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Werner-Edgar

Die Befreiung des Traumes

Nach dem Erwachen, philosophischer Austausch zu "Evolution von Erleuchtung", individuelle und kollektive Weiterentwicklung, Zukunft der Menschheit und Zukunft der Erde. Alpha bis Omega, Aurobindo bis Wilber, x, y, Z ...und darüber hinaus.
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Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Tobias » Do 9. Aug 2012, 07:56

oder: "Was wäre, wenn ... das Leben ganz anders wäre, als die Menschheit jemals gedacht hatte?"

Das ist ein etwas gewagtes Thema, und eigentlich die Fortsetzung zu "Befreiung des Verstehens", was
von mir eher als ein post-erwachen Thema gedacht war, auch wenn es im anderen Forum
in eine Diskussion um "erwachen" mündete.

Ich denke, dass es hier besser aufgehoben ist, in dem Bereich, wo es "wieder" um das Leben geht.

Man schlüpft im Erwachen quasi durch das "Nadelöhr" (was die eigene Identität anbelangt) "Gewahrsein"
(das, was sieht - das "kosmische Auge") vom Leben in das Leben zurück - und in diesem Vorgang
schlüpfe ich zwar vom selben Leben in dasselbe Leben zurück, aber es ist halt dann doch anders.

Anders kann ich nicht sagen, als "anders", denn dasselbe sieht halt aus anderer Perspektive auch
anders aus. Und dieses "anders" erfährt nach dem "Erwachen" wie eine Evolution.

Aus meiner Erfahrung, die wie immer, was ist? UNVERBINDLICH, ist man erst einmal ein "Kind",
das auch noch eher pendelt - zwischen alter und neuer Perspektive auf das Leben.

Aber gerade dazu, wie man selbst in der neuen Perspektive "erwachsen" wird, dazu gibt es nicht
viele Vorbilder, da dieses "Erwachsen-Werden" bisher eher selten ist.

Man hat da teilweise "Erwachsene" zum Vorbild, die vor tausenden von Jahren lebten -in ganz anderen
Umständen -und ganz anderen Weltbildern, weil eben wenige Vorbilder da waren/sind.

In dieser neuen Perspektive "Erwachsen zu werden", da gibt es in meinen Augen kein wirklich ganz
überzeugendes Vorbild.

Es ist alles mehr "experimental". Die Menschheit muss dieses "Erwachsen-werden" erst erforschen,
denn es ist das, was der Menschheit aus meiner Sicht einfach bevorsteht, will sie den Kosmos
erobern- sie muss das Universum als ihre wahre Heimat erkennen -und sei sie 1.000.000 Lichtjahre
entfernt.

Und die "menschliche" Identität wird sich dabei wahrscheinlich auch vom Menschen lösen müssen,
um ihn zu dem zu befreien, zu was er dabei sein muss: "the cosmic spirit itself".

Das ist ein Kickdown, evolutionär, "Gaspedal voll durch", und er zeichnet sich für mich sehr schön
in der technischen Entwicklung auf der Erde wieder.

Die "menschliche Identität" wird dabei zur "göttlichen Identität" und dabei jeder Mensch zu einem
bewussten Werkzeug Gottes. "The cosmis spirit" erwachte im Menschen zu sich selbst.

Ich ziehe mich quasi zuerst in meiner Identität aus dem Leben zurück, bis ich mich selbst bewusst
als "the cosmic spirit" erkenne - und dann geschieht das Erkennen, dass diese Einheit auch im Leben
besteht: ich bin Gott, wenn auch der Gestalt nach ein Mensch.

Was bedeutet das alles? Gott zu sein in der Gestalt als Mensch?

Das Potenzial des Traumes ist schier grenzenlos -man braucht nur des nachts zum Sternenhimmel
aufzuschauen. Der Mensch steht sich dabei derzeit selbst auf dem Fuss, aber letztlich wird er
gezwungen ... :irre: ... sein ... :scared:

:icon_cheesygrin: :001_tongue:
Tobias
 

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Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Tobias » Do 9. Aug 2012, 08:15

Eine "erwachte Gesellschaft" kann man sich heute nicht vorstellen, denn auch die
heute "Erwachten" wären in solch einer "erwachten Gesellschaft" ganz anders.

In gewissen Hinsicht ist die/der "Erwachte"in der heutigen Gesellschaft eine Art
"Ausserirdische(r)", die/der entweder als Spinner abgetan wird - auch gerne von
den "Spirituellen", oder, ja, den Kasper macht, oder den Satsäger, oder Satguru.

In einer "erwachten Gesellschaft" gäbe es diese Rolle gar nicht mehr - und so lebt
die/der Erwachte "unerkannt" eigentlich am ehesten noch so, wie es in einer
"erwachten Gesellschaft" wäre - als eigentlich gewöhnlicher Mensch. Gott ist
ja eigentlich schon Mensch. Nur Gott hält sich nur für einen Menschen und hat
sich dabei selbst vergessen.

Der Streit darum, ob Gott das wollte oder nicht, ist irgendwie müßig. Ich weiß
es nicht. Man kann beide Seiten plausibel begründen - und so komme ich zu meinem
Thema "Die Befreiung des Traumes".

Wir wissen nicht, was Leben alles "kann"- - -aber man kann in dieses Bewusstsein
eintauchen, es "können zu lassen" ... der Mensch ist der, der permanent auf
dem Bremspedal steht, während das Leben Gas gibt - und daher dieser Geruch
nach "verbranntem Gummi", der dem Leben anhaftet.

Was wäre, wenn man das Leben ganz freilassen könnte, sich von ihm bewegen lassen,
und sich nicht selbst ständig Grenzen auferlegt, von denen niemand weiß, ob es
sie überhaupt gibt.

:tobroll: :tobroll:
Tobias
 

Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Nora » Do 9. Aug 2012, 08:23

Tobias hat geschrieben:... der Mensch ist der, der permanent auf
dem Bremspedal steht, während das Leben Gas gibt - und daher dieser Geruch
nach "verbranntem Gummi", der dem Leben anhaftet.

Was wäre, wenn man das Leben ganz freilassen könnte, sich von ihm bewegen lassen,
und sich nicht selbst ständig Grenzen auferlegt, von denen niemand weiß, ob es
sie überhaupt gibt.

:tobroll: :tobroll:



Das gefällt mir - besonders der Geruch nach verbranntem Gummi, weil der hier gerade ist - Baustelle :irre: :biggrin:
:biggthumpup:
Nora
 

Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Tobias » Do 9. Aug 2012, 08:37

Denn letztlich- ja- bin ich das Leben selbst. Da ist kein Fremder, die/der/das mein Leben wäre.

Was bedeutet das alles? Was bedeutet das, erwacht das Leben zu sich selbst?

Wenn Shiva "erwacht", erwacht auch Shakti - und, was das bedeutet, weiß das jemand?

Ich frage hier mal in die Runde? :tobroll:

Ich habe nämlich keine Antwort. :w00t: :irre: :stumm:

Man könnte es mit Licht vergleichen, dem Sonnenlicht, unter dem das Leben auf der
Erde gedeiht. Und das nun nach und nach viel wärmer und klarer auf das Leben scheint,
und unter diesem anderen Licht, gedeiht auch Leben ganz anders -

und das thematisiere ich hier als "Das Erwachen Shaktis".

Gibt es dazu Vorbilder?
Tobias
 

Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Tobias » Do 9. Aug 2012, 08:39

nothingness hat geschrieben:

Das gefällt mir - besonders der Geruch nach verbranntem Gummi, weil der hier gerade ist - Baustelle :irre: :biggrin:
:biggthumpup:


*gg* :icon_cheesygrin: :icon_wink_small:
Tobias
 

Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Tobias » Do 9. Aug 2012, 09:25

Das Verständnis lebt ja irgendwie noch im Weltverständnis des "zuvor" und muss sich
unter diesem veränderten Licht auch erst anpassen. Aber, da ihm die Vorbilder irgendwie fehlen,
taste es sich im Dunkel voran und steht so vielfach an der Grenze zum Nichtwissen,
und schaut mit Lupe und Teleskop, ob es darin etwas erkennen kann: :001_tongue:

"Was wäre, wenn das Leben ganz anders wäre. als jemals gedacht?"

Kann Verständnis neu denken? Wittgenstein bestreitet das "alles, was gedacht werden kann,
wurde bereits gedacht."

Aber ist das nicht wieder nur eine geglaubte Barriere, die sich ein Verständnis selbst gibt,
sich das Verständnis von Wittgenstein gibt?"

Man trifft gerne auf scheinbare Grenzen, die es gibt, die sich die Menschheit vorgibt.

Mehr ist das in meinen Augen nicht.

Das "Spiel" ist grundsätzlich offen - und was es darin für Möglichkeiten für "Erwachte"gibt,
das ist noch weitgehend unerforscht.

Im Selbst ist im Grunde jegliche Grenze nur zum Schein. Und wenn der Schein fällt, fällt
die Grenze.
Tobias
 

Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Frauke » Do 9. Aug 2012, 09:56

Tobias hat geschrieben:Wenn Shiva "erwacht", erwacht auch Shakti - und, was das bedeutet, weiß das jemand?

Ich frage hier mal in die Runde? :tobroll:

Ich habe nämlich keine Antwort. :w00t: :irre: :stumm:



Die Antwort erfährt sich durch das Leben, was dann ist - A-Dvaita. Es ist die Erfahrung der Nicht-Zweiheit dieser
Beiden - shiva shakti. Eine sehr schöne Beschreibung dessen hast du bereits gegeben - "the cosmic spirit".

Nun mag das vielleicht ein Jeder, der es erfährt, etwas anders beschreiben, je nach Interpretation, Ausdruck und
kulturellem Hintergrund, doch die Erfahrung dessen lässt sich in den Beschreibungen Vieler, die einen spirituellen
Lebensweg gehen, wiederfinden.

Ich z.B. beschreibe das gern als "Ewigkeit", oder auch gern "ewiges Licht allen Seins, das in allem Vergänglichen offenbar ist".
Es ist "Fülle in Leere", "Herz allen Seins". Eine Zeitlang nannte ich es das "Sinken des Herzens in das Herz aller Herzen" oder auch
"Absorption". Andere nennen das vielleicht eher die Erfahrung des Verschmolzenseins mit dem göttlichen Geliebten.

Eine schöne Metapher dieser Veränderung in der Erfahrung des Lebens, ist für mich auch "der stille unbewegliche (Meeres)grund,
der in jeder Welle offenbar liegt". Mit den Jahren wird es mehr und mehr verkörperte Stille. Im Urlaub sah ich die Kolibris, wie sie in
der Luft bewegungslos stillstehen, während sich die Flügel vor Rotation fast überschlagen - auch ein schönes Bild.

Während des Kundaliniprozesses erlebte ich, dass es der Weg ist von der Stirn zum Scheitel, und dass die Verschmelzung beider
Hälften - shiva und shakti - den inneren Blick freigibt auf ewiges Licht. Insofern passt für mich (andere mögen das vielleicht anders
empfinden) auch diese Beschreibung von dir sehr gut:

Man könnte es mit Licht vergleichen, dem Sonnenlicht, unter dem das Leben auf der
Erde gedeiht. Und das nun nach und nach viel wärmer und klarer auf das Leben scheint,
und unter diesem anderen Licht, gedeiht auch Leben ganz anders -


<3 <3 <3



Ein lieber Gruß an dich :angel:
Frauke
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Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Tobias » Do 9. Aug 2012, 10:37

Danke Frauke für deinen Kommentar. :angel:

Dir auch einen lieben Gruss. :thumbup:

Tobias
Tobias
 

Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Narayana » So 9. Dez 2012, 21:15

Tobias hat geschrieben:Das Verständnis lebt ja irgendwie noch im Weltverständnis des "zuvor" und muss sich
unter diesem veränderten Licht auch erst anpassen. Aber, da ihm die Vorbilder irgendwie fehlen,
taste es sich im Dunkel voran und steht so vielfach an der Grenze zum Nichtwissen,
und schaut mit Lupe und Teleskop, ob es darin etwas erkennen kann: :001_tongue:

"Was wäre, wenn das Leben ganz anders wäre. als jemals gedacht?"

Kann Verständnis neu denken? Wittgenstein bestreitet das "alles, was gedacht werden kann,
wurde bereits gedacht."

Aber ist das nicht wieder nur eine geglaubte Barriere, die sich ein Verständnis selbst gibt,
sich das Verständnis von Wittgenstein gibt?"

Man trifft gerne auf scheinbare Grenzen, die es gibt, die sich die Menschheit vorgibt.



Mehr ist das in meinen Augen nicht.

Das "Spiel" ist grundsätzlich offen - und was es darin für Möglichkeiten für "Erwachte"gibt,
das ist noch weitgehend unerforscht.

Im Selbst ist im Grunde jegliche Grenze nur zum Schein. Und wenn der Schein fällt, fällt
die Grenze.


Ich meine Wittgenstein hat zwar gesagt, alles was gedacht werden kann ist Tatsache, also möglich, kann mich aber nicht genau erinnern.
Aber vielleicht ist Alles schon da.
Wir erkennen es zwar noch nicht, aber Alles existiert schon.
Vielleicht ist es nur für uns ein Spiel, aber in Wirklichkeit sind die Würfel schon gefallen.
Vielleicht wiederholt sich uns derselbe Traum, den das Universum träumt, wieder.
Dann hätten wir allerdings keinen freien Willen, sondern wären dem Willen von Shiva untergeordnet.
Vielleicht ist unser Erwachen ein Einschlafen unser persönlichen Vorstellung von uns und ein Erwachen im Traum Shivas.
Vielleicht ist auch das Gott?
Wir würden uns nur Fragen, wieso verletzt er sich dann selbst, wieso lässt er Müll existieren. Aber da werten wir aus unserer Warte.
In göttlichen Dimensionen zu denken, ist uns kaum möglich.
Vielleicht ist unser Wille und unser Erwachen für ihn ein Gefühl des Friedens, das er im Traum empfindet.
Deshalb können wir trotzdem nicht immer denken, wir lassen es einfach geschehen, weil unser Handeln für ihn Farbe ist und er ja in der Shakti träumt.
Aber wissen können wir es nicht.

Doch darauf willst du sicher gar nicht hinaus.
Wir haben die Möglichkeit Shiva oder Shakti zu sein oder Shiva-Shakti, oder die Manifestationen der Shakti, aber was geschieht geschieht.
Wir strengen uns doch nur an, weil wir aus einer Mühle herauskommen wollen. Vielleicht ist dies die Form in der Shiva Glück empfindet.
Aber das ist nur so eine Fantasie von mir.

Entschuldige, dass ich dich unterbrochen habe, aber vielleicht inspiriert dich mein Überlegen zu irgendeiner Aussage.
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Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Tobias » So 9. Dez 2012, 22:48

Narayana hat geschrieben:
Entschuldige, dass ich dich unterbrochen habe, aber vielleicht inspiriert dich mein Überlegen zu irgendeiner Aussage.


Ich war auf einer kleinen Feier, und ich bin jetzt zu vollgefressen und auch noch
etwas angetrunken, um etwas darauf zu antworten, was mir einfach genug erscheint,
in wenigen Worten gesagt zu sein, Naranyana.

Morgen fällt mir vielleicht was ein ... :tobroll: :icon_wink_small:

Viele Grüsse

Tobias
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Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Tobias » So 9. Dez 2012, 23:18

Also:

Vorstellen kann man sich sehr viel, und es könnte so sein, oder so, oder auch ganz anders.
In diesen Vorstellungen kann man sich verlieren, ohne auch nur einen Schritt weiter zu
kommen - in Richtung auf die Realität des eigenen Seins.

Die Realität meines Seins ist dort, wo ich bin - ganz banal gesagt - und meine Erfahrung (Realität)
als Persönlichkeit könnte ich in drei Ebenen gliedern. Real sind sie aber eine Erfahrung.

Die erste Ebene wäre "das Gewahrende"

Die zweite Ebene wäre die Materie/Energie.

Die dritte Ebene die Persönlichkeit.

Auf der ersten Ebene ist das Wahrnehmende, doch gestaltlos und leer.
Auf der zweiten Ebene ist Materie/Energie, doch im Wesen unsichtbar.
Auf der dritten Ebene ist Sichtbarwerdung in der Begegnung dieser beiden Aspekte
des Sein.

Die erste Ebene wäre so Shiva, die zweite Shakti, die dritte Ebene die der Begegnung
dieser beiden Aspekte.

Auf der ersten Ebene bin ich bewusst, doch nichts.
Auf der zweiten Ebene bin ich unbewusst, doch alles.
Auf der dritten Ebene bin ich eine Persönlichkeit, gebildet aus den
Aspekten eines Bewussten, das nichts (keine Gestalt) ist und des Unbewussten,
das alles (alle Gestalt ist).

Die Bewegung meiner selbst fusst in der Materie, und damit im Unbewussten - und
was mir bewusst wird (durch den Shiva-Aspekt) ist immer nur ein kleiner Teil dieses
Unbewussten - und der eigene Wille ist dann einfach der Anteil des unbewussten Willen,
der sichtbar wird - und in dieser Sichtbarwerdung "persönlich" (mein) wird.

Mal so weit. :tobroll: :icon_wink_small:
Tobias
 

Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Tobias » Mo 10. Dez 2012, 07:57

Mit diesen drei Ebenen könnte ich auch drei verschiedene Erlebnisweisen des Selbst umschreiben.

Die erste Ebene wäre der Tiefschlaf, der weder als seiend noch nicht-seiend umschrieben werden kann.

Die zweite Ebene wäre das "physische Hier" - die Ebene auf der ich als physischer Mensch wirklich bin. Ich könnte
auch sagen, das "Materie-Sein".

Die dritte Ebene wäre die Persönlichkeit, in der verschiedenste Zustände des "Materie-Sein" (zweite Ebene) verglichen werden
können (Gedächtnis) und in dieses Bild aus Entwicklungen/Veränderungen auf "Ebene zwei" münden - ein Bild aus gewesenen und
erwarteten Zuständen auf "Ebene zwei", ein Bild der Zeit, das die Persönlichkeit ist.

So gibt es für Ebene drei, also für die Persönlichkeit, zwei sie bestimmende - und damit mehr reale Ebenen. Die der Materie und die des
"Urgrundes", des "Nichts".

Nun gibt es einen gangbaren "Weg in den" Urgrund, besser gesagt: ein mögliches Erkennen des Urgrundes, indem ich mir das betrachte,
was dieser Ebene zugrunde liegt.

Auf der Ebene zwei, der der Materie/Energie gibt es schon keine Zukunft und Vergangenheit mehr - es ist nur ein Materie-Sein, und
dieses "Materie-Sein" ist völlig unabhängig davon, was aus der Materie gemacht ist, oder zu was sie wird.

Sie ist ein der Persönlichkeit zugrunde liegendes Sein, das die Dinge ist und auf dem ich selbst alle Materie bin, aber eben nicht im
Sinne einer Ebene drei, als Persönlichkeit, sondern als "Muttersubstanz" zu ihr.

Und ist das "NUR-hier" von Materie/Energie erkannt, erkennt sich auch das Nichts.

Denn schon auf der Ebene der Materie bin ich identisch mit dem mirakulösen "NICHTS", das als Ur-Gespenst die Spiritualität
mit seinem Heulen erzittern lässt. :w00t: :w00t: :irre: :irre:

Hinter allem "Erreichen-können" steht das Nichts - etwas, was die eigene Persönlichkeit bedingt - aus
einem für Persönlichkeit unbewussten Tun heraus - sie unterliegt der Macht des Nichts.

Alles, was eigens Leben ist, was darin erkannt wird, was darin geschieht, geschieht durch die Macht des
trans-personalen Urgrundes, den ich auf der ersten und der zweiten Ebene angesiedelt hatte.

Im Grunde ist ja der Urgrund zwar etwas wahrnehmbares, aber durch die Einzigkeit der Wahrnehmung
nicht beschreibbares - da die Wahrnehmung des Urgrundes zu keiner Wahrnehmung im Widerspruch steht.

Und diese Widerspruchslosigkeit des Urgrundes, des Nichts, zu jeglicher Wahrnehmung, macht ihn begrifflich
nicht eingrenzbar - alles ist immer in ihm.

"Ich erscheine im Hier" ... und damit weise ich auf den "Urgrund", das HIER hin - auf das, in dem alles erscheint.

Also, ich habe mal versucht zu umschreiben, über was ich so schreibe. :tobroll: :icon_wink_small:
Tobias
 

Re: Die Befreiung des Traumes

Beitragvon Narayana » Mo 10. Dez 2012, 11:03

Ich denke, nur wenn mal alle Ebenen akzeptiert, kommt man mit sich ins Reine.
Wenn ich versuche eine Ebene alleine gelten zu lassen, werde ich unzufrieden und taumele zwischen den Ebenen hin und her.
Dieses Taumeln führt dazu, dass ich mich irgendwo halten will und ich reagiere.
Die Reaktion führt je nach dem zu weiteren Reaktionen.
Mir wird schwindelig.
Wenn ich alle Ebenen wieder erkennen kann, dann kommt wieder die Ausgeglichenheit.
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