Atem und Zeit

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Caspar
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Atem und Zeit

Beitrag von Caspar »

Z e i t ist A t e m , so heißt es und es heißt, dass VVissen durch den Atem vermittelt und verstanden wird. Zum Verstehen braucht eine Person Zeit. Sie braucht Zeit um zu reifen und sie braucht Zeit um zu verstehen, dass sie vveder Atmet, noch dass es Zeit gibt.

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Caspar
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Manfred
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Re: Atem und Zeit

Beitrag von Manfred »

Caspar hat geschrieben:Ich bitte om Kommentare (aber möglichst schnell)

Caspar

aye, aye sir. :biggrin:
ja, kann sein, dass es so ist. mehr weiß ich auch nicht, dazu zu sagen. aber schön.

Misa
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Re: Atem und Zeit

Beitrag von Misa »

hi ~
es gibt keine person ~ wer braucht da zeit und atem?
Die illusion innerhalb des spiels


imho,

lg misa

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Caspar
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Re: Atem und Zeit

Beitrag von Caspar »

Danke für die Kommentare bis dahin

Misa hat geschrieben:hi ~
es gibt keine person ~ wer braucht da zeit und atem?
Die illusion innerhalb des spiels
imho,
lg misa


Die Person lernt, sammelt VVissen an und versteht. Ohne Bewusstsein gibt es sie nicht. Es gibt sie als Funktion im gesamten System würde ich sagen. Um als Individuum zu Existieren braucht sie die Illusion von Zeit in der sie entsteht und Vergeht.

VVer braucht Atem ? Das organische Leben, (der Körper) braucht Atem und die Person braucht das organische Leben und Bevvusstsein. Ohne Körper kein Atem und keine Zeit.

ICH verstehe nicht was imho bedeutet. Kannst DU mir bitte erklären was das bedeutet liebe Misa?

giklfe

:icon_smile_small: Caspar
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Misa
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Re: Atem und Zeit

Beitrag von Misa »

Caspar hat geschrieben:
ICH verstehe nicht was imho bedeutet. Kannst DU mir bitte erklären was das bedeutet liebe Misa?

giklfe

:icon_smile_small: Caspar




IMHO, „In My Humble/Honest Opinion“, „Meiner unmaßgeblichen/bescheidenen/ehrlichen Meinung nach“


:supercool:

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Caspar
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Re: Atem und Zeit

Beitrag von Caspar »

VVer , ausser der Person , kann überhaupt eine Meinung haben ?
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nano
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Re: Atem und Zeit

Beitrag von nano »

Ob Atem mehr oder weniger mit Zeit zu tun hat als etwas anderes??? No idea.

Klar, Atmen ist sehr wesentlich .. äh nicht nur zum ÜBER-Leben. Darin steckt Nehmen und Geben,
Fülle und Leere. In den Atempausen das NICHTS. Das Nichts ist ein Schleier vor dem Mysterium.. sterben und geboren werden.

Atem verbindet Körper und Seele. Den ersten Atemzug, den du nimmst, musst du mit dem letzten wieder zurückgeben.

Und es atmet dich immer anders. Jede Regung hat ihr Tempo. Es ist fast als atme die Seele und der Körper folgt ihrer Bewegung. Und Atmen und Energie sind verknüpft.

Der Atmen kann still werden - dann ist da ein See der Ruhe. Es ist der Schatten den das leben wirft.

Es ist der Atem, den Gott in den Menschen blies, ihn zu beseelen. Und es wird der Kuss des Todes sein, der Staub zu Staube gehen lässt, dir den letzten Atem nimmt.

Jeder Atemzug ist der Letzte. Alles andere ist Gnade.

Und dann noch der Klassiker Goethe:
m Atemholen sind zweierlei Gnaden:
Die Luft einziehen , sich ihrer entladen;
Jenes bedrängt , dieses erfrischt;
So wunderbar ist das Leben gemischt.
Du danke Gott , wenn er dich preßt,
Und dank ihm , wenn er dich wieder entläßt.


nano
"Die Welt ist alles, was der Fall ist. "
Wittgenstein

Tobias

Re: Atem und Zeit

Beitrag von Tobias »

Caspar hat geschrieben:Z e i t ist A t e m , so heißt es und es heißt, dass VVissen durch den Atem vermittelt und verstanden wird. Zum Verstehen braucht eine Person Zeit. Sie braucht Zeit um zu reifen und sie braucht Zeit um zu verstehen, dass sie vveder Atmet, noch dass es Zeit gibt.

Ich bitte om Kommentare (aber möglichst schnell)

Caspar


Nun ja, würde ich sagen, Zeit gibt es nicht, dann wäre es eine Lüge, denn
dann könntest du diese Worte schon gar nicht lesen. Sie gibt es nur durch
das, was wir "Zeit" nennen :scared: :icon_mrgreen_small:

Wenn ich aber sagen würde, dass es Zeit nicht in der Weise gibt, wie die
soziale Vorstellung es behauptet, so liege ich schon richtiger, denn ich
muss die Zeit nicht verneinen, was im Rahmen meines Geschreibsels auch
Blödsinn wäre. :tobroll:

Ich weise einfach darauf hin, dass die Zeit eigentlich anders ist, als
man sich das so verbreitet vorstellt. In dem Falle muss sich der Leser
die Zeit selbst betrachten, ohne sie zu verneinen - und wird
feststellen, dass sie sich z.B. gar nicht bewegt. :irre: :icon_mrgreen_small:

Was ist nun die Zeit? Da haben sich schon größere Geister, als meiner,
den Kopf daran blutig gestossen. Es gibt sie zwar, aber was sie ist, das
weiß ich halt nicht. :tobroll: :icon_wink_small: :icon_wink_small:

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Caspar
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Re: Atem und Zeit

Beitrag von Caspar »

Danke Nano für das schöne Kommentar zum Atem

Die Zeit zu verleugnen ist wohl nicht recht, lieber Tobi :blushing:
Doch ich meine dass vergangene Ereignisse keine Wirkung haben können - also damit nicht wirklich sind. Eine Erinnerung ist als Ereignis für sich gesehen wirklich. Ebenso wie ein Traum ein wirklicher Traum ist, da ein Etwas darauf reagiert.

Zeit zu haben ist sicher nicht möglich oder ?
Bewusstsein zu haben , also darüber zu verfügen als ob man es besäße, ist wohl auch nicht so.
In dieser Hinsicht haben Zeit und Bewusstsein gleiche Eigenschaften: Niemand Verfügt darüber oder ? Doch ich meine Bewusstseinszustände und das Erleben einer Zeitdauer können absichtlich beeinflusst werden (und sei es durch Drogen oder Übungen). Dass sich Zeit nicht bewegt, ist schon mal eine interessannte Feststellung. Bewegt sich Bewusstsein? Verändert es sich nicht ständig ? Achtsamkeit ist nicht immer da ! Im Schlaf verschwindet Aufmerksamkeit, im Erwachen erscheint sie wieder. Und der Atem ?
Irgendwie scheint der Atem Körper und Seele miteinander zu verbinden wie Nano schon sagte.
Jeder A t e m z u g mit A c h t l o s i g k e i t genommen ist tot und jeder Atemzug mit Anbetung und Gegenwart genommen ist lebendig und verbunden mit der göttlichen Gegenwart, heißt es.

Ich habe noch nicht zu ende gedacht.....

Jetzt frage ich, ob ich als Person auch Wissen und Verständnis und Fähigkeiten haben und verlieren kann ?
Und wenn nicht die Person, wer dann ?
Du kannst nichts geben, was nicht genommen werden kann

Tobias

Re: Atem und Zeit

Beitrag von Tobias »

Hi Casper,

ich würde ja sagen: mache es dir einfacher, darin, was du "nicht bist" und was du "bist". :icon_wink_small:

Das heißt, unterscheide dabei nicht in das, was was anderem gehört - und das, was dir gehört.

Das ist eine Konvention in der sozialen Begegnung und macht in ihr Sinn.

Du bist das, was alles umgreift als "Eigen", auch im etwas scheinbar nicht zu "besitzen" oder
etwas nicht zu sein. "Nicht Sein" (ob als "etwas" oder in der "Identität") ist ebenso eine Eigenschaft
deines Seins, also des "alles umfassenden", was du bist.

Es gibt einfach nichts, was du nicht wärst ... und schaust du auf das, für was immer alles ist,
und in dem "eigen" und "nicht eigen" erscheinen mögen, hast du das "Eigen", in dem dir
alles gehört, besser: du alles bist.

Dieses Individuum, das du bist, gibt es, aber eben als einen Teil von dir ... und nicht als wirkliche
Grenze deines Wesens. Dir gehört so auch die Zeit, und der Raum, egal was sie sein mögen.
Alles, egal was, bist du.

:tobroll:

Einen lieben Gruß

Tobias

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