Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Fragen zu Erfahrungen, Philosophie, Verständnis und Erkenntnis. Ein (Be-)Reich des Austausches.
nuri

Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von nuri »

Hallo, guten Sonntagmorgen :001_smile:

Ich bin grad an der aktuellen Satsang*-Abschrift und da kommt die Frage an Edgar (19:52 – 36:05 Min.)
Gibt es für dich Gut und Böse? Und wie äußert sich das an dir?
Und ich merke, dass das grad eine gute Frage auch an mich (und somit jeden :biggrin: :icon_cheesygrin: ) ist.

Drum stell ich sie mal hier rein. Vor allem der zweite Teil find ich interessant.

Vielleicht mag ja jemand antworten?

Nuri




* 29.März 2012
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Tobias

Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von Tobias »

Im Grunde gibt es für mich kein "gut" und "böse" mehr- es gibt natürlich soziale Präferenzen
und auch "ethisches Handeln".

Aber im Grunde sind "gut" und "böse" subjektive Bewertungen, und verabsolutiert man sie,
ist es ein Form des Egoismus: "die Welt hat so zu sein, wie ich es will." bzw. ist es ein
sozialer Egoismus: "Die Welt hat so zu sein, wie wir es wollen."

Und was nicht so ist, wie wir es wollen, ist böse, wird verfolgt, geschlagen, vernichtet, und
alles, was wir wollen, ist gut, und richtig, und wahr.

Ich bin in meiner Antwort etwas einseitig, nuri - ich halte eigentlich sehr viel von
der ethik, doch sie ist ein menschlicher Egoismus- und es ist auch der nicht "gut" oder
"böse", sondern eben menschlich, dass der Mensch angenehm leben will.

Nur, subjektive Bewertungen verlassen halt das Subjekt nicht, lassen sich nicht
objektivieren, was heißt "verabsolutieren" - und vieles, was einst für "gut" galt, gilt
heute als "Schlecht" - und Dinge die einst als "schlecht, böse" galten, gelten heute als
"gut".

Auf subjektiver Ebene habe ich also eine Art "gut" und "böse", also eine eigene Ethik,
aber verabsolutieren kann ich sie nicht, will ich sie auch nicht - sie ist meine Ethik.

Aber absolut gesehen gibt es kein "gut" und "böse" ... es bleibt ein Bewertung durch
eine subjektive Instanz, worauf sie natürlich das Recht hat.

Schlägt der Blitz in mein Haus, ist das natürlich subjektiv sehr ärgerlich und das
Gewitter böse - aber ... der Ärger hilft wohl um wieder emotional ins Gleichgewicht zu
kommen, aber ... ich denke manchmal, ich bin für solche Themen nicht geschaffen.

Denn einerseits habe ich ein klare "Moral", "Ethik", andererseits manch ich daraus kein
"gut" und "böse" mehr, verabsolutiere meine eigenen Vorstellung in Hinsicht auf Ethik nicht
in "gut" und "böse".

I

Henrik

Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von Henrik »

So sehe ich da auch. ;-)

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Wheneva
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von Wheneva »

Also für mich ergibt sich "gut" und "böse" aus der Bedürfnisklärung*
Wenn eines meiner Bedürfnisse aus iregendwelchen Gründen nicht zur Erfüllung gelangt oder ich jemand anderes in seinen Bedürfnissen beschneide, könnte ich dieses als "böse" interpretieren*
Bei mir äußert es sich häufig in der Erziehung meines Sohnes*
Ich möchte grundsätzlich verstanden wissen, dass beide Formen weder "richtig" noch "falsch" sind, welches ja eigentlich ähmnliche Themen sind*
Wenn ich das Bedürfnis habe, dass meinn Sohn auf mich hört, weil es nach meinem erzieherischen "Konzept" ( ;-) ) wichtig/"richtig" ist oder, dass mein Kind in dieser Situation das tut, was ich sage, werde ich manchmal rücksichtslos auf seine Bedürfnisse/also "böse".
Ich frage nicht mehr, was ihn davon abhält, jetzt auf mich zu hören sondern bestehe auf meine Position des Erziehers und reagiere im schlimmsten Fall mit einer völlig konzeptlosen Strafe (z.B.Süßigkeitenverbot).....erziehen ist notwendig....oft kommt der Vorwurf seitens des Kindes:"Mama, das ist ungerecht(böse?*)"
"Gut" würde ich so interpretieren, wenn es mir gelingt, zu hören, was (welches Bedürfnis) hinter dem "nicht gehorchen" steht und dann gemeinsam zu einer Erfüllung zu kommen*
Passiert beides... mal so mal so* Mal auch erst im Nachhinein bei der Tagesreflektion oder auch erst Tage später*
Werten möchte ich das nicht* Ich fühle mcih nicht schleckt wenn ich "böse" war...(manchmal schon, aber dann kommt die Ethik/Moral wieder ins Spiel.)
Aber grundsätzlich finde ich es wichtig, dass wir unsere Bedürfnisse wahrnehmen, die der anderen versuchen zu hören und dann gemeinsam zu sehen, wie erfüllen wir das*
Das empfinde ich dann als gut*
Als "böse" würde ich empfinden, wenn es jemand ablehnt, die Bedürfnisse des Gegenübers wahrzunehmen oder anfängt sie zu werten* .....den Spiegel abzulehnen und dem Gegenüber zu signalisieren, "Du bist nicht ok".
hmmm. eine sehr einfache Interpretation, aber die Frage gefällt auch mir*

"Von guten Mächten still und treu umgeben*behütet und getröstet wunderbar*

An meinen Sohn muss ich auch immer sofort denken, wenn es um diese beiden kleinen Wörtchen geht, da es für ihn auch eine elementare Frage ist, die immer wieder kommt*: Mama, ich will auch mal der Böse sein: auf der dunklen Seite der Macht* ist das dann schlecht von mir, magst du mich auch wenn ich böse bin?*
Auch da kommen wir immer wieder an den Punkt zurück, wenn Du es jetzt brauchst, mal der Böse zu sein, dann sei, und das ist dann gut so*
Die können sollen, müssen wollen dürfen.

nuri

Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von nuri »

Passt grad hier rein, was ich lese und eben, will mir eben schon unbedingt auch noch EIGENE Gedanken dazu machen!
Ich lese grad "Verflixte Erleuchtung" von Jed McKenna, S. 240/241 :
Jed McKenna hat geschrieben:Krishna betrügt, er lügt, mordet und erweist sich an verschiedenen Stellen dieses grandiosen Epos als feiger Kerl, und genau dies vermag einer, der mit der Einstellung Gott-ist-ein-feiner-Kerl daherkommt, nur schwerlich zu verarbeiten. Krishna jedoch ist nicht der Gott der Liebe und des Lichtes; er repräsentiert die Gesamtheit, alles, also müssen bei ihm auch sämtliche Eigenschaften vorzufinden sein, die es nun mal gibt.

Ein Gott der Liebe und der Güte, das wäre nur ein einziger Aspekt jenes Gottes, den wir als das Absolute bezeichnen. Krishna ist die Personifikation des Absoluten, und wer aufgrund seiner überspannten Sensibilität den Kinderschänder, den wahnsinnigen Massenmörder oder jemanden, der Hundebabys mit Füssen tritt, nicht in ihm unterzubringen vermag, der hat ihn missverstanden, macht ihn zu etwas Endlichem, und in diesem Fall müssten wir uns für das Unendliche eben einen neuen Namen ausdenken.

(Bezug auf Peter Brooks Frage in seinem Film „Mahabharata“ :)

„Wer will hier Richter sein?“

Nicht etwa ein Gottesbild ist es, das mit dieser Fragestellung zunichte gemacht wird, sondern der Platz, den wir selbst im Universum einnehmen – unsere eigene Beziehung zum Absoluten. Dies ist ein wichtiger Schritt, um zu begreifen, dass alles eins ist, oder genauer gesagt, ein wichtiger Schritt, der uns von der Überzeugung wegbringt, dem wäre nicht so.
Dann geht’s weiter:
Jed McKenna hat geschrieben:Dem Schüler, der die ursprüngliche Frage gestellt hat (über Gut und Böse, Gott und Hitler o.Ä.), würde ich klar machen, dass kein Grund zur Eile besteht, dass er sich ruhig Zeit lassen soll, um die eigenen Gedanken zur Entfaltung zu bringen. Und ihm vielleicht vorschlagen, dass er, um sein Verständnis weiter auszubauen, für mich einen kleinen Aufsatz schreiben und darin versuchen soll, seine Frage selbst zu beantworten, wobei ich ihn zu allergrösster Sorgfalt ermahnen und ihm vorschlagen würde, den Text stets aufs Neue zu überarbeiten und seine Gedanken erst dann an mich abzuschicken, wenn der Text genau seinen Vorstellungen entspricht.

Natürlich bekomme ich einen solchen Text nie zu Gesicht, denn auf dem höchsten Niveau peinlichster Überprüfung bleibt von der ursprünglichen Frage nichts übrig.
Und das führt vielleicht direkt vom Thema weg ein bisschen, aber gehört halt doch auch dazu. Find ich noch krass, gleich anschliessend im Buch, vor allem seine Interpretation von Wilds Worten:
Jed McKenna hat geschrieben:Oscar Wild schrieb einmal:
Alles Denken ist unmoralisch. Das eigentliche Wesen des Denkens ist die Zerstörung. Wenn du an etwas denkst, zerstörst du es. Nichts von dem, an das du denkst, kann überleben.
Was er damit gemeint haben könnte, ist, dass das Falsche nur im Schatten existieren kann. Strahlt man es mit dem Intellekt an, „zerstört“ man das Nicht-Wahre, indem man zuallererst einmal enthüllt, dass da nie etwas gewesen ist. So wie das Licht den Schatten verjagt, so verjagen prüfende Blicke die Illusion.
Ich weiss ja nicht, ob ich das „richtig“ sehe, aber diese „Interpretation“ hebt das, so wie ich Oscar Wilds Worte zu verstehen meinte, grad wiederum auf. Erinnert mich an Atma Vicara.

* * * * *
:001_rolleyes: Oh je. Jetzt hab ich vor lauter Abschreibereien vergessen, was ICH eigentlich sagen wollte. :icon_cheesygrin: :eusa_whistle: Aber ich kann mir ja Zeit lassen. :biggrin:

nuri

Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von nuri »

Am meisten beschäftigt mich halt dieser "Unterschied" zwischen "Relativer und Absoluter Ebene" (so nennts jeweils Edgar in den Satsangs) oder Jed McKenna nennts "endlich und unendlich".

Wenn ich z.B. jemanden einen "schlechten Charakter" beschimpfe, der offensichtlich lügt und betrügt und krumme Sachen dreht, ich gleichzeitig aber auch "das Göttliche" vermeine zu "erkennen" (nicht wirklich gleichzeitig! Ich kann das nicht gleichzeitig!), also wo sich diese "Schleier" aufheben (zumindest hab ichs schon so empfunden), dann finde ichs krass schwierig, damit umzugehen!

Wie richtig abgrenzen, wenn gleichzeitig auch dieses "Entgrenzende" wahrnehmbar ist?

Wenn ich mich klar abgrenze (das und das will ich, ist nämlich "gut" und ich will für mich doch nur das "Gute"!), das und das verurteile ich, davon distanziere ich mich (somit ist der andere doch "der Böse"! Ich grenze mich ganz klar ab!), dann geht dabei doch automatisch "die andere Seite" verloren! Also das "hinter den Schleiern"! Das, wo sich "Gut und Böse" aufheben, wo sie gar nicht wirklich existieren! Wo beides überhaupt keine Macht hat! Jenseits des Momentes irgendwie. :irre:

Threadfrage:
Wie äussert sich Gut und Böse an dir?
Ich bin die Gute. :irre:

Und weil ich weiss, dass das so sehr einseitig gedacht ist, komm ich da einfach nicht richtig weiter. Und "das Böse" ist dann wie "ausgelagert". :irre:

Dies grad mein aktueller Stand.

Vera

Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von Vera »

nuri hat geschrieben:
Wie richtig abgrenzen, wenn gleichzeitig auch dieses "Entgrenzende" wahrnehmbar ist?

Wenn ich mich klar abgrenze (das und das will ich, ist nämlich "gut" und ich will für mich doch nur das "Gute"!), das und das verurteile ich, davon distanziere ich mich (somit ist der andere doch "der Böse"! Ich grenze mich ganz klar ab!), dann geht dabei doch automatisch "die andere Seite" verloren! Also das "hinter den Schleiern"! Das, wo sich "Gut und Böse" aufheben, wo sie gar nicht wirklich existieren! Wo beides überhaupt keine Macht hat! Jenseits des Momentes irgendwie. :irre:
Für mich ists kein Widerspruch....wenn ich mich auf relativer Ebene abgrenze ( grad aktuell bei der Sache mit dem Dachdecker *g*), ist das absolut gesehen alles auch göttlich und okay, wie es ist
Vera kann nur so, wie sie kann und der Dachdecker auch....jeder hat ne "Rolle" im Spiel und spielt sie, wies *...* gefällt

Wenn Nuri sich im Relativen abgrenzt, so wie du schreibst, "Gut gegen Böse", dann hats im Relativen für Nuri ( und den anderen) Konsequenzen 8welcher Art auch immer), aber absolut gesehen ist alles immer okay. Mit allem.
<3

Erlebe auch Situationen, wo eben das "Entgrenzende", wie dus beschreibst im Vordergrund ist und da is halt nur ein "beobachten" dessen, was und wie es geschieht....kein aktives Abgrenzen

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OMG
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von OMG »

Hallo,
Nuri hat geschrieben:Ich bin die Gute.
:biggrin: :biggrin:

dachte gerade so:"Ich bin die Güte".

Dieses Gut - Böse ist schon sehr stark verwurzelt.
Ich konnte mir nie vorstellen,was jenseits dieser Paare liegt oder ist.
Mitlerweile würde ich an ehesten sagen Güte,oder halt einfach Sein.
Das ist aber nicht neutral,wie ich immer befürchtet habe,
sonder hat ganz im Gegenteil einen sehr freundlichen,liebevollen Ton.
(der vermutlich auch ohne rosa Brille :eusa_whistle: zu vernehmen ist)
Und dieses Sein kommt vollkommmen ohne moralischen Fingerzeig oder irgendeine Begrenzung aus.
Und trotzdem passiert wirklich nix Schlimmes oder sogenanntes Böses.
Kein Amoklauf und auch keine ungezügelte Orgie.
:angel:


liebe Grüße

nuri

Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von nuri »

Tobias hat geschrieben:Denn einerseits habe ich ein klare "Moral", "Ethik", andererseits manch ich daraus kein
"gut" und "böse" mehr, verabsolutiere meine eigenen Vorstellung in Hinsicht auf Ethik nicht
in "gut" und "böse".
Okay, sorry, ich konnte deine Worte erst jetzt genau lesen, wollte mir erst selbst eigene Gedanken machen.

Ethik und "Gut und Böse absolutieren im Alltag" sind 2 verschiedene Paar Schuhe.
Das könnte vielleicht eine (zumindest mal Teil-) Antwort sein für mich.

Danke dir :bow: <3

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nano
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von nano »

Gut und Böse - Gedanken. Der Teufel ist das Ego Gottes. :bgdev:
"Die Welt ist alles, was der Fall ist. "
Wittgenstein

Igor07

Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von Igor07 »

nano hat geschrieben:Gut und Böse - Gedanken. Der Teufel ist das Ego Gottes. :bgdev:
Nano, eine Frage. Hat der Gott das eigene Ego? Hat dann der Gott den eigenen Schatten?
Und würde er dann sowieso Gott? Denn der Gott ist die Einheit, wo alle Grenzen und Widersprüche aufgehoben sind. Oder :question:
LG.
Igor.

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nano
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von nano »

Igor07 hat geschrieben:
nano hat geschrieben:Gut und Böse - Gedanken. Der Teufel ist das Ego Gottes. :bgdev:
Nano, eine Frage. Hat der Gott das eigene Ego? Hat dann der Gott den eigenen Schatten?
Und würde er dann sowieso Gott? Denn der Gott ist die Einheit, wo alle Grenzen und Widersprüche aufgehoben sind. Oder :question:
LG.
Igor.

Viele, die eine Religion vertreten oder "spirituelle" Bücher schreiben, die sagen das oft so.
Es ist nicht direkt falsch, nur die andere Seite ist auch immer wahr.

Gott kann in sich auch die Vielheit halten. Und er egot ( spielt Ego) in den Menschen.
Darin liegt eigentlich die wunderbare Schönheit (Luzifer war einst der schönste unter den Engeln) , dass Gott sich selbst vergisst und sich (scheinbar) vereinzeln kann. Er ist aber auch immer noch GOTT und unberührt von der Illusion.

Es ist nicht mit Gedanken zu erfassen, aber daraus erwächst dann Sehnsucht, Liebe zeigt sich in Nuancen und Dualismus wird sichtbar, ohne das kann auch Einheit überhaupt nicht gesehen werden.

Und die EINHEIT hinter der Einheit hat für alles Platz und ist Leer.

Man kann das alles auch als Liebe verstehen, die sich selbst sucht und dabei bis in die tiefste Finsternis hin abtaucht. Selbst wo Gott Ego spielt, ist sein Geschmack oft so lieblich, so unschuldig in der Schuld, dass es mich anrührt.

Und es ist immer Liebe, welches Kleid sie auch trägt, ob Seide oder Lumpen.

Lass den Satz aber schnell wieder los, die Wahrheit ist nämlich nicht in den Worten.

Gruss nano :angel:
.
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Samon
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von Samon »

Ich kann Tobias nur zustimmen.

Gut und/oder Böse ist rein subjektiv determiniert.
Klar fühlt sich das eine oder andere "angenehmer" an. ABER auch das "unangenehme" hat seine Berechtigung, sonst wäre es nicht da.
Ist halt nur eine Aufgabe, die mal eben so nebenbei zu integrieren ist.

Samon
Alles hat 3 Seiten: Eine Helle, eine Dunkle und eine Humorvolle!

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OMG
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von OMG »

Hallo,
Nano hat geschrieben:Man kann das alles auch als Liebe verstehen, die sich selbst sucht und dabei bis in die tiefste Finsternis hin abtaucht. Selbst wo Gott Ego spielt, ist sein Geschmack oft so lieblich, so unschuldig in der Schuld, dass es mich anrührt.

Und es ist immer Liebe, welches Kleid sie auch trägt, ob Seide oder Lumpen.
Schön geschrieben,
danke....
:angel: :smilingplanet:

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nano
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitrag von nano »

Danke fürs Danke OMG.
Nehm das Danke mal Stellvertretend an, denn ich weiß auch nicht immer woher die Worte kommen. ;-)
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