geschrieben:"Wir brauchen keinen Staat"
Hi Bob,

https://de.wikipedia.org/wiki/Staat

... der Staat ist eine Herrschaftsorganisation, aufgebaut wie eine Pyramide. Wenige herrschen über alle, mir würde ein Kreis/Kugel-Modell in seiner Umsetzung besser gefallen ... ;-)


Gruß,
Gee
hi Gee,

nunja, und dieses Kreis,Kugel Modell ist das wohl zugrundeliegende, wenn sich da kein Staat drüber aufbläht

und DAS, mein Freund, ist Anarchie


naja, es heißt halt, so hat es die geschichte uns gelehrt, dass nur aus der anarchie freiheit wächst.
und ein freund von mir meint, ein system müsse sich alle 60-70 jahre mal resetten, damit es wieder funktioniert.


lieben Gruß
Zuletzt geändert von bob am Fr 12. Jul 2013, 12:47, insgesamt 1-mal geändert.

bob
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von bob »

nano hat geschrieben:Kurios, an dem dem Punkt, wo eine Gesellschaft ( im Sinne ihrer Leader) an der Maßlosigkeit des Verschwendens sich berauscht, sich geradezu in einer monströsen Orgie befindet, die sparen in Bezug ökologischer Ressourcen scheinbar nicht kennt - so wenig kennt, dass diese definit bald zur Neige gehen -, ruft zur ökonomischer Sparsamkeit auf ! Diese wird dann natürlich da Vollzogen, wo am wenigsten ist - indem das Soziale abgebaut wird.

Wer in der Hierarchie der Ausplünderung selbst nicht an der Spitze ist, fällt selbst wieder Zurück ins Existenzielle, wird wieder ganz erkennbar als Teil der Natur,
und gilt somit selbst als unbegrenzte Ressource und als endlos ausbeutbar.

So unterliegt diese menschliche Ressource der doppelten Ausbeutung: einmal wird an ihr gespart - (Abbau der Sozialleistungen, Billig-Lohn) - gleichsam wird sie zu immer mehr mehr Leistung angetrieben. So ist die Masse ökonomisch und Machtpolitisch zum Ding degeneriert, ebenso wie Natur an sich.

Dass ein Ding keine Rechte haben kann, ist sein Wesen. Darum ist von diesem Standpunkt auch klar, dass man frei über ein Ding verfügen kann. Darum kann man auch beispielsweise die Daten der Menschen gar nicht missbrauchen - vom standpunkt der Macht gesehen - da ein Ding keine Rechte auf seine Daten hat! Seine Daten sind eine reine Zahlengröße, so wie
der Mensch selbst immer mehr zur seelenlosen Ziffer herunter gerechnet wird.
:thumbdown:

ich meien - echt? ganz schlechte entwicklung....

Ex-Gee

Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von Ex-Gee »

bob hat geschrieben:naja, es heißt halt, so hat es die geschichte uns gelehrt, dass nur aus der anarchie freiheit wächst.
und ein freund von mir meint, ein system müsse sich alle 60-70 jahre mal resetten, damit es wieder funktioniert.

Ja, dann muss mal wieder ein Krieg "installiert" werden, um die Wirtschaft "hochzufahren" ... meint er das, mit "alle 60-70 Jahre resetten"?

Denn wenn's um das System an sich geht, wären wir da längst überfällig ... ;-)


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Edgar
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Re: Wir zählen das Jahr 10 (?) des Euro

Beitrag von Edgar »

bob hat geschrieben:anarchie
Kommt wohl drauf an was man drunter versteht und wie man das definiert...
anarchie ist der ausgangspunkt für freiheit
weil wenn die "freiheit" dann nur daraus besteht, daß einfach der stärkere dem schwächeren jederzeit und ungestraft eins überbraten kann, also wo man sich wenn man mal geld braucht auf der straße ne alte oma sucht, die sich nicht wehren kann wenn man ihr die handtasche wegnimmt... und wenn man das dann als "freiheit" sieht, weil man für sowas nicht bestraft wird... dann halt ich diesen "fortschritt" eher für den untergang aller kultur und nicht unbedingt für etwas besonders evolutionäres oder gar revolutionäres. da stell ich mir eher vor, daß wir da bald wieder in höhlen und bäumen landen. das ist einfach zu klein gedacht... zu persönlich... zu egoistisch. zu wenig gesamtheitlich. und vor allem: zu wenig sozial.

ein "systemloses system", und auch eine anarchie, würde erst dann "funktionieren", wenn dieser soziale gedanke und auch das bewusstsein von einheit und gleichheit und einzigartigkeit (aller teile) gleichsam in jedem teilnehmer verankert wären. als absolute innere erkenntnis, und nicht einfach nur als "glaube" oder von außen aufgedrückte "regel". daran ist ja auch der sozialismus und kommunismus gescheitert (weil es ein "ausgedachtes von oben verordnetes idealistisches philosophisches system" war, fern von frei-willigkeit und menschennähe. menschennähe beginnt immer: beim menschen. dort wo er *hier und jetzt* steht. hat also auch das "pöze ego" zu berücksichtigen, zumindest solange es eben (noch) da ist.) (mein vater war übrigens überzeugter marxist und auch politisch aktiv; das hat also schon mein körperlicher vorgänger abgehackt...).

ein "herrschaftsfreies system" (aka anarchie) ist dadurch sofort im selben moment wo es entsteht ad absurdum geführt, da sich sofort die stärkeren zur herrschaft aufschwingen (egal wer das dann auch grad ist). es würde grad mal paar tage oder wochen überleben. JEDE wirkliche revolution hat letztlich mit einer kurzen phase der anarchie begonnen.... - und endete dann oft in der diktatur der sieger (z.b. eines bürgerkriegs).

„ANARCHIE existiert, wenn es keinen Senat, kein Recht und kein Gesetz gibt. Sie ist von größerem Übel als die Tyrannei.“ (Lexicon Philosophicum Terminorum Philosophis Usitatorum) (siehe Wikipedia)

D.h. nicht, daß ich nix davon halte, sondern einfach nur, daß es unrealistisch ist, weil es mit der momentanen Menschenform nicht funktionieren würde - es würden sich sofort welche zur "Herrschaft" aufschwingen, und seien es nur Plünderer aller Läden und herumziehende raubende Banden. Das ist letztlich Steinzeitromantik, "Conan der Barbar". Und dadurch wäre es eben auch keine Anarchie mehr. Einfach, weil die Liebe fehlt. (Jene der Menschen zueinander; das wäre in einer Anarchie absolute Grundbedingung, vorher kann man gar nicht anfangen; und dabei ist *jeder* Mensch gemeint. Jede Ausnahme wäre das schwächste Glied einer Kette, die die ganze Kette zum Zusammenbruch bringt).
jetzt muss ich mal nachfragen:

wie erlebst du DICH?
Ich erlebe mich gerade als über Politik diskutierend und hab auch keine große Lust das Thema zu wechseln.

(Mache mir über sowas auch keine Gedanken, die Frage macht für mich keinen Sinn... - halte ich aber inne und gucke dennoch nach, sind erste Antworten: Wie?: "atmend". Wie?: "denkend". Wie?: "fühlend". Wie?: "beobachtend". Wie?: "fragend". Bleibt also: Mu. ... :irre: -
und eigentlich wirft mich so eine Frage in eine antwortlose Stille... keine Antwort zu haben und bei der Frage zu verweilen. Statt einer Antwort zeigt sich also "das erleben per-se". das reine ich-bin.
die Antwort ist also: Wenn ich nachgucke, erlebe ich mich "seiend" ;-) - wenn du darüber diskuttieren möchtest, solltest du aber nen eigenen thread eröffnen... - wir haltens hier sehr mit Thementreue... ;-) )

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