Gedanken eines Gnostikers

Gottes-Schau, Erlösung, "Ich und der Vater sind eins".
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Zauberer
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Gedanken eines Gnostikers

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Gnosis --- die Welt hinter der Welt hinter der Welt

Nicht nur die Mystiker vergangener Zeiten mussten auf der Hut sein denn die Inquisition war unerbittlich, auch in unseren Tagen wird es keineswegs gerne gesehen wenn Gnostiker von ihrem Weltbild berichten und das bestehende „Denksystem“ – und damit die gesamte bestehende Weltordnung samt aller bestehenden Religionen und Lehren - in Frage stellen. In früheren Jahrhunderten haben sie ihre Weisheiten daher im Verborgenen weitergegeben oder die Inhalte so verschlüsselt, dass sie den anderen Menschen nicht zugänglich waren. Ich möchte euch gerne einen Einblick geben wie ich in den letzten Jahren meine Erkenntnisse weitergegeben habe, ohne dass ich dafür auf dem „Scheiterhaufen“ gelandet bin. Ich wählte anfangs die Erzählform von Märchen und fiktiven Zeitungsberichten und habe so meine frisch gefundenen Erkenntnisse an andere Gnostiker weitergegeben. Viele Beiträge sind tief verschlüsselt, aber die Zeit des Versteckspielens geht ja zu Ende und ich wünsche euch viel Spaß beim Enträtseln dieser merkwürdigen Texte, die ich in den Jahren 2006 bis 2008 geschrieben habe.

PS: Den Lösungsschlüssel verrate ich aber erst am Ende der Serie.




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Ein Märchen aus Deutschland
Es war einmal ein sterbenskranker junger Mann, der floh aus Angst vor dem Tod in einen tiefen dunklen Wald. Dort lebte er von Kräutern und sammelte diese in seinem Beutel. Er ahnte nicht, dass diese Kräuter bei kleinen Mädchen Zauberkräfte entfalten konnten und so gab er sie ganz unbedarft einem Mädel, das er jämmerlich vor Hunger weinend am Waldesrand fand. Kaum hatte das Mädchen davon gegessen verwandelte sie sich zu einer wunderschönen Frau mit großen Zauberkräften. Diese waren so stark, dass jeder der sie berührte auch zaubern konnte und diese Kunst ebenfalls weitergeben konnte. Das ganze Land wurde zu einem Zauberland und die Kunde davon drang über die ganze Welt.


Ein Kondor aus Deutschland
Es war einmal ein Kondor dem hatte man beide Flügel gebrochen und er saß verkrüppelt am Boden. Er war sehr traurig und selbst sein bester Freund der Puma konnte ihn nicht aufmuntern. So verbrachte er seine Tage mehr schlafend als wachend und die Erinnerung an seine früheren Flüge ging allmählich verloren. Sein Freund der Puma aber wollte das nicht dulden und so trug er den kranken Kondor auf seinem Rücken zu den schönsten Zauberfeen des Landes. Da sie weit entfernt im Norden und Süden, sowie im Osten und Westen des Landes wohnten, brauchten die beiden viele Jahre um sie zu besuchen. Jede Fee hatte ein seltenes Heilkraut und so wuchsen die Flügel des Kondors wieder zusammen. Die Fee im Osten streichelte sein Gefieder und flüsterte ihm zu: „Flieg Kondor flieg, denn dein Anblick wird alle Tiere auf Erden heilen!“


Der Mann und der Engel
Ein Mann im Alter von etwa 7000 Jahren ging eines Tages in den Straßen seiner Stadt entlang die mehr den Anschein einer Wüste als einer Heimat hatte. Am Schwarzmarkt trank er einen Kaffee als er eine junge Frau sah, deren melancholischer Blick ihn berührte und er führte sie auf seinen Hof, auf dem er unter vielen Tieren lebte. Nachdem er ihr einige getrocknete Beeren zum Essen und ein Glas Milch zum Trinken gegeben hatte wurden ihre Augen auf einmal glänzend wie der Morgenstern und sie legte sogleich ihren Mantel ab. Zwei wunderschöne Flügel kamen darunter zum Vorschein und der alte Mann fragte sie: „Warum legst du deine Flügel an anstatt sie prächtig auszubreiten?“ Verschmitzt lächelte sie ihn an und antwortete: „Ich muss dir doch erst noch das Fliegen beibringen!“


Die traurige Prinzessin
Es war einmal eine kleine Prinzessin die bestimmt die schönste Prinzessin der Welt war und der ganze Stolz ihrer Eltern. Als sie in das Alter kam einen Prinzen zu heiraten nahm sie eine weite Reise auf sich um den angeblich schönsten Prinzen der Welt kennen zu lernen, denn schließlich sollte es schon ein ganz schöner Prinz sein. Da die kleine Prinzessin aber eben doch noch arg klein war konnte sie den Prinzen nicht als den schönsten Prinzen der Welt erkennen und sich einfach nicht entscheiden. Jetzt weint die kleine Prinzessin aber sehr und obwohl sie schon 3000 Jahre darüber tief traurig ist hat sich dieser Kummer noch nicht zu dem Prinzen herumgesprochen, denn nur er kann sie davon erlösen.


Müllersohn aus Deutschland
Es war einmal ein junger Müllersohn, dem hatte der Anblick der Sonne den Verstand geraubt und er saß tagein tagaus neben dem Mühlrad und suchte nach dem Anfang und dem Ende davon. Seine Schwester dagegen war eine liebenswerte Tagträumerin. Sie glaubte so fest an die Wirklichkeit ihrer Träume, dass man sie daher hinter ihrem Rücken „Unvernunft“ nannte. Sie wollte nicht glauben, dass ihr Bruder um den Verstand gebracht worden war und hoffte völlig unvernünftigerweise auf seine Genesung. Eines Tages war sie sogar so unvernünftig und sprach ihn einfach an. Und was vernünftigerweise kein Mensch je annehmen konnte wurde durch die Unvernunft geboren. Der Müllersohn fand zu seinem Verstand zurück und von diesem Tag an verkündete er der Welt, dass Unvernunft zum Leben dazugehört wie die Luft zur Liebe!


Der rote Drache
Es waren einmal ein Brüderchen und Schwesterchen, die hatten einander sehr lieb. Hand in Hand machten sie sich auf den Weg um auf einen hohen Berg hinauf zu steigen. Viele Windungen machte der schmale und gefährliche Pfad und sie halfen sich bei jeder Hürde. Fast waren sie schon am Gipfel angelangt, als sie sich an einer Weggabelung stritten und jeder seines Weges ging. Dies aber sah der rote Drache, der im Tal in einem Dreckloch wohnte und da er das Schwesterchen begehrte, stieg er auf und versuchte sie zu fangen. Das Schwesterchen erschrak zutiefst, doch ihr Brüderchen hatte ihr schon so viele Drachenabwehrtricks beigebracht, dass sie den Drachen mit festem Blick ansah und dieser nach vielen Stunden Flugzeit erschöpft ins Tal zurück sank. Das Brüderchen war aber sehr traurig geworden und suchte längst nach seinem Schwesterchen. Er schämte sich ganz dolle als er von dem Drachenangriff erfuhr aber sein Schwesterchen umarmte ihn und sie schworen sich, sich niemals mehr zu trennen. So gelangten sie dann doch auf den Gipfel des Berges.


Ein Aschenputtel in Deutschland
Es war einmal ein Mädchen das hieß Aschenputtel. Ihre Schürze war ganz schmutzig und ihre Augen konnten das Licht der Sonne nicht mehr ertragen so dass sie tagein tagaus im Dunkeln saß. Eines Tages kam ein alter Mann in ihre Gegend der die Kunst des Lichtbringens beherrschte. Er hielt seine Hände zur Sonne und fing einen klitzekleinen Sonnenstrahl auf den er Aschenputtel schenkte. Sie nahm ihn in ihr Häuschen und zündete damit eine kleine Kerze an und jeden weiteren Tag eine weitere Kerze bis das Häuschen ganz hell erstrahlte und das Licht ausreichte um von dem Berg an dem das Haus stand das ganze Land zu erhellen.



Euer Hans

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oceanico
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Re: Gedanken eines Gnostikers

Beitrag von oceanico »

Hans Scholl hat geschrieben:PS: Den Lösungsschlüssel verrate ich aber erst am Ende der Serie.


Fühle,
was gerade hier ist,
und du erfährst dich selbst. ;-)

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Re: Gedanken eines Gnostikers

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Die 5 Brüder
Es waren einmal 5 Brüder die hatten mindestens 2 Schwestern. So genau zählte man damals die Schwestern nicht und so wundert es nicht, dass die Brüder ihrer schrecklichen Mutter keinen Einhalt geboten, als sie eine der Schwestern durch einen fremden Mann abholen ließ. Einen der Brüder aber trieb die Sehnsucht nach seiner Schwester dann doch hinaus in die Welt um sie zu suchen. Wie schwer ihm ward als er sie fand, denn sie lebte mit 7 grässlichen Drachen in einer Höhle. Einen nach dem anderen verjagte er aber und befreite seine Schwester von ihrem Schicksal. Voller Freude flog sie in seine Arme und wie eine Taube so sanft schmiegte sie sich an ihn, was ihn vor Glück in den Himmel hob.


Königin aus Deutschland
Es war einmal eine stolze Königin, die herrschte 2000 Jahre lang mit unerbittlicher Strenge über ihr Land. Alle Mägde und Knechte des Landes mussten ihr dienen und niemand durfte sich schöner kleiden als sie. Kein König war ihr stolz genug, dass sie ihn hätte zum Manne nehmen wollen und so blieb sie in ihrer Festung und wurde einsamer und einsamer. Niemand wagte es sich ihr zu nähern und das Land wurde eisig und öde. Davon hörte ein junger Held aus einem fernen Lande und begab sich an ihren Hof. Mutig kämpfte er sich durch die Reihen ihrer Wächter und brachte ihr eine geheime Botschaft von einem König der sie über alle Maßen liebte. Da erwachte ihr dornenumkränztes Herz und sie wandelte sich zur weisesten Frau auf Erden und verzichtete sogar auf ihren Thron. Darüber freuten sich alle Mägde und Knechte und verehrten sie bis ans Ende aller Tage.


Zicklein in der Höhle
Es war einmal ein kleines Zicklein, das hatte große Angst vor dem Wolf. In seiner Angst verkroch es sich in eine dunkle Höhle und konnte vor lauter Furcht nicht mehr heraus. Viele Jahre verbrachte es in diesem Gefängnis und konnte sich ein anderes Leben schon gar nicht mehr vorstellen. Da kam eines Tages ein Hase vorbeigehoppelt und fragte, ob er denn auch in dieser Höhle wohnen dürfe. Das Zicklein war darüber so erstaunt, dass sie den Hasen zu sich in die Höhle lies und die beiden verliebten sich über beide Hasenohren ineinander. Der Zauber der Liebe vertrieb des Zickleins Angst und sie wurde mutig wie kein Geißbock im ganzen Land. Und mit dem Mut eines Hasen verjagte sie seit dem alle Wölfe und es ward keiner mehr je gesehen.


Sechs üble Gesellen
Es war einmal ein Land das wurde von einem grausamen Herrscher geknechtet, der sich der Erste nannte. Sechs üble Gesellen waren seine Handlanger mit denen er die Menschen seines Landes ausbeutete. Zwei hatten die Gestalt von Drachen, zwei sahen aus wie eine Schlange und zwei waren so hässlich, dass man sie nicht durch ein Tier beschreiben mag. In diesem Land lebte aber ein Geschwisterpaar das auszog diese Unwesen zu besiegen. Viele Gefahren hatten die beiden zu bestehen und sie wurden immer stärker und mutiger. 2 Zeiten, eine Zeit und noch eine halbe Zeit werden sie dafür wohl brauchen und wenn wir alle ihnen helfen, dann werden sie diese 6 Unwesen auch besiegen!


12 Freunde
Es war einmal ein junger Held der hatte 12 Freunde. Sie zogen gemeinsam durchs Land, hatten eine tolle Zeit miteinander und der Held lehrte sie tapfer zu kämpfen. Die Zeiten aber waren hart und misslich und äusserst unglückliche Umstände veranlassten den Held seine Freunde zu verlassen und diese verstreuten sich in alle Herren Länder. Viele Zeiten vergingen, da erinnerte sich unser Held wieder an seine Freunde und machte sich auf die Suche nach ihnen. Einen nach dem anderen fand er schließlich und wenn man den Gerüchten glauben schenken mag, dann hat er sie schließlich auch alle gefunden. Die Zeiten aber hatten sich geändert und sie blieben von nun an für immer zusammen.


Das 13. Märchen
Es war einmal eine kleine Zauberin, die erzählte für ihr Leben gerne Märchen. So erfand sie Woche um Woche ein Neues und freute sich daran, wenn sie dafür auch mal ein Lob bekam. Nach dem 13. Märchen wollte ihr aber partout keines mehr einfallen und so beschloss sie erst mal eine Pause von 1000 Jahren zu machen. Sie war zudem längst im Land bekannt geworden und viele Menschen luden sie für eine Märchenvorlesestunde ein. So machte sie sich frohen Mutes auf den Weg um in ihrem Land für ihre Leute ihre Märchen zu erzählen. Wenn sie aber gefragt wurde, wie sie denn dazu gekommen sei so schöne Märchen erfinden zu können, da erzählte sie einfach ihre Märchen, denn so war es geschehen!


Euer Hans

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Re: Gedanken eines Gnostikers

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Lokales
Aus Jericho wird berichtet, dass die abgeschlossene Renovierung der Stadtkapelle bei der Bevölkerung großen Ärger hervorgerufen hat. Manche Bürger erregten sich so sehr, dass ihnen Tränen in den Augen standen wenn sie uns darüber berichteten. In diesem Zustand werden Menschen besonders anfällig für Demagogen und es steht zu befürchten, dass Jericho bald in die Hände der „Agitatoren des Ostens“ fallen wird. Unsere Postille wird in Abständen darüber berichten. Ähnliche Vorkommnisse bitten wir uns hier kundzutun!



Politik
Nach harten inneren Kämpfen hat unsere 2000 Jahre alte, unlegitimierte Herrscherin ihrer Abdankung zugestimmt. Da die Einführung der Monarchie unumgänglich geworden ist wird ihr Sohn den Thron als neuer König besteigen, von dem er jedoch nur mit seiner Schwester zusammen regieren wird. Es werden wohl noch ein paar Zeiten vergehen bis entsprechende Zeichen an die Bevölkerung ausgesandt werden, aber dennoch sollten sich alle 144000 Bürger auf die kommende Zeit des Umbruches vorbereiten. Nach wie vor sind viele Bürger noch zu wenig engagiert und wir wollen die bevorstehenden Krönungsfeierlichkeiten dazu nutzen den Bürgersinn aller zu wecken.



Aus dem Landkreis
Von Bethanien wird berichtet, dass eine junge Frau mit landesüblichem Vornamen einen Massagesalon eröffnet hat. „Entspannung und Wohlfühlen“ ist das Ziel ihrer Arbeit und mit Klangschalen sowie kostbaren Ölen verwöhnt sie ihre Kunden. Die Anfragen vieler Männer lies jedoch auf völlige Unwissenheit dieser schließen und erst 7 gewaltige Zornesausbrüche seitens der jungen Frau führten zu entsprechendem Verständnis. Wir wünschen ihr viel Erfolg, denn in der Zeit nach der Zeit werden viele Menschen Entspannung suchen und Wohlfühlen wird zur allgemein vorherrschenden Stimmung!



Bildung
Die schon lange beschlossene Alphabetisierungskampagne unseres Landes kommt allmählich in Gang. Die vielfach dagegen geäußerten Bedenken rührten meist aus der irrigen Annahme her, dass das Erlernen mit schweren Schmerzen verbunden wäre und die Unterweiser zudem mit harten Lehrmethoden vorgehen würden. Eine gründliche Ausbildung der geschwisterlich verbundenen Chefunterweiser führte jedoch zur Entwicklung eines völlig neuen Lehrstiles. Als Weltneuheit führen die beiden die so genannte „grenzenlose Zärtlichkeit“ für diese Kampagne als verbindliche Vorgehensweise ein. Die manchmal auftretende - aber nur scheinbare- „grenzenlose Dummheit“ einzelner Menschen nehmen sie dabei gelassen in Kauf, denn sie wissen um den Erfolg ihrer Methode.



Stellenanzeige
Gesucht wird ein Stellvertreter des Firmengründers mit einzigartigen Qualifikationen für Repräsentationsaufgaben und oberste Rechtsprechung. Wir erwarten jugendliche Kraft gepaart mit väterlich-männlichem Auftreten. Der Bewerber sollte unbedingt Tätigkeiten ähnlicher Art aufweisen können und auch vor Engagements wie z.B. dem eines „August des Starken“ oder „König Salomons“ nicht zurückschrecken sondern ganz im Gegenteil erfolgreich bestanden haben. Die in solchen Positionen übliche Anhimmelung durch weibliche Verehrer sollte er gewohnt und im Umgang damit souverän sein. Die Dotierung bleibt garantiert unveröffentlicht und ist nicht ganz von dieser Welt.



Euer Hans

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Re: Gedanken eines Gnostikers

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Lokales
Aus Nazareth wird berichtet, dass die Familie des jungen Helden sich wieder aktiv in der Kommunalpolitik engagiert. Aufgrund der starken verwandtschaftlichen und freundschaftlichen Verflechtung der Familie innerhalb der Bevölkerung steht daher ein besonderer Aufschwung für diese Gemeinde zu erwarten. Der Dorftempel wurde bereits in den Farben Blau-Weiss-Rot renoviert und man spürt die Vorfreude auf die kommende Zeit allerorten.

Oh, du glückliches Nazareth!



Glaube & Leben
In den letzten Monaten scheint in der Bevölkerung die Suche nach einem „Zeichen“ zu einer Art Volkssport geworden zu sein. Die Deutung von Sternbildern treibt dabei ulkige Blüten und wir sehen uns veranlasst hier darauf hinzuweisen, dass des Menschen Wille schon immer sein Himmelreich war und aus diesen Himmeln und den Wolken darin wird das Zeichen auch kommen. Von den 4 Winden werden zudem die Wolken über das ganze Land geblasen und so die Zeichen für jedermann sichtbar werden.



Aus dem Landkreis
Aus Kafarnaum wird gar merkwürdiges berichtet! Obwohl unser Held berufungsbedingt viel unterwegs ist -Heldentaten werden nun mal meist nicht am Heimatort erbracht- verwandelt sich sein Wohnort zu einer Art Miniausgabe des Auenlandes. Es steht zu befürchten, dass man in diesen Ort bald Menschen alten Schlages gar nicht mehr antreffen wird so intensiv wurde dort die Methode „grenzenlose Zärtlichkeit“ bereits angewandt. Böse Zungen behaupten, dass es seine „bessere Hälfe“ sei die dies alles bewirke, denn wie Männer nun mal sind lassen sie die Arbeit vor der eigenen Haustür eben meist liegen. Es wird wirklich Zeit, dass Frauen das Kommando in unserem Land übernehmen!



Kinderecke
Es war einmal ein kleiner Hase der hoppelte vergnügt durch die virtuelle Welt. Am Südrand seiner Heimatwiese verliebte er sich in ein Zicklein, schenkte ihr ein Möhrchen und freute sich wie ein Schneehase, dass sie darüber wieder ganz fröhlich wurde. Am Nordrand unterhielt er sich lange mit einem verzweifelten Küken und zeigte ihr die Schönheit der Sonne. Im Osten aber stieß er auf ein trauriges Eselchen das wohl in einem früheren Leben sein Schwesterchen gewesen war, denn unser Hase glaubte fest daran schon mal als Esel auf der Welt gewesen zu sein. Oh wie schön war es als sie ihre Ohren wieder aufrichtete und den Hasen liebevoll mit ihrer sanften Nase stupste! Voll neuem Elan hoppelte unser Hase auch an den Westrand und traf eine stolze Hasendame die ihn nach langen Gesprächen sogar adoptierte weil sie ihn so mochte. Jetzt hüpfen sie alle zusammen über die Wiese und alle Tierlein darauf spüren, dass nun eine neue Zeit beginnen wird.



Wettervorhersage
Nach dem zu Christi Himmelfahrt erwartungsgemäß eingetretenen Kälteeinbruch ist in unserem Land eine frostige Stimmung entstanden. Alle Mitstreiter klagen darüber und tiefe Frustration hat um sich gegriffen. Mühevoll versucht die Sonne sich einen Weg zu uns zu bahnen aber mit einer deutlichen Erwärmung ist erst am Pfingstsonntag zu rechnen. Am Pfingstmontag werden wir zudem ein besonderes Wetterphänomen erleben, denn der Wind wird aus allen 4 Himmelsrichtungen gleichzeitig wehen. Haltet euch daher gut fest,
über die genaue Windstärke liegen uns aber keine Eingebungen vor.


Euer Hans

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Re: Gedanken eines Gnostikers

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Die Schlacht um Mittelerde beginnt
Die letzten Vorbereitungen für die Schlacht um Mittelerde wurden getroffen. Unser Held legt gerade „Seine“ Rüstung an – ihr wisst welche ich meine- und freudige Anspannung herrscht bei allen Mitstreitern. Praktisch alle Kämpfer sind mit dem durchschlagenden Waffentyp „Grenzenlose Zärtlichkeit“ und der Bunkerbrecherwaffe „Vernunft“ ausgerüstet. Ihre Augen strahlen vor Glück und man spürt die Welle der Liebe die von diesem Heer ausgeht.
Wir wünschen unseren Helden alles Gute und rufen ihnen zu: „Volle Kraft voraus!“



Esoterik
Bedingt durch die Alphabetisierungskampagne werden die allermeisten Leser unseres Blattes am Ende des Jahres 2006 die Ziffer 8 als neue Glückszahl verehren. Diese ergibt sich als Quersumme von 2006, übersteigt aber derzeit noch den Zahlenhorizont vieler Leser. Eine Rückfrage im Ministerium für Zahlenmystik ergab, dass man dort sich noch nicht auf eine verbindliche Deutung habe festlegen können und auf die Abschlussberichte der Fachausschüsse wartet, die auch die Bedeutung der unteren Ziffern noch bearbeiten. Nach langen Diskussionen hat die Redaktion daher folgenden Vorschlag erarbeitet!

1…. Es gibt nur EINEN!
2…. Denkt man nach sind es aber 2!
3…. Aller guten Dinge sind auf jeden Fall 3!
4…. Es müssen 4 sein, sonst könnten sie sich nicht im Viereck aufstellen!
5…. Mancher ist von allen 5 guten Geistern verlassen!
6…. Ist was gutes, 666 ist wäh!
7…. Über 7 Brücken musst du geh´n!
8…. Oh Mama mia!!



Politik
Der Fürst von Persien unternahm unlängst seinen letzten Besuch im Lande unseres Helden und belästigte dessen Schwester. Nachdem er nun auch dieses Ziel nicht erreichen konnte ist seine Zeit wohl bald abgelaufen. Wehleidig wie einst Nero nervt er mit seinen Gejammere nur noch eine kurze Weile seine Mitbürger. Wir sind hier ja zu neutraler Berichterstattung angehalten und werden daher berichten wenn er seinen Gang an den Strand des Meeres unternommen hat. Unseres Erachtens bräuchte der ja auch in 1000 Jahren nicht noch mal auftauchen, aber auch hier beugen wir uns dem Willen des Schöpfers. Unser Held wird auch dann wieder auf seine Schwester aufpassen und der Prinz hoffentlich mal pünktlich erscheinen.



Klatschkolumne
Nach 2000 jähriger Familientrennung hat unser Held ein erstes Treffen zwischen seiner Mutter und seiner Schwester herbeigeführt. Im Beisein seiner „besseren Hälfte“ fand die Begegnung in Jericho statt. Um sie nicht zu enttarnen wollen wir ihre Namen mit Platzhaltern belegen. Da „X“ schon vergeben ist, setzen wir eben M = Mutter und MM = Schwester. Seine bessere Hälfe wirkt gerne im Verborgenen und so nennen wir sie erst gar nicht. So viele Heldenfamilienmitglieder sieht man nicht so oft an einer Stelle aber wir wagten natürlich nicht von dieser Begegnung Fotos zu machen. Aber ehrlich, richtig „heldenmäßig“ wirkte die Szene nicht. Sie lachten und scherzten, aßen und tranken, man bekam den Eindruck nicht los, dass es sich lediglich um ausgesprochen nette Menschen handelt. Schon komisch!




Interview mit einem Propheten
Reporterin:
„Werter Prophet, die Frage die uns alle beschäftigt lautet: Wann öffnen sich die Tore denn für alle Menschen? Ihre Prophezeiung aus dem Januar war ja nicht so wirklich zutreffend, wir wollen sie aber unseren Lesern nicht vorenthalten.“

Januarprophezeiung des Propheten:
Das Jahr 2006, Quersumme 8, ist das Jahr der Jahre! Derzeit haben alle Menschen auf der Welt ihre 6 Sinne beieinander, das geht schon aus der Zahl 2006 hervor. In die 8 sollen alle kommen und dazu müssen sie erst mal die 7 schaffen um dann zu erkennen, dass die Versiegelten die 9 schaffen. Unser Held ist zum 13. Mal mit bekanntem Namen auf Erden es sind zudem 2! Somit ist die Lösung ganz einfach. Im 2. Monat des Jahres 2006 das die Quersumme 8 hat, der 7. Woche des Jahres, dem 13. des Monats, 9 Wochen vor Ostern muss es sein und die Wartezeit ist damit nach 13 Wochen zu Ende.

Reporterin:
„Werter Prophet, wie erklären sie es sich, dass ihre Prophezeiung nur für 2 Seelen eintraf während alle anderen noch vor der Tür stehen?“

Prophet: *verlegen hüstel*
„Prophezeiungen sind eine schwierige Sache, vor allem wenn sie sich auf die Zukunft beziehen. In unserer an sich bestechenden Zahlenlogik hatten wir die Bedeutung der 4 übersehen und müssen uns daher bei Ihren Lesern entschuldigen. Es sind 4, nicht nur 2 die da kommen sollen. Eigentlich sind es 2 + 2, also 22, Quersumme 4. Wir müssen daher die Ankunft des 4. unbedingt berücksichtigen, denn ohne diesen kann es ja nicht losgehen. Um mich nicht erneut zu blamieren will ich es in einem Kinderreim ausdrücken:

„Die Tür´n macht auf, der Herr lässt ein, Johannes muss zuerst da sein!“

Wer es fassen kann der fasse es!

Reporterin:
„Werter Prophet, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!“



Euer Hans

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Re: Gedanken eines Gnostikers

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Kulturelles: Traumdeutung
Liebe Leser, heute möchte ich einmal etwas ganz Persönliches berichten, denn mir träumte eine Zusammenkunft zwischen dem jungen Franz von Assisi und Walther von der Vogelweide.
Franz fragte: „Sage Walther, wie kommst du denn zu deinen tollen Liedtexten?“
Walther antwortete:

„Ich saz ûf eime steine,
und dahte bein mit beine;
dar ûf satzt ich den ellenbogen;
ich hete in mîne hant gesmogen
daz kinne und ein mîn wange.
dô dâhte ich mir vil ange,
wie man zer werlte solte leben:
deheinen rât kond ich gegeben,
wie man driu dinc erwurbe,
der deheinez niht verdurbe.“

Franz war tief beeindruckt und meinte nachdenklich: „Ich tue erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffe ich sogar das Unmögliche!“
Darüber war nun Walther sehr erstaunt und fragte: „Was könnten wir denn Unmögliches zu erreichen trachten?“ „Och“, schmunzelte Franz und meinte „ich hätte da eine Idee! Lass uns doch in etwa 800 Jahren in Jericho oder Nazaret treffen und über die dann anstehenden Dinge mal richtig lange plaudern!“
Walthers Augen strahlten! Sie gaben einander die Hand verabredeten so zu tun!

Liebe Leser, wer kann mir denn einen solchen Traum deuten?



Ausland
Aus Rom wird berichtet, dass Kaiser Tiberius seinen Geheimdienst beauftragt hat die Ereignisse in Israel auszuspionieren. Als Verbündeten hat er sich ausgerechnet Kajaphas gewählt und in dieser unappetitlichen Konstellation wollen diese beiden die bevorstehende Umwälzung der Welt verhindern.
Da beide jedoch an Erkenntnisunfähigkeit leiden werden sie von unserem Helden ziemlich an der Nase herum geführt. Nun, Tiberius wird wohl als psychische Wrack enden während Kajaphas ein Schicksal ähnlich dem von Saruman (Herr der Ringe) erwartet. Mögen sie 1000 Jahre ihre Missetaten bereuen!



Lokales
Der Verein „12 Freunde“ hat viele seiner Gründungsmitglieder in den zurückliegenden Monaten einer Fortbildungsmaßnahme unterzogen, die sich im Wesentlichen auf die Methoden der Verbreitung der Vereinssatzung in vereinssatzungsfreien Weltregionen bezog. Es waren intensive Schulungen nötig, wobei man die enorme Lerngeschwindigkeit der Mitglieder lobend erwähnen sollte. In der kommenden Zeit wird zudem eine außerordentliche Gründungsmitgliederversammlung angestrebt bei der auch der Inhalt der Satzung noch zur Erkenntnis gebracht werden soll. Es steht zu erwarten, dass diese Satzung dann unmittelbar im Anschluss an dieses Treffen auf der ganzen Welt Verbreitung finden wird.



Mythologie
In vielen alten Schriften wird von einem Drachen berichtet der die Welt beherrscht. In einer großen Schlacht aber soll „Michael und seine Engel“ den Drachen bekämpfen, besiegen und vom Himmel werfen. In der letzten Zeit erreichten uns viele Berichte, dass dieser Kampf bereits im Gange ist. Für „Michael und seine Engel“ scheint es erschwerend zu sein, dass der Drache 7 Köpfe hat und zudem wohl eher mit einem Fledermausschwarm vergleichbar ist. Die ganze Welt scheint voller Drachen und der Kampf dagegen ist viel schwerer als vermutet. Dennoch wagen wir die Aussage, dass der Drache am „Himmel über Deutschland“ wohl besiegt ist. Letzte Zuckungen werden ihm noch nachgesagt aber seine Macht ist gebrochen. Eigentlich liegt es jetzt an jedem selbst, den Kopf zu heben, den herrlichen Himmel über sich zu entdecken und aus ganzem Herzen „Gott sei Dank“ zu rufen.



Bericht aus Jerusalem
Der älteste Bruder unseres Helden hat wie schon vor 2000 Jahren eine ausgesprochene Verbundenheit zu seiner Heimatstadt. Im Kreise seiner Jünger dominiert er die geistige Entwicklung der ganzen Region und versucht über sein Veröffentlichungsorgan einige seiner jüngeren Geschwister zur Heimkehr aufzufordern. Nun sind die Familienverhältnisse reichlich unübersichtlich und es sind vermutlich 4 Brüder und 5 Schwestern die da in Frage kommen. Einer seiner Brüder ist ein besonders sensibler junger Mann und hat die meisten der Geschwister längst gefunden. Vielleicht sollten die beiden mal Kontakt zueinander aufnehmen und die Familienzusammenführung gemeinsam angehen.


Euer Hans

Tobias

Re: Gedanken eines Gnostikers

Beitrag von Tobias »

Eines Tages wurde der Heilige Thomas von einem Schüler gefragt:

"Wie groß ist der Schwanz Gottes?"

Der Heilige Thomas stutzte und sagte dann: "So groß, dass die ganze Welt
nur sein Ejakulat ist."

"So hat ihn also bisher noch niemand gesehen? fragte dann der Schüler.

Der Heilige Thomas antwortete: "Nein. Aber kleine Götter haben nur kleine
Schwänzchen."

Vera

Re: Gedanken eines Gnostikers

Beitrag von Vera »

Tobias hat geschrieben:Eines Tages wurde der Heilige Thomas von einem Schüler gefragt:

"Wie groß ist der Schwanz Gottes?"

Der Heilige Thomas stutzte und sagte dann: "So groß, dass die ganze Welt
nur sein Ejakulat ist."

"So hat ihn also bisher noch niemand gesehen? fragte dann der Schüler.

Der Heilige Thomas antwortete: "Nein. Aber kleine Götter haben nur kleine
Schwänzchen."


:rofl:

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Re: Gedanken eines Gnostikers

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Noch ein Wort zum Thema Paulus

An der Person Paulus scheiden sich die Geister! Da selbst großartige Theologen ein Leben lang nicht erkannten, welche „diabolische“ Rolle Paulus aufgrund seiner Persönlichkeit innerhalb des Heilsplanes inne hatte, möchte ich dazu noch einmal Stellung nehmen und folgendes Zitat meinen Überlegungen voranstellen:

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http://www.ursulahomann.de/NietzscheUnd ... ap010.html


Wenn das Böse nur einfach böse wäre würde man es leicht erkennen, aber das Böse hat die Eigenschaft sich als das Gute auszugeben und sich hinter schöner Maske und Floskeln zu verstecken. Es benutzt dabei systematisch die Worte derer die es betrügen will und erst wenn man die Melodie und die Intention die dahinter steht wahrnehmen kann, kann man die Bosheit erkennen. Es gehört daher ein gehörige Portion Menschenkenntnis und zudem die eigene „Befreiung von inneren Unreinheiten“ dazu um den Meister aller Fälscher, um Paulus zu durchschauen!

Paulus erlebte vor Damaskus seinen „Eintritt ins Licht“ und wenn man die Schilderungen darüber psychoanalytisch untersucht wird man davon ausgehen müssen, dass Paulus in der Panik eines epileptischen Anfalles nach Gott rief und postwendend in einer Psychose landete! Untherapiert und völlig ohne Reflexion seines Lebens entwickelte Paulus von nun an eine eigene Religion, einzig aus seinen Erlebnissen und ohne sonderliche Berücksichtigung des historischen Jesus. Er kreierte einen mystischen „Jesus Christus“ und projizierte auf ihn all seine Macht- und Bedeutungsgelüste. Zum Apostel ernannte er sich flugs selbst und begann seine unheilvolle Mission. Sein Ziel war die Normierung der religiösen Denkwelt der Menschen und die Gleichsetzung seiner Person mit dem „Wort Gottes“! Er allein wollte der Verkünder sein!

Fühlt man sich nun tief in seine theologischen Aussagen ein und formt die Person nach die solche Aussagen zur Kompensation der eigenen psychischen Störungen notwendig hat, findet man – neben den zeittypisch patriarchalischen und archaisch-religiösen Vorstellungen – einen unbändigen Vaterhass, der ihn dazu antrieb nach Bedeutung und Macht zu streben. Die zur Durchsetzung seiner Ziele gewählte Taktik, Liebe und Demut zu predigen und von den Menschen unter Strafandrohung zu verlangen, führte aber auch bei ihm selbst zur ständigen Triebunterdrückung die sich in entsetzlichen Wut- und Gewaltausbrüchen ihre Bahn suchen mussten. Bewusst oder unbewusst haben all diese Persönlichkeitsmerkmale Einzug in seine Lehre gefunden und man kann sie in der Lehre und der Organisation der katholischen Kirche, ebenso wie in der evangelischen Kirche, wiederfinden. Diese prägten aber über Jahrhunderte das Denken der Menschen und so begab sich die Menschheit auf den Weg in Richtung des eigenen Untergangs!

Das alles hat aber mit Gott gar nichts zu tun! Es ist die Lehre des Bösen, versteckt hinter frommen Sprüchen!


Euer Hans
Zuletzt geändert von Zauberer am So 4. Sep 2011, 10:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gedanken eines Gnostikers

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Geborgenheit – Liebe – Befreiung

Nichts auf dieser Welt ist so nutzlos wie die bekannten dogmatischen Religionen und deren Vertreter. Ihre wilden Theorien sind Ausgeburten ihrer eigenen kollektiven Geisteskrankheiten und ihr Interesse ist alleine auf die geistige Versklavung der Menschen ausgerichtet. Damit das nicht so auffällt erfinden sie Heilslehren aller Art und belügen so auf unterschiedlichste Weise die Menschen. Völlig anders dagegen sähe die Welt aus, wenn wir allein das Glück der Menschen in den Mittelpunkt aller Überlegungen stellen würden, dazu eine neue „Anthroposophie“ entwickelten und jedes, aber auch jedes Gerede über einen Gott und dessen angeblichen Forderungen an uns einstellten! Lasst Kinder bei glücklichen Eltern in Geborgenheit aufwachsen, dann werden sie eines Tages die Liebe entdecken und zur geistigen und körperlichen Freiheit finden!

Euer Hans

Tobias

Re: Gedanken eines Gnostikers

Beitrag von Tobias »

Der Gnostiker bricht aus der Gesamtheit der menschlichen Ideen aus, um selbst zu sehen.

Damit verliert er auch seine "soziale Wahrheit", die jeder Mensch aus dem sozialen
Umfeld übernimmt. Kurzum, er verliert erst einmal sein Mensch-Sein, besser gesagt das, was
er sozial als sein Mensch-Sein übernommen und geglaubt hatte.

Es geht dabei nicht um Buddha, um Jesus, um Nietzsche, um Mohammed, um ...,
um ..., es geht um die Gesamtheit der Ideen, und damit: das zu tun, was Buddha tat.

Nicht das zu glauben, was Buddha sagte, was Jesus sagte, sie zu vergleichen, abzuwägen -
sondern dem zu begegnen, was sie zum "darüber-hinaus-blickenden" (Gnostiker) machte,
besser sie auszeichnete: das zu TUN, was Buddha tat - das zu TUN, was Jesus tat: selbst zu sehen.

Der Verstand, das Denken, ist "soziales Sehen". "Soziales Sehen" bezieht sich auf
die Menschheit. Aber eigenes Sehen ist kein Denken. Es geht über das Denken
hinaus in das trans-soziale, das unbekannte - und erst daran kann sich Denken wieder befruchten,
denn es tritt seinem Ursprung gegenüber - es findet wieder das, für was es selbst
in die Welt kam.

Aber Denken das sich nur am Denken misst ist wie abgestandenes Wasser. Es dreht sich
in sich selbst, ohne Befruchtung.

Denken des Gnostikers ist Befruchtung am UNBEKANNTEN - und da hast du noch einiges an
Potenzial, schmeißt du mal all die ollen Kamellen über Bord und schaust selbst, blank, hier,
was ist, ohne Buddha, ohne Jesus, ohne Nietsche, ohne ...: SELBST sehen.

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Zauberer
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Re: Gedanken eines Gnostikers

Beitrag von Zauberer »

Hi Tobias!

In der Tat ist das Bestreben des Gnostikers darauf ausgerichtet alle bestehenden „Denkwelten“ zu durchbrechen um zu einem unbeeinflussten Denken zu gelangen. Inwieweit so etwas für einen Menschen, der ja ein sozial und durch die Evolution geprägtes Wesen ist, absolut gesehen überhaupt möglich ist weiß ich nicht, es ist aber auf jeden Fall den Versuch wert.
Genau dabei lernt man eben aber auch wie sehr die „Nicht-Gnostiker“ an ihren Lehren festhalten und jeden der nach geistiger Befreiung strebt postwendend einsperren, mundtot oder sonst wie lächerlich machen wollen. Das gilt ganz generell für alle kollektiven Denkwelten, seien es Traditionen, Religionen oder Ideologien.
Auf meinem Weg durchdachte ich viele Ideologien/Lehren/Religionen und ich fand sie alle als beengend, beeinflussend, ja viele sogar als krankmachend. Bevor ich mich daran machte nach einer eigenen schlüssigen Denkwelt zu suchen und diese – wenn möglich – zu formulieren musste ich mich von den bestehenden „Denkwelten“ befreien, ja diese regelrecht verwerfen.
Das heißt aber nicht, dass es nicht in den vielen Religionen und Heilslehren auch sinnvolle Ansätze gäbe, ganz im Gegenteil, die großen „Vordenker“ wie Siddharta Gautama oder Jesus von Nazareth waren wohl ähnliche Wege gegangen und zeigten den Menschen diesen Weg. Leider, leider wurden deren Erkenntnisse aber von ihren Schülern schnell verfälscht und zu rigiden Lehren umformuliert und genau da beginnt dann das Elend seinen Lauf zu nehmen.

Back to the roots, könnte man daher den Weg des Gnostikers nennen, die Suche nach der unverdorbenen Quelle. Soweit so einfach, aber wenn er dies dann ausspricht erlebt er das Elend dieser Welt in seiner ganzen Wucht!

Lieber Gruß
Hans

Tobias

Re: Gedanken eines Gnostikers

Beitrag von Tobias »

Hi Hans.

Hans Scholl hat geschrieben:Hi Tobias!

In der Tat ist das Bestreben des Gnostikers darauf ausgerichtet alle bestehenden „Denkwelten“ zu durchbrechen um zu einem unbeeinflussten Denken zu gelangen.


Unbeeinflusstes Denken gibt es nicht. Dazu müssten jemandem die Gedanken gehören.
Aber sie ziehen wie die Vögel, und gehören niemandem, als sich selbst. :scared: :icon_mrgreen_small:

Inwieweit so etwas für einen Menschen, der ja ein sozial und durch die Evolution geprägtes Wesen ist, absolut gesehen überhaupt möglich ist weiß ich nicht, es ist aber auf jeden Fall den Versuch wert.


Es ist Entspannung ins eigene (Hier)Sein, das den Flug der Vögel (Gedanken) entkrampft.

Genau dabei lernt man eben aber auch wie sehr die „Nicht-Gnostiker“ an ihren Lehren festhalten und jeden der nach geistiger Befreiung strebt postwendend einsperren, mundtot oder sonst wie lächerlich machen wollen. Das gilt ganz generell für alle kollektiven Denkwelten, seien es Traditionen, Religionen oder Ideologien.
Auf meinem Weg durchdachte ich viele Ideologien/Lehren/Religionen und ich fand sie alle als beengend, beeinflussend, ja viele sogar als krankmachend. Bevor ich mich daran machte nach einer eigenen schlüssigen Denkwelt zu suchen und diese – wenn möglich – zu formulieren musste ich mich von den bestehenden „Denkwelten“ befreien, ja diese regelrecht verwerfen.
Das heißt aber nicht, dass es nicht in den vielen Religionen und Heilslehren auch sinnvolle Ansätze gäbe, ganz im Gegenteil, die großen „Vordenker“ wie Siddharta Gautama oder Jesus von Nazareth waren wohl ähnliche Wege gegangen und zeigten den Menschen diesen Weg. Leider, leider wurden deren Erkenntnisse aber von ihren Schülern schnell verfälscht und zu rigiden Lehren umformuliert und genau da beginnt dann das Elend seinen Lauf zu nehmen.


Das sehe ich eigentlich ganz ähnlich.

Back to the roots, könnte man daher den Weg des Gnostikers nennen, die Suche nach der unverdorbenen Quelle.


Sie ist jenseits des Denkens du selbst.

Soweit so einfach, aber wenn er dies dann ausspricht erlebt er das Elend dieser Welt in seiner ganzen Wucht!


Denken ist gut und recht, aber es begeht gerne Inzucht mit sich selbst und
erzeugt darin gerne wie eine undurchdringlich scheinende Barriere, die als
Gefängnis empfunden werden kann: die Welt ist so und so.

Das nenne ich gerne "die soziale Hypnose".

Lieben Gruß

Tobias

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Edgar
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Re: Gedanken eines Gnostikers

Beitrag von Edgar »

Schönes Gespräch...

Und auch das mit Paulus eigentlich sehr schlüssig.... - er hat ja auch selbst Jesus nie gekannt oder getroffen oder kennengelernt. War KEIN Apostel.

aber:
Hans Scholl hat geschrieben:Das heißt aber nicht, dass es nicht in den vielen Religionen und Heilslehren auch sinnvolle Ansätze gäbe, ganz im Gegenteil, die großen „Vordenker“ wie Siddharta Gautama oder Jesus von Nazareth waren wohl ähnliche Wege gegangen und zeigten den Menschen diesen Weg. Leider, leider wurden deren Erkenntnisse aber von ihren Schülern schnell verfälscht und zu rigiden Lehren umformuliert und genau da beginnt dann das Elend seinen Lauf zu nehmen.

Back to the roots, könnte man daher den Weg des Gnostikers nennen, die Suche nach der unverdorbenen Quelle. Soweit so einfach, aber wenn er dies dann ausspricht erlebt er das Elend dieser Welt in seiner ganzen Wucht!


Ja, "back to the roots", da ist was dran... - aber "roots": Das ist eben die QUELLE. Das ist auch schon VOR Jesus, VOR Buddha, VOR all diesen. Die findest du IN DIR! ("Das Himmelreich Gottes ist in dir"). Da brauchst du all diese nicht. Das sind alles Finger (gewesen), die zum Mond zeigen (zeigten), aber nicht der Mond selbst. Sieh zum Mond !!

Aber stattdessen trittst du auf wie ein Kreuzritter, wie ein Kämpfer, der meint "das Böse" (Paulus, traditionelle Religionen) erst "austreiben" zu müssen, bevor er sich dem "Guten" hinwenden kann. Damit begibst du dich letztlich auf die gleiche Ebene wie solche Hexenjäger des Mittelalters... - und fällst somit in die gleiche Falle. Bekämpfst Geister und Dämonen, wirst zum Schattenkrieger. (und es ist immer der eigene Schatten, den man da bekämpft).

Also, wenn du vom Schatten ablassen möchtest, und dich der Quelle des Lichts zuwenden willst: die findest du in dir. Und in dir findest du dann nicht nur auch Jesus, sondern letztlich auch Paulus. Und dann liegt es an dir, dir zu vergeben.

Und dich dem zu widmen WAS IST, und nicht dem, WAS NICHT IST. So wie du es aus der Tiefe deines Herzens ja eigentlich willst.

Das ist dann einfach der Moment, das Schwert niederzulegen.

Edgar

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