Osho lernt Autofahren

Param-Advaita, jenseits Erleuchtung und jenseits Erwachen; nicht dies und nicht das und sowohl als auch; Abstieg von Kundalini, Tod des Buddha, Wiederauferstehung des Ich, Eins-Sein und Keins-Sein - jenseits aller Konzepte und jenseits von Konzeptlosigkeit.
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Norbert

Osho lernt Autofahren

Beitrag von Norbert »

Oshos Kommune hat 1981 in den USA Land gekauft und ihren Meister mit rübergeschleppt. Er hat das wohl alles einfach laufen lassen und "mitgespielt". Allerdings hat er von März 1981 bis Juli 1985 keine Vorträge (Diskurse) mehr gegeben. Er zog eine Zeit lang auch die Roben nicht mehr an, sondern kleidete sich ganz locker mit Jeanshose und Pullover. Und die ihm verordneten Diäten hat er auch abgesetzt und anderes Essen ausprobiert. In dieser Zeit spielt diese kleine Geschichte ...

"Osho lernte Autofahren. Eines Tages fuhren Sheela und ihr neuer Mann Jayananda mit einem schwarzen Rolls Royce-Kabriolett vor. Osho kam mit Vivek die Schlosstreppe herunter, setzte den drei Passagieren schwarze, russische Hüte á la Gurdjieff auf und setzte sich ans Steuer. Und ab ging's den Berg hinunter. Die Motorhaube sprang auf und zu, auf und zu, denn Osho probierte beim Fahren sämtliche Knöpfe und Schalter aus. Wir, die Zuschauer, standen mit offenem Mund da - das hatten wir nicht erwartet, dass Osho selbst fahren würde! Es war mindestens zwanzig Jahre her, seit er das letzte Mal Auto gefahren war, und zwar ein kleines, indisches, und noch dazu auf der anderen Straßenseite. Aber es war ein herrlicher Anblick!

Jeden Tag lud Osho zwei Leute ein, mit ihm und Vivek auszufahren. Manche Passagiere hatten sich von dieser Fahrt wohl etwas anderes erwartet, denn sie kehrten kreidebleich und zitternd zurück. Mehr als einmal brauchte Vivek bei ihrer Rückkehr zum Schloß einen starken Whiskey, um ihre Nerven zu beruhigen.

Osho fuhr gerne schnell. Seine Passagiere vergaßen meist, daß er der einzige Fahrer auf der Straße war, der wirklich "wach" war und deshalb sicherer als alle anderen fuhr. So schnappten sie jedesmal nach Luft und konnten ihre unterdrückten Angstschreie kaum zurückhalten, wenn Osho mit viel Schwung die Kurven nahm. Und er blieb die ganze Zeit auf der Überholspur. Mehr als einmal sagte Osho, es sei zu viel Angst im Wagen. Einmal hielt er sogar an und sagte, wenn sich seine Mitfahrer nicht entspannten, würde er mit dem Fahren ganz aufhören.

Ein anderes Mal schrie ein Mitfahrer auf dem Rücksitz auf "Das Auto hast du aber nur knapp verpaßt!" "Das ist deine Interpretation", antwortete Osho.

Nirgun, eine spritzige Sechsigerin, die für Osho kochte, beschreibt ihre Fahrt mit ihm in einer dunklen, stürmischen Nacht als das köstlichste Erlebnis ihres Lebens. Hinterher ließ ihr Osho ausrichten, sie sei bisher die einzige gewesen, die wirklich da war."

aus "Diamanten auf dem Weg. Persönliche Momente mit Osho"

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paul
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Re: Osho lernt Autofahren

Beitrag von paul »

Norbert hat geschrieben: Die Motorhaube sprang auf und zu, auf und zu, denn Osho probierte beim Fahren sämtliche Knöpfe und Schalter aus. Wir, die Zuschauer, standen mit offenem Mund da - das hatten wir nicht erwartet, dass Osho selbst fahren würde!


haha ein Genuss!! MEhr davon, lieber Nobert. :wohow:

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