Wunschvorstellung bzgl. Tod

Fragen zu Erfahrungen, Philosophie, Verständnis und Erkenntnis. Ein (Be-)Reich des Austausches.
Gee

Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Gee »

Hi there! :icon_smile_small:

Blöder Threadtitel, ich weiß, aber mir fiel nix Besseres ein ...

Ich würde euch gern mal was fragen: Habt ihr eine Vorstellung, wie ihr gern sterben würdet? Ich meine sowas wie: im Schlaf, in den Armen des/der Geliebten, allein, im Auto oder meinswegen auch beim Essen der letzten Currywurst ... oder so. :icon_wink_small:

Das ist so 'ne Frage, die mich schon länger beschäftigt; weil ich einige Menschen kenne, die genauso gestorben sind, wie sie sich's immer gewünscht haben.

Als ich klein war hatte ich eine Freundin, die war so alt wie meine Oma. Ich nannte sie Tante Rosel und manchmal habe ich bei ihr übernachtet und hab' sie da gefragt, wie sie sich das denn vorstellt und sie sagte: "Ich möchte einfach mal tot umfallen." Vor 5 Jahren ist sie gestorben. Sie war auf einem Kaffeeklatsch, hat Kuchen gegessen und noch rumgescherzt (war ein ziemlich verrücktes Huhn), dann ist sie zur Toilette gegangen und als sie wieder aus der Tür rausgekommen ist, waren da drei Stufen zum Flur. Sie ist dort runtergefallen und war sofort tot. Man rätselte noch, ob sie durch den Sturz starb oder gestürzt ist, weil sie starb ...

Oder die Mutter einer sehr guten Freundin. Ist vor 2 Jahren gestorben und hat immer gesagt, sie möchte mal in ihrer Küche sterben. Meine Freundin hat sie dann tot in der Küche gefunden.

Ich denke, durch solch ein Wünschen gestaltet man selber mit (Geist formt Materie), wie es dann passiert. Wie seht ihr das? Habt ihr Vorstellungen? Oder ist es egal?


LG,
Gee

Tysia

Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Tysia »

Grüß Dich Gee and all:

Dass man sich die Art wie man stirbt aussuchen oder wünschen oder sogar beeinflussen kann glaube ich schon. Allein der Glaube kann ja bekanntlich schon ganze Berge versetzen. So kann ich mir vorstellen, daß der tiefe Wunsch so oder so zu sterben auch in Erfüllung gehen kann. Als Hexlein kann ich sowieso nicht anders denken. :icon_biggrin:

ich machte mir auch schon öfter mal Gedanken darum ob man es wissen soll, daß man bald stirbt oder lieber nicht. So wie in Deinem Beispiel - einfach umfallen und tot zu sein. Aber einschlafen und nicht mehr aufwachen ist wohl so ähnlich.
Wie ist es wenn man weiss, dass man nicht mehr aufwacht, wenn man spürt, dass der Tod ganz nahe ist?
Ich glaube das hat was mit dem eigenen Leben zu tun. Ist man zufrieden? Hat man alles erreicht? Hat man evtl. schon seit Jahren Schmerzen und will die nur noch los werden?

Alte Leute gehen oftmals dem Tod ganz gelassen oder sogar freudig entgegen. Wenn sie alles erreicht haben und mit sich und der Welt zufrieden sind, gehen sie ganz gerne. Jedenfalls waren das meine Erfahrungen. Das Alter spielt also eine Rolle in meinen Augen. Ich mit meinen 45 Jahren bin noch gar nicht bereit mich auf den Weg zu machen. Ich habe schon eine Menge erreicht und erlebt. Aber es kommen sicher noch ganz tolle Jahre. In 30 Jahren sieht das sicher anders aus. Ich glaube ich bin ein Mensch der nicht einfach umfallen will. Ich möchte in Frieden und mit dem Bewusstsein einschlafen, daß es die letzte Nacht in Schlaf sein wird oder könnte.

Alles Liebe Tysia

Igor07

Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Igor07 »

Nee, mir ist nicht egal... Ich habe so viel Mal beobachtet, wie die Leute sterben... So blöde... Ich habe im Russland bei dem Rettungsdienst gearbeitet. Die Leute streben echt "unvorbereitet", wie im Schlaf. Sie haben im Schlaf gelebt, dann sie starben wie im Traum.
Ich persönlich wollte im innerem Frieden dort ent-schwinden. In der totalen inneren Ruhe. Absolut im klarem und innerlich damit abgefunden, absolut ergeben. Der Tod sollte doch wie das Tor sein... Wohin? Keine Ahnung...
LG.
Igor.

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Manfred
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Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Manfred »

Genaue Vorstellung habe ich keine. Aber, obwohl schon ziemlich Bammel davor, will ich wach und bewusst sterben. Also, nicht Abends einschlafen und morgens tot aufwachen :-) oder sowas. Vielleicht, weil ich doch sehr neugierig bin; und es wird ja nur einmal im Leben er"lebt".

Und, wenn für mich eine schwere Krankheit (tödlich) vorgesehen ist (was ich mir nun überhaupt nicht wünsche), dann nach Möglichkeit, keine Diagnose darüber von einem Arzt. Ich bin stark davon überzeugt, dass man das durch innere Bilder in Träumen und Visionen - vielleicht nur als Vorstellung getarnt, die man vielleicht gar nicht so dahingehend deuten können muss, langsam darauf vorbereitet wird. Nun gehört zwar ein Arzt auch zum Leben dazu, aber ich würde es trotzdem irgendwie als Eingriff von außen empfinden, und ich womöglich keine eigene Vorbereitung - ich meine da eine Vorbereitung von innen; wie oben beschrieben.
Einem guten Bekannten ging es so. Der ging (vermeintlich vollkommen gesund) zu einem Check. Ergebniss: Lungenkrebs.
Die zwei Jahre, die er dann noch lebte, waren geprägt vor der Angst des nahestehenden Endes (vom Wissen, dass die Tage, die einem noch bleiben, nun gezählt werden können), dass er innerlich nicht verarbeiten konnte. Die Nacht vor seinem Tod, erzählte er mir von einer Vision (er glaubte nicht an irgendwas spirituelles, er war überzeugt - bis dahin zumindest, dass der Mensch allein ein biologisch-physikalisches Wesen ist), in der schwarze Gestalten kamen, ihn abzuholen.
Er erzählte es mir am nächsten Tag, nebenher lief der Fernseher, und er regte sich sehr über die damalige Regierung auf, die dabei war, die sozialen Erungenschaften zu demontieren. Er war (fast) bis zur letzten Stunde, ein eingefleischter Gewerkschafter. Ein paar Stunden später brachten wir ihn ins Krankenhaus, und erlebten eine (wie ich empfand) widerliche Prozedur. Die behandelnde Ärztin, wusste um seinen bevorstehenden Tod, bin ich mir sicher. Ihr Auftreten war sicherlich dass, was man professionell bezeichnen würde, aber total herzlos.
Er war sehr schwach, aber trotzdem stieg er im Zimmer nochmal aus dem Bett, und musste unbedingt das Fenster öffnen. Dann schlief er ein. Und, wachte, hier, nicht mehr auf.

Was mich auch nachdenken ließ: Mein Vater erzählte mir, dass im Krieg, in Russland an der Front, es ca 50:50 stand, dass man den Mittag nicht mehr erleben kann. Und, es war so alltäglich für die Soldaten geworden, dass es nichts außergewöhnliches war. Man lebte zeitweise, sozusagen mit dem (eher sicheren) Tod. Das Essen blieb einem nicht vor Angst im Halse stecken, dachte wahrscheinlich an die Liebste zu Hause, hatte Hoffnungen und Träume, während der ziemlich sichere Tod, einem schon im Nacken steckte.

Frauke
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Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Frauke »

Gee hat geschrieben:Ich denke, durch solch ein Wünschen gestaltet man selber mit (Geist formt Materie), wie es dann passiert. Wie seht ihr das? Habt ihr Vorstellungen? Oder ist es egal?
Hi Gee <3 ... nein, ist mir nicht egal und deshalb - danke für die Einladung zum Gestalten ... :icon_mrgreen_small:


meine Vision: Ich werde mich irgendwo hinlegen oder hinsetzen und dann werde ich den bewussten Entschluss fassen zu gehen, nachdem ich festgestellt habe, dass wirklich alles rundherum gelebt, erfüllt und zu Ende ist. Ja, und dann werde ich einfach den Körper verlassen und wegfliegen. :angel: :001_smile:

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Hanna
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Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Hanna »

ich habe ni darüber nachgedacht wie ich mein Körper verlassen würde( sterben) ich habe das so offt gemacht das ist für mich nichts besonderes...na nicht übertreiben, eher normal geworden. Aber wie ich das machen würde für meine mitmenschen, das angenehm auch für die wird mich tot zu finden und die nicht leiden da muss ich mir was einfahlen lassen. Ich versuche immer zu vermieteln das Tod was wunderschönes ist und das ist ganz normal das mann geht und platzt für nächsten macht:) Der Körper wird alt oder krank und unbrauchbar und das ist in der Natur so das alles wird recycling:). Wenn ich ausuchen sollte ...im Wald, die sonne scheint, die Vögel zwietschen und stille...............................

schlichtundeinfach

Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von schlichtundeinfach »

I
ch bin stark davon überzeugt, dass man das durch innere Bilder in Träumen und Visionen - vielleicht nur als Vorstellung getarnt, die man vielleicht gar nicht so dahingehend deuten können muss, langsam darauf vorbereitet wird. Nun gehört zwar ein Arzt auch zum Leben dazu, aber ich würde es trotzdem irgendwie als Eingriff von außen empfinden, und ich womöglich keine eigene Vorbereitung - ich meine da eine Vorbereitung von innen; wie oben beschrieben.
Sehe ich genauso. Ich glaube man stirbt meistens, wie man gelebt hat. Das Sterben des Körpers, der Identität beschleunigt sich lediglich gegen das Ende. Die Art und Weise des Sterbens drückt vieleicht auch die Haltung gegenüber der Form aus. Ich nehme wie es kommt. Was ich übrigens dankbar wäre, bliebe es mir erspart, ist das Verbrennen. So Scheiterhaufenerfahrungen sind mir irgendwo als Erinnerungsfetzen erhalten geblieben.

Gruss schlichtundeinfach

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Edgar
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Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Edgar »

Gee hat geschrieben:Hi there! :icon_smile_small:

Blöder Threadtitel, ich weiß, aber mir fiel nix Besseres ein ...

Ich würde euch gern mal was fragen: Habt ihr eine Vorstellung, wie ihr gern sterben würdet? Ich meine sowas wie: im Schlaf, in den Armen des/der Geliebten, allein, im Auto oder meinswegen auch beim Essen der letzten Currywurst ... oder so. :icon_wink_small:
Wow.... was für ne tolle Frage !! :bow:

Ich hab schon lang nimma drüber nachgedacht.... - und .... wenns gar um "Gestalten" und "Visionieren" ginge, hätte ich da sogar etwas "Spundus", da was auszudrücken, was ich morgen dann vielleicht schon wieder ganz anders sehe.... - also mir da das zu "kreiieren" sozusagen. Vor allem hoffe ich, daß noch einige Jährchen dazwischenliegen, und da kann sich ja vieles ändern.

Ich lass jetzt mal voll beiseite, daß für mich immer "alles okay ist wie es ist", und ich "eh nix daran ändern möchte, was das Ganze für mich vorgesehen hat", und schreib mal so, "als ob" ich es mir Wünschen könnte, und "als ob" ich Vorlieben hätte dazu... ;-)

Jo... muss ich ausholen.... weil: Das hat sich immer wieder mal geändert.
Als ich das erstemal, vielleicht als Kind oder Jugendlicher mich fragte, wie ich das wolle... ich weiss nicht mehr... ich glaube, da hätte ich gesagt "im Schlaf" und "ich will gar nix merken". So ala "kurz und schmerzlos". Heut würd ich ironisch zufügen "... und bewusstlos" *g*

Als ich mich dann später mit Spiritualität zu beschäftigen begann, änderte es sich. In meiner Zeit als Tantriker hatte ich z.b. lange den Traum, in "YabYum" zu sterben, also gemeinsam mit einer Partnerin "in tantrischer Vereinigung". Ja, vielleicht überhaupt gleich bei nem gemeinsamen "kosmischen Orgasmus". *g*

Dann bin ich eben vor bald 13 Jahre.... alleine diesen "kosmischen Orgasmus-Tod" gestorben.

Der war auch gründlich und "Tod" war dann lange kein Thema - und schon gar nix, wovor man sich fürchtet. Die Tage damals hatte ich oft das Gefühl, daß auch der Körper "gehen" würde, und ich war auch sehr bereit dafür. Hab immer wieder in den tiefsten "Zuständen" vorher noch schnell Zettel geschrieben, an meine "Angehörigen" (ich habe ja zwei Töchter, damals noch relativ jung, also damals 9+15, und auch einige gute Freunde), und denen hab ich dann immer schnell aufgekritzelt so ala "macht euch keine Sorgen, mir gehts gut, ich ging in Frieden und in Bliss" und bla bla bla. (ne, meist kein blablabla...). Und war dann gespannt wie das sein wird, das "gehen". Ganz bewusst abwartend, ganz .... in.... "Awareness".

Allein... der Körper blieb. Und das war ja dann auch okay, wenngleich wirklich unerwartet.

"Davor" wollte ich eigentlich ewiges Leben. Und am Besten sogar in diesem Körper. Das ist halt "die Angst vor dem Sterben". Danach, als dann "ewiges Leben" sozusagen gefunden war... - war dann auch ne Phase ala "oh mein Gott, das hört nie auf, wird niemals aufhören, das ist ja schrecklich". Also sogar ne kleine "Endungs-Sehnsucht". Die dann durch diverse Nichts-Erlebnisse eh verschwunden ist. War halt dann auch nur Trip, von Ich und Verstand.

Die längsten Jahre war es danach dann so, daß ich mir gewünscht habe, ganz bewusst zu gehen.... - dass ich es vorher weiss... möglichst ohne Schmerzen... - am Besten Alters-"Schwäche"... - und ich einfach langsam und bewusst hier Abschied nehmen kann.... - und auch ganz bewusst "rübergehe" sozusagen. Also in die Einheit... "ent-schlafe" (oder so...) (also ähnlich Tiefschlaf, den ich teilweise ja als mehr oder weniger "bewusst" erfahre). Zeitlos.

Und dann hatte ich schon auch Fantasien, daß das mächtig geil wäre, ganz bewusst das "Ich bin" mitzunehmen (ohne Edgar, aber halt als "Ich bin"; Edgar als Person und Erinnerung wär mir da eher egal...), und mit diesem "gleichen", also halb-individuellen "Ich bin" zu inkarnieren. Ganz bewusst. Naja... manchmal sogar mit Edgar-Erinnerung (fantasiert hab); wär auch ned schlecht. Dann als einjähriger nen Computer anzumachen und mich hier z.b. im Forum zu melden "hallo ich bin wieder da, lg, Edgar" *g*. Oder als irgendein Tier, bevorzugt ein intelligenter Affe, oder ein Adler, oder auch Rabe oder sowas....

Also das sind nur Fantasien, ich sag nicht, daß ich mir das wirklich "wünschen" würde. Hätte ich wirklich n Wunsch frei, würd ich sogar wieder zurückkehren zu Edgars alter Ursprungsidee ala "ewig in dem Körper", aber halt mit diversen Techniken zur immer wieder "Verjüngung" und "Wiederherstellung". Ja ich liebe Science Fiction und Mystery *g* -

... bzw nachher auf ewig "nur Gott sein" wär schon bissl langweilig... weil das bin ich ja ohnehin... gleichzeitig. Und mir macht das Leben nach wie vor viel Freude und Spass. Ich bin gerne Mensch!

Die Ideen mit anderen Planeten, die hatte ich auch früher. Also bis kurz vor "Erleuchtung" wollte ich ja, daß "dieses Leben mein letztes Leben auf diesem Planeten sein soll"... und ich wollte da dann natürlich auf nem viel höherentwickelten Planeten wiedergeboren werden, mit viel mehr Fähigkeiten, also Fliegen mindestens... *g* :-) - da wars erst kurz vor dem Todeserlebnis 1998 so, daß ich dann kurz vorher begriff, daß ich gar nix weiß... und alles nur Vermutung und Hoffnung ist... und kein Wissen.

Meine "höchste" Idee? Also meine tollste Vision: Nachher als Bewusstseinseinheit wirklich diese totale Freiheit, jederzeit Atome zu einer Lebensform oder Erscheinung nach Belieben zusammenfügen zu können. Also ich wäre eigentlich gerne ein Geist. *g* - aber einer, der sich auch sichtbar machen kann. Dann würd ich als erstes allen Politikern dieser Welt erscheinen, und ihnen mal den Kopf waschen. Also da hätt ich schon n paar Ideen dazu *ggg*

Im "Ernst"... wegen "gehen". I dont know. Ich weiss es nicht. Am ehesten noch immer dieses "bewusste langsame hinübergehen". Ganz bewusst den Tod erfahren. "Dabei bleiben". Also zumindest war das mal mein letztes "Ideal" - mittlerweile hab ich keins mehr.

Und mit dem Körper, oh Gott, ja, also nein, "verbrennen" wär für mich das Schlimmste. Und zwar, weils die totale Vergeudung wäre, das wäre Blasphemie an der Natur, und an der Göttin, am Universum selbst. Dieser Körper soll wieder Leben schenken... soll von anderen Lebensformen, seien es nur Würmer oder Bakterien, aufgefressen werden und langsam zu Staub zurückkehren. Am liebsten wär mir ja eigentlich, irgendwo in den Bergen plaziert zu werden, in der Natur... und dort dann von Vögeln gefressen werden o.ä. - er soll da also schon in den "Lebenskreislauf" wieder einfliessen, in die "Nahrungskette". Ich mein... ich hab ja auch immer gern viel und gut gegessen.

Ach ja... Wunschvorstellung bzgl Tod... kam doch noch was "neues": Einfach auflösen. Bewusst dematerialisieren. Das wäre auch irgendwie cool. Da hätt zwar dann keiner was zum fressen.... aber der Coolheitsfaktor überwiegt hier das Mitgefühl mit menschenfressenden Vögeln und Würmern dann doch. ;-)

theEd about theEnd

SabdhaNisabdha
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Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von SabdhaNisabdha »

Hurra,mein Lieblingsthema :-)
Tod.
Da kann ich ganz weit zurückschauen.
Denn das Geborenwerden fühlte sich an wie ein Hineingewürgt werden in eine zu enge Zwangsjacke, nix mehr mit rasend schnell Herumgeflitze, überallsein, sofort, wo es sich hinbewegt von allein, das Körpergefängnis schnappt zu und Schluss is mit Freiheit und Liebe und Wohlsein. Schluss mit Geistgefilde reisen, nö, finito, Materie klammert erdenschwer,
Angst=Enge tritt auf den Plan, tausend mal bin ich in die Erdschwere angetreten.

Himmel nochmal, das musste jetzt raus :icon_mrgreen_small:


Geborenwerden ist für mich schwerer als Sterben!!!
Geborenwerden heisst (oder hiess für mich) rein in die knallharte Pflicht :icon_mrgreen_small:
Ich erinner mich deutlich.
Und ich sah schon oft genug den gequälten Ausdruck in Babygesichtern,denen gings wie mir, nur, die meisten vergessen alles.

Geburt und Tod - da ist die Energie rundherum so stark, so intensiv, echt göttlich, da spür ich intensiv, es gibt keine Widerrede, die Shakti fährt.

Ach der Tod.
Oft, wiiiiie oft, wusste ich, weiss ich bis heute, dass er da ist, und wer geht.
Oft spür ich den Sterbemoment von mir bekannten Menschen, egal, ob die ums Eck wohnen oder weit weg, und es ist immer Freiwerden, es ist immer Umwandlung.
Irgendetwas in mir kriegt das mit, nicht bei allen Menschen,die ich kenne, aber bei sehr vielen,
mich braucht keiner anrufen,du, der oder die und die ist verstorben.

Ach mit diesen Erfahrungen könnt ich ein Buch füllen.
Scheint aber nicht meine Aufgabe zu sein!
Hab andere durchzuführen.


Und wie schrecklich schwer der Umgang mit dem Tod hier ist, wie es hier betrieben wird!
Ich hab das nie verstanden.
Ist aber Teil der Show hier.
Aber ich sag von Anfang an, dass das falsch ist, wieso kriegen wir das nicht gelehrt, von Anfang an, dass wir nicht der Körper sind, dass wir durchsichtige
Schleierchen sind, dass wir einfach nur endlos reisen in allen möglichen Gestalten und Formen, dass wir zarte Fürzchen sind in der Ewigkeit, puff, hier,
und puff, weg.
Ich musste mich an den Wahnsinn hier gewöhnen und mitmachen, weil ich allein hatte keine Chance gegen die Übermächtige Schwere der anderen.
Naja, so schien es mir halt zeitweise, denn DAS kann mich nie wirklich verlassen. Ich kanns auch nicht verlassen :icon_mrgreen_small:
Ausser ES hat grad show-time!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Hab aber kein Problem mehr damit. Nur manchmal brüll und rebellier ich Richtung innen, aber wenn ich fertiggebrüllt hab, und schweige, weil alles raus
ist, dann öffnet ES sich eh und dann ist wieder das, was in Wahrheit IST.


Guckt, alles leer, alles leerer Raum.


Gefüllte Leere mit NICHTS und nix und ALLEM.


Kein Gucken mehr.
tot und lebendig

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Edgar
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Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Edgar »

Ja, hey, genau... zu nem Lichtpünktchen werden und wieder wegfliegen..... oder n beam sozusagen. ja... auch geil.

Vera

Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Vera »

*Huch*....

noch gar nichts großartig hier gelesen hab; nur die "Einladung" quasi, sich ne "Vision" zu erfinden.

Hmmm...Tod hat mir nie Angst bereitet ( tuts jetzt auch nicht *g*)....für mich ginge es - auch hier- eher ums Sterben.

Also, wie ich mir Sterben wünschen täte...jo, mal nachdenken...

Hmmm...friedvoll, absolut sanft, liebevoll und vor allem total schmerzlos....und wenns ginge, dann für alle "Beteiligten"!! Jo, das fänd ich schön....sich auflösen halt....

Und wenns dann gestorben ist *g*...ja, dann darf der Körper erstmal tüchtig ausgeschlachtet werden, also Organspende, soweit überhaupt noch was Brauchbar wäre...und die Reste dann verbrennen und als Dünger über die Erde streuen...zu Fuße eines Baumes zum Beispiel

Jo...mal so erfunden grad *g*...kann sich gleich schon wieder geändert haben :icon_mrgreen_small: :icon_mrgreen_small: :icon_mrgreen_small:

Gee

Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Gee »

Wow - so viele, tolle Antworten!!! Dankeschön! :icon_biggrin_small:

Und vieles so schön zu lesen, so leicht und lächelnd ... und auch sehr berührend.
Manfred hat geschrieben:Also, nicht Abends einschlafen und morgens tot aufwachen :-) oder sowas.
:laugh:
Manfred hat geschrieben:Einem guten Bekannten ging es so. Der ging (vermeintlich vollkommen gesund) zu einem Check. Ergebniss: Lungenkrebs.
Die zwei Jahre, die er dann noch lebte, waren geprägt vor der Angst des nahestehenden Endes (vom Wissen, dass die Tage, die einem noch bleiben, nun gezählt werden können), dass er innerlich nicht verarbeiten konnte.
Meine beste Freundin fährt Krankentransporte. Sie erzählt mir oft, wie schnell Menschen sich nach einer "Todesdiagnose" aufgeben. Auf dem Weg zur Untersuchung noch ganz fröhlich und voller Hoffnung und danach: der ganze Lebenswille weg! Sie beobachtet auch, dass viele Menschen innerhalb von ein paar Tagen nach einer Diagnose, bei der es heißt, derjenige hat vlt. noch ein Jahr zu leben, sterben. Das ist so ein abruptes Aufgeben.

Frauke hat geschrieben:danke für die Einladung zum Gestalten ... :icon_mrgreen_small:
Bild

Frauke hat geschrieben:meine Vision: Ich werde mich irgendwo hinlegen oder hinsetzen und dann werde ich den bewussten Entschluss fassen zu gehen, nachdem ich festgestellt habe, dass wirklich alles rundherum gelebt, erfüllt und zu Ende ist. Ja, und dann werde ich einfach den Körper verlassen und wegfliegen. :angel: :001_smile:
Das klingt wie eine Melodie. :icon_smile_small:

Hanna hat geschrieben:Wenn ich ausuchen sollte ...im Wald, die sonne scheint, die Vögel zwietschen und stille...............................
Hallo Hanna, so ähnlich stelle ich mir das auch vor. Obwohl der Ort auch wechselt, Hauptsache die Sonne scheint mir ins Gesicht! Ich möchte mein Gesicht in die Sonne halten, wenn ich sterbe ...
schlichtundeinfach hat geschrieben:So Scheiterhaufenerfahrungen sind mir irgendwo als Erinnerungsfetzen erhalten geblieben.
Verbrannt werden möchte ich auch auf keinen Fall (es sei denn, ich sterbe in einem brennendes Haus, das akzeptiere ich dann natürlich auch :icon_wink_small: )
Diese Erinnerungsfetzen, sind die schemenhaft oder konkret? Hast du Wissen über ein anderes Leben, wo dir das passiert ist??
Ed hat geschrieben:Wow.... was für ne tolle Frage !! :bow:
Dankeschön! :icon_smile_small: :bow:
Ed hat geschrieben:Dann als einjähriger nen Computer anzumachen und mich hier z.b. im Forum zu melden "hallo ich bin wieder da, lg, Edgar" *g*.
*lach* - ja, das wär' doch ein echter Gag - cool! :supercool:
Ed hat geschrieben:Meine "höchste" Idee? Also meine tollste Vision: Nachher als Bewusstseinseinheit wirklich diese totale Freiheit, jederzeit Atome zu einer Lebensform oder Erscheinung nach Belieben zusammenfügen zu können. Also ich wäre eigentlich gerne ein Geist. *g* - aber einer, der sich auch sichtbar machen kann. Dann würd ich als erstes allen Politikern dieser Welt erscheinen, und ihnen mal den Kopf waschen. Also da hätt ich schon n paar Ideen dazu *ggg*
Mensch Ed, da schlummert ja ein ungeheures Potential in dir - Atome zu einer Lebensform zusammenfügen - Wahnsinn! :w00t: Mit den Politikern ist auch 'ne coole Idee - da hast du mich auf was gebracht - vlt. treffen wir uns da dann nochmal, wer weiß. :laugh: Dann nimmst du aber die deutschen, das wird mir sonst zu unspaßig. :icon_wink_small: :icon_wink_small:
Ed hat geschrieben:Und mit dem Körper, oh Gott, ja, also nein, "verbrennen" wär für mich das Schlimmste. Und zwar, weils die totale Vergeudung wäre, das wäre Blasphemie an der Natur, und an der Göttin, am Universum selbst. Dieser Körper soll wieder Leben schenken... soll von anderen Lebensformen, seien es nur Würmer oder Bakterien, aufgefressen werden und langsam zu Staub zurückkehren. Am liebsten wär mir ja eigentlich, irgendwo in den Bergen plaziert zu werden, in der Natur... und dort dann von Vögeln gefressen werden o.ä. - er soll da also schon in den "Lebenskreislauf" wieder einfliessen, in die "Nahrungskette". Ich mein... ich hab ja auch immer gern viel und gut gegessen.
Danke, dass du das geschrieben hast. Das seh' ich auch so. Wenn ich es mal jemandem erzählt habe, war da immer Unverständnis bis Ekel bis zum Verdacht, ich wäre morbide ... wie man sich wünschen kann von Würmern und Vögeln aufgefressen zu werden. Für mich ist das auch einfach eine schöne Vorstellung, als Nahrung dienen, zu Humus werden, wieder in den Erdkreislauf eingebunden zu werden. Ne Zeitlang hatte ich die Idee, mich, falls ich noch dazu in der Lage bin, zum ersten (und letzten :icon_wink_small: ) mal in ein Flugzeug zu setzen und in das Land meiner Vorfahren zu fliegen (Mongolei). Da gibt es so viel Weite und menschenverlassene Gegenden, da würde man bestimmt ein schönes Plätzchen an der Sonne finden. Einfach liegenbleiben, im hohen Gras, in die Sonne gucken ...

SabdhaNisabdha hat geschrieben:Hurra,mein Lieblingsthema :-)
Tod.
Da kann ich ganz weit zurückschauen.
Denn das Geborenwerden fühlte sich an wie ein Hineingewürgt werden in eine zu enge Zwangsjacke, nix mehr mit rasend schnell Herumgeflitze, überallsein, sofort, wo es sich hinbewegt von allein, das Körpergefängnis schnappt zu und Schluss is mit Freiheit und Liebe und Wohlsein. Schluss mit Geistgefilde reisen, nö, finito, Materie klammert erdenschwer,
Angst=Enge tritt auf den Plan, tausend mal bin ich in die Erdschwere angetreten.

Himmel nochmal, das musste jetzt raus :icon_mrgreen_small:
Boah, das hat mich richtig mitgerissen, was und wie du schreibst!
SabdhaNisabdha hat geschrieben:Oft, wiiiiie oft, wusste ich, weiss ich bis heute, dass er da ist, und wer geht.
Oft spür ich den Sterbemoment von mir bekannten Menschen, egal, ob die ums Eck wohnen oder weit weg, und es ist immer Freiwerden, es ist immer Umwandlung.
Irgendetwas in mir kriegt das mit, nicht bei allen Menschen,die ich kenne, aber bei sehr vielen,
mich braucht keiner anrufen,du, der oder die und die ist verstorben.
Das ist mir auch schon einige Male passiert, auch bei Menschen, die nicht krank waren oder wo für alle anderen gar nicht "auf dem Plan" stand, dass einer sterben wird. Beim Handgeben und gewusst: den seh' ich nicht wieder - ohne eine vernünftige Erklärung dafür zu haben.
SabdhaNisabdha hat geschrieben:Ach mit diesen Erfahrungen könnt ich ein Buch füllen.
Scheint aber nicht meine Aufgabe zu sein!
Hab andere durchzuführen.
Schade! ich hätte gern mehr davon erfahren. Vielleicht überlegst du's dir ja noch, ob du noch was drüber erzählst ...
SabdhaNisabdha hat geschrieben:Aber ich sag von Anfang an, dass das falsch ist, wieso kriegen wir das nicht gelehrt, von Anfang an, dass wir nicht der Körper sind, dass wir durchsichtige
Schleierchen sind, dass wir einfach nur endlos reisen in allen möglichen Gestalten und Formen, dass wir zarte Fürzchen sind in der Ewigkeit, puff, hier,
und puff, weg.
Ich denke, wir werden so konditioniert, damit wir "in Schach" gehalten werden können, also in einer beständigen Angst vor dem Tod. Denn dann ist man formbarer, beeinflussbarer. Ich hab' schon lange keine Angst mehr vorm Tod - du sicher auch nicht - so wie du schreibst ...


Liebe Grüße an alle! :icon_smile_small:

Tysia

Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Tysia »

Ihr Lieben,

ich platz noch mal kurz hier rein mit einem Gedanken der nicht so ganz dem Thema entspricht, aber trotzdem den Tod angeht.

Manche möchten nicht verbrannt werden, manche ja. Ich habe momentan noch Angst, daß ich dann vermoder und mich Maden auffressen. Mir gefällt dieser Gedanke so überhaupt nicht und ich möchte aus heutiger Sicht lieber verbrannt werden.

Was mich aber total ärgert, ist das verbuddeln. Ich will einfach nicht verbuddelt werden. Leider geht das in Deutschland überhaupt nicht anders. Man bekommt ja nicht mal die Urne in die Hände als Angehöriger. Ich will auch nicht meinen lieben Mann mal einbuddeln lassen. Ich würde ihn lieber dort verstreuen, naja seine Asche, wo er gerne war oder in alle Winde. Ist doch viel schöner als eingesperrt in der Erde zu sein.
Und da ich ja überhaupt nicht weiss wie es ist nach dem Tod, kann ich also auch nicht sagen, ob ich das mitbekomme oder nicht. Stellt euch vor, daß die Seele wirklich den Körper so verlässt, daß wir schon sehen können was mit unserem Körper dann passiert.

Mich macht es einfach wütend, daß es in diesem Land nicht möglich ist selbst zu entscheiden wo man seine Überreste wissen möchte. Ich kann mir lediglich die grüne Wiese oder einen Friedhof aussuchen, so ich in der richtigen Gegend wohne. Dann kann ich noch entscheiden ob Sarg oder Urne. Darüber hinaus entscheiden andere Instanzen.

Nur mal meine Gedanken die mir gerade noch so hoch kamen.

Alles Liebe Tysia

Gee

Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Gee »

Hallo Tysia,

ich dachte bisher, dass es möglich ist, die Asche verstreuen zu lassen. Meine Mutter hat da vor Jahren schon drüber geredet, dass sie gern oben in Dänemark am Skagerak ins Meer gestreut werden möchte. Erstaunt mich jetzt, dass es doch nicht geht.

LG,
Gee

Tysia

Re: Wunschvorstellung bzgl. Tod

Beitrag von Tysia »

Grüß Dich Gee,

meine letzte Beerdigung, die meiner Eltern war im Jahr 2000. Dort war es zumindest hier im Berliner Raum nicht möglich. Mir kommt es manchmal so vor, als hätte das was mit dem Friedhofsplatz zu tun. Denn den muss man teuer bezahlen - wenn es geht gleich für mehrere Jahrzehnte.

Aber Dein Beitrag macht ja echt Hoffnung. Ich werde mich da noch mal erkundigen. 10 Jahre ist ja doch ne lange Zeit. Wäre schön, wenn Deutschland sich da nicht mehr so zickig hätte. ;-)

Alles Liebe Tysia

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