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traumata

Für vielfältige Grundsatzdiskussionen. Was ist 'Erwachen' überhaupt? Was sind ähnliche Erfahrungen (Satoris, Chakra-Erweckungen), wo endet das Subjektive und beginnt das Vergleichbare? Wieviele Worte gibt es für die SELBE Erfahrung, und wieviele unterschiedliche Erfahrungen bezeichnet das selbe Wort?

traumata

Beitragvon Niranjana » Fr 19. Jul 2013, 19:05

info-sammlung zum thema.

auszug aus einem anderen thread :

Edgar hat geschrieben:Traumatherapie: Ich würde den Begriff mal googeln, da gibt es mittlerweile wirklich viel, auch wirklich viel mehr als reine "Bewusstseinsarbeit", sondern Arbeit mit dem Körper und seinen Energien. Wo es genau um das geht, was du beschreibst, sich end-gültig von Traumatas zu befreien.

z.b. ist das Zittern, das sich nach einer Schocksituation einstellt genau das, was auf natürliche Weise den Schock wieder "aus dem Körper rausbringt". Und da gibt es Körperübungen und Therapien, die genau dort, also auf Körperebene, ansetzen (Bio-Energetik) und dich wieder "frei-zittern" lassen, die Energien lösen.

Such mal nach Peter A. Levine, der hat auch viele Bücher zum Thema geschrieben (gibts bei Amazon).

(
Trauma entsteht, wenn bei Überreizung des Nervensystems der ursprünglich natürliche Zyklus von Orientierung, Flucht, Kampf und Immobilitäts-Reaktion nicht vollständig durchlaufen werden kann oder gar nicht erst zustande kommt.
Bei der Aufarbeitung der Folgen von Schock und Trauma muss deshalb die körperliche Reaktion auf das verursachende Ereignis als eigenes Phänomen verstanden und berücksichtigt werden.
Gelingt es dem Menschen die biologischen Prozesse schrittweise und langsam zu vervollständigen, so kann die Person wieder Zugang finden zu ihren angeborenen, lebenswichtigen Reaktionsmöglichkeiten wie Orientierung, Flucht, Kampf, Verteidigung, und so ihre volle Lebensenergie zurückgewinnen, die zum Zeitpunkt der Überwältigung nicht zur Verfügung stand, bzw. eingefroren ist.


„Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Es ist somit eine biologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich erfahrene Situation. Das Nervensystem hat dadurch seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurückzufinden“.

( Peter Levine
)


Oder nach Dr. Alexander Lowen.

Vieles dieser Arbeit hat mit Bio-Energetik zu tun, mit lösen blockierter Energien im Körper... die lange Jahre sich im Körpergewebe "festfressen" sozusagen (als Zellmemory). Und da gibt es eben Übungen, die diese Energien wieder lösen und ent-spannen (Stress und Schock führt zu chronischer Verspannung, ganz tief im Gewebe). Betroffene Körperteile "Zittern lassen" ist dabei das A und O der meisten dieser Techniken. Gabs auch schon bei Schamanen, im Tantra, und vielen anderen alten Heiltechniken.

Ebenfalls sehr sehr zu empfehlen ist dabei die Arbeit von David Berceli.... - der hat auch viel mit Kriegstraumatisierten gearbeitet, weltwei. Ist ein sehr moderner wissenschaftlicher Ansatz.

Hier ein Link zu einem tollen Buch von ihm:

Bild
David Berceli: Körperübungen für die Traumaheilung

Das geht schnell und schmerzlos und die Heilung gleicht - subjektiv empfunden - dann einem "Wunder". Das Buch kostet 10 Euro.

Hier noch ein deutschsprachiger Link zum Thema:
http://traumadurchleben.wordpress.com/tag/david-berceli/




***

Edgar hat geschrieben:In dem Buch sind das verschiedene Körperstellungen und -Übungen und -Belastungen (mit Eigengewicht), wo man dann innehält und wartet, daß sich ein Zittern einstellt (oder auch leichte Balanceübungen macht). Das können verschiedenste Stellungen sein, im Buch sind einige Grundstellungen beschrieben. Gibt diese Techniken auch als schamanische Körperübungen verbunden mit Rasseltrance - Felicitas Goodman hat da früher in den 90ern viel gemacht, und da war ich damals auch in einem Seminar in Wien... wo gerasselt wurde und dann halt bestimmte Körperpositionen eingenommen wurden... und auch da wartet man einfach nur aufs zittern (dass sich meist von selbst ergibt...). *(zu schamanischer arbeit bzgl. Trauma siehe weiter unten)

Meine eigene Erfahrung zu dem Thema war dann aber vor allem aus dem bioenergetischen-tantrischen Bereich.... wo sich ein solches Zittern durch "Verausgabungsübungen" einstellt (das kann einfach wildes freies Tanzen sein, zu natürlichen Rhymten ala Trommeln etc - oder auch einfach guter wilder Musik; - und dann irgendwann Musik aus, und bleibt man einfach stehen, und lässt dieses Zittern, von den Beinen kommend, "hochsteigen" (in den ganzen Körper letztlich). Und lässt sich zittern "solange es eben dauert" (kann 10-15 Minuten dauern, selten länger). Da löst sich dann vieles und der Prozess ist eher angenehm (als Tantriker geniesst man dann dieses Zittern, Schütteln, Zucken; kann regelrecht orgastisch sein. Orgasmus ist ja auch "nur eine Energieentladung"). Ditto beim Sex... fliessen lassen... zittern lassen... aber das ist halt ne eigene Arbeit mit viel Vertrauen, Öffnen, Liebe, echte Intimität.

Auch Oshos "Kundalinimeditation" geht in die Richtung (die beginnt mit Zittern in den Beinen und Hüften, viele machen da aber ein "Schütteln" draus, was aber nur dazu dient, um den Prozess anzuregen). Gibt aber auch eine ähnliche Übung im Tantra, die nennt sich "Shakti-Zittern", da stehst du schulterbreit, locker, Knie leicht gebeugt, und beugst dich ganz langsam nach vor und zurück (pendeln; mit gerader Wirbelsäule), ganz sanft, nur 10 cm vor zurück. bis sich von Selbst ein Zittern ergibt in den Knien. Das lässt man dann mehr und mehr aufsteigen (versucht den Focus auf "genießen" zu legen; viele haben Angst vor Zittern, dabei kann das reinster Genuß sein). Leider bin ich da nicht gut in Beschreibung, üblicherweise zeige ich sowas lieber direkt vor... (in obigem Buch sind die Übungen aber super erklärt und auch mit einigen Fotos versehen).

Im QiGong gibt wieder eigene Punkte, wo Zitterreflexe ausgelöst werden, z.b. der "Frühlingspunkt" unten am Fußballen, wo man die Füße am Boden stellen kann während man sitzt, und dann das Bein vibrieren lässt, von selbst, rauf und runter (das sind dann solche Übungen, die andere "nervös" machen, wenn sie sie beobachten müssen; dieses "macht mich nervös" ist eigentlich nur ein Echo eigener verdrängter Traumatas...).

Überhaupt ist das halt ein Drama, daß wir da verlernt haben, die natürlichen Heilmechanismen des Körpers einfach zuzulassen; das gilt halt nicht als schick sondern als ängstlich oder sonstwie gestört, wenn man nach nem Schock zum zittern anfängt... wird unterdrückt.... und schon hat man das Trauma manifestiert. Und ALLE Situationen wo man im Leben von selbst zum Beispiel zum zittern anfängt sollte man da als Geschenk sehen und es zulassen und sich nicht schämen... weil das ist einfach Heilung. Da wurde dann durch ne Situation unbewusst was vergangenes erinnert und aufgebrochen und man hat ne zweite Chance, es nun rauszulassen... (jedes nicht-zulassen kann dann weitere Retraumatisierung sein - oder eben Unterdrückung des Heilreflexes).

Der Körper kann das alles tatsächlich einfach wieder loslassen... und "rauszittern". Danach ist das Gewebe tief entspannt. Einfach dazu atmen (Mundatmung besser als Nasenatmung), evt sogar stöhnen und Laute dazugeben (wie sie kommen). Egal wie "bekloppt" das wirken mag (man kanns ja mit Humor sehen). Wenn Bilder auftauchen: Wahrnehmen, bezeugen, aber nix analysieren und nix damit "machen". Allein daß die Bilder auftauchen ist schon ein Heilungsprozess, sehen ist genug ("im Lichte des Bewusstseins"; verbrannt).

Im erwähnten Buch sind Übungen für alle Körperzonen.




***

trauma - therapien :

somatic experiencing / peter a. levine

http://www.somatic-experiencing.de/was- ... index.html

EMDR / francine shapiro - Eye Movement Desensitization and Reprocessing (kurz EMDR, wörtlich auf deutsch: ‚Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung‘)

http://de.wikipedia.org/wiki/Eye_Moveme ... processing

***

vielstimmig empfohlende klinik ( :thumbup: ) :

http://www.heiligenfeld.de/


vortrag zum thema "trauma / spiritualität"

Niranjana
 

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Re: traumata

Beitragvon Niranjana » Fr 19. Jul 2013, 19:23

im schamanismus gibt es mehrere wege traumata zu lösen. bekannte, empfehlenswerte autoren sind : michael harner, mircea eliade, felicitas goodman, sandra ingerman, alberto villoldo und viele andere mehr.einen guten schamanen findet man meist durch empfehlungen, zufälle :tobroll: , oder grössere institute, die listen führen.

wer keine (selbst-)erfahrungen mit energetischer (körper-)arbeit hat, ein mehr oder weniger akutes trauma erlitten oder unter posttraumatischer belastungsstörung leidet, sollte sich - erstmal !! - professionelle hilfe holen. sich hilfe zu holen, und zwar in der realen welt, ist immer eine gute idee. mittlerweile gibt es viele gute UND ganzheitliche therapeutische ansätze und das netz bietet genügend informationen. hier ist die empfehlung : keine experimente. :tobroll:
Niranjana
 

Re: traumata

Beitragvon nano » Fr 19. Jul 2013, 22:13

Stelle einige Videos zu
Trauma Release Exercises
hier mit rein.


David Berceli TRE Training in Bogata Columbia


Schüttelreflex, der natürlich Stress abbaut - beim Eisbären
(das ist genau der Refeleks der beim TRE beim Menschen wieder aktiviert
wird.)



Halbstübdiges Video, in dem jemand einige Übungen zeigt
"Die Welt ist alles, was der Fall ist. "
Wittgenstein
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