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Den Himmel auf die Erde bringen

Kabbala, Chassidismus, altes Testament und alte Schriften.

Den Himmel auf die Erde bringen

Beitragvon Isi » Do 10. Nov 2011, 16:06

Zitate von Rabbi Schneerson



Rabbi Schneersons Weisheit erwächst aus einer jahrtausendealten Tradition mit starken, tiefen Wurzeln. Sie erweckt die inneren Erfahrungen der großen jüdischen Mystiker zu neuem Leben.


Er erklärte, daß es nichts außer Gott gibt und daß wir ohne Gott keinen Augenblick existieren würden.
Das bedeutet, daß alles, was geschieht, von Gott kommt. Das heißt, daß Gott überall gefunden werden kann, zu jeder Zeit, in jedem Ding und von jedermann. Und schließlich bedeutet es, daß das größte Wunder nicht darin besteht, das Rote Meer zu teilen oder den Lauf der Sonne aufzuhalten, sondern in der Tatsache, daß wir alle fortfahren zu existieren. Denn in jedem Augenblick werden wir alle von neuem geschaffen, entsteht etwas aus dem Nichts; in jedem Augenblick findet Schöpfung und Neuschöpfung statt - ohne sie würden wir aufhören zu existieren.


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G-tt weilt nicht auf einer höheren Ebene, so daß du Ihn nicht erreichen könntst. Noch ist Er aus etwas so Geistigem, dass du Ihn nicht berühren könntest. G-tt ist «das, was ist» - Er ist im Hier und Jetzt, überall, in allen Dingen und auf jeder Ebene - einschließlich der, wo du jetzt gerade lebst. Der einzige Grund, warum du Ihn nicht wahrnimmst, ist: Er möchte, daß du nach Ihm suchst.


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Sprich nicht über dein Vertrauen in G-tt. Wenn die Dinge nicht so gut laufen, sage dir, daß alles wirklich zum Besten ist, und erfreue dich an dem, was geschieht, wie immer G-tt dich behandelt. Wenn andere jedoch mit ihren Sorgen zu dir kommen, wäre es reine Herzlosigkeit, ihnen zu sagen, sie sollten sich ihrer Nöte erfreuen. Weine mit ihnen, bete für sie, tue für sie, was immer du kannst - und danach kannst du ihnen sagen, daß sie auf G-tt bauen sollten.

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Bereits die Tatsache, daß du von jemandem weißt, der in Problemen steckt, bedeutet, daß es dir möglich ist zu helfen. Wie sonst wäre dieses Wissen um den anderen in deine Welt gekommen?


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Die Menschen sind Spiegel füreinander. Wenn wir Fehler an einem anderen Menschen sehen und sie uns nicht in Ruhe lassen, sind es in Wirklichkeit unsere eigenen Fehler, die wir sehen.

Darin zeigt sich G-ttes große Güte gegen uns, denn ohne diesen Mechanismus würden wir nie unsere eigenen Fehler erkennen können.

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Jeder Mensch, dem du begegnest, hat tief in sich eine reine Quelle. Wenn du sie nicht finden kannst, liegt der Fehler bei dir. Beseitige den Rost von deiner Schaufel, schärfe sie und grabe tiefer und tiefer.


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Toleranz bedeutet, all die Fehler deines Nächsten in ihrer ganzen Häßlichkeit nackt vor dir zu sehen, ohne daß sich deine Achtung für ihn und für das Gute, das er in sich trägt, auch nur um ein Jota vermindert.

Und wenn du fragst: «Wie kann man von mir erwarten, daß ich ein Leben des Widerspruchs führe und ihn sowohl achte als auch zurechtweise?», dann laß mich zurückfragen: «Hast du selbst nicht auch irgendwelche Fehler? Und achtest du dich selbst nicht dennoch?»

Wenn wir selbst ein Leben des Widerspruchs führen können, können wir unserem Nächsten dasselbe Vorrecht einräumen.
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Re: Den Himmel auf die Erde bringen

Beitragvon Isi » Do 10. Nov 2011, 16:24

Es ist innen. Alles ist innen. Aber das Ich steht als Wache vor dem Tor.


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Der uranfängliche Fehler war, das Ich zu entdecken.

Der erste Mann und die erste Frau im Garten Eden aßen vom Baum des Wissens und entdeckten, daß sie existieren. Seit dieser Zeit ist Ich-Bewußtsein die Wurzel allen Übels.

Jedes «Ich» und «Mir», jedes Ich-Denken, leugnen die Einheit des Schöpfers und der Schöpfung. Es ist ein Irrtum zu glauben, daß es etwas anderes gäbe, nämlich mich, und daß ich unabhängig von allem anderen existieren würde. Das Ziel der Menschheit ist, über den Zustand von Adam und Eva im Garten hinaus zu gelangen, zu einem Zustand, in dem jedes Ich-Bewußtsein bedeutungslos ist, weil du in den Apfel gebissen hast, ihn geschmeckt hast und dich die Erfahrung des Ichs doch nicht weiter bringt.
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Re: Den Himmel auf die Erde bringen

Beitragvon Isi » Do 10. Nov 2011, 16:54

Es ist offensichtlich, daß es Dinge gibt, die wir nicht verstehen. Wie könnte der begrenzte Intellekt eines ja doch subjektiven sterblichen Wesens, das in den Grenzen von Zeit und Raum gefangen ist, die unbegrenzte, unendliche und ewige Weisheit des Schöpfers ausloten?

Das große Wunder ist, daß es überhaupt Dinge gibt, die wir verstehen können.

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Alles, was wir für G-ttes Willen halten, ist möglicherweise nicht Sein wahrer Wille. Der begrenzte Geist kann noch nicht einmal die ersten Stufen der unbegrenzten Weisheit ergründen.

Das letzte Wissen besteht darin, daß wir nicht wissen.
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Re: Den Himmel auf die Erde bringen

Beitragvon Isi » Do 10. Nov 2011, 17:24

Wenn du darauf vertraust, daß G-tt dir hilft, warum steht dir dann Leid und Angst über das ganze Gesicht geschrieben? Wenn du wirklich Vertrauen hast, feiere!
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Re: Den Himmel auf die Erde bringen

Beitragvon Igor07 » Do 10. Nov 2011, 20:31

Schön, was du schreibst. Woher du deine Geschichten nimmst? Ich lese manchmal gerne die Erzählungen des Hassidim von M.Buber.
LG.
Igor.
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Re: Den Himmel auf die Erde bringen

Beitragvon Isi » Mo 2. Jan 2012, 07:20

Igor07 hat geschrieben:Schön, was du schreibst. Woher du deine Geschichten nimmst? Ich lese manchmal gerne die Erzählungen des Hassidim von M.Buber.
LG.
Igor.


danke, das hab ich aus dem buch... :-)
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