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Werner-Edgar

Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Fragen zu Erfahrungen, Philosophie, Verständnis und Erkenntnis. Ein (Be-)Reich des Austausches.

Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon Sydney » Mo 29. Jul 2013, 15:19

Oh!... :stumm: :hurted: :confused1: :blushing: :crying: .... :sneaky2: :scared: :irre: :laugh: :icon_mrgreen_small: :new_alien: ... :tobroll: :love: :bow:
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon Sydney » Mo 29. Jul 2013, 15:28

Wie ich das sehe Bob, bist du hier bei Dani und Nora in sehr guten und äusserst liebevollen Händen - wundervoll :love: <3 :bow: - ... Lass dich berühren hinter all den Blasen hinter denen du dich versteckst... Damit könntest du dir ein riesengrosses Geschenk machen :angel: ... Ich flieg dann mal wieder davon...
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon bob » Mo 29. Jul 2013, 18:33

Sydney hat geschrieben:Wie ich das sehe Bob, bist du hier bei Dani und Nora in sehr guten und äusserst liebevollen Händen - wundervoll :love: <3 :bow: - ... Lass dich berühren hinter all den Blasen hinter denen du dich versteckst... Damit könntest du dir ein riesengrosses Geschenk machen :angel: ... Ich flieg dann mal wieder davon...

ich interpretiere da dein unterbewusstsein so, dass du bei mir nur blasen siehst (bob) und kein profilbild

und du deshalb auf die komische idee kommst, ich würde mich verstecken....

anders kann ich mir das grade nicht erklären

naja, ich hab das auf'n mac noch nicht hingekriegt, ein foto auf 19x19 zu zerkleinern.
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon Rose » Mo 26. Aug 2013, 11:10

Ich habe den Diskurs hier nur auszugsweise gelesen, mich interessiert einfach die Frage und ich würde ihr gerne für mich nachgehen.

Das, was ich dachte, was "das Böse" in mir ist und was ich aufs Bitterste bekämpft habe, stellte sich irgendwann einfach nur als etwas heraus, was Bedürfnisse hat (welch Frevel), was Ärger darüber hat, wenn sie nicht erfüllt wurden (und damit meine ich durchaus die extremeren Varianten von Ärger, Wut, Hass und das schien mir lange ein noch größerer Frevel zu sein, Aggressionen - nein - darf nicht sein).

Irgendwie kann ich seitdem nicht mehr sagen wo das Böse in mir ist.
Und wie es sich äußert.
Ich bin nicht heilig, ganz und gar nicht.
Ich trage eine große Dunkelheit in mir.

Ich weiß auch nicht, an was ich "böse" denn so festmachen könnte oder "gut".
"Täter" und "Opfer" noch so ein Wortpaar, was für mich immer mehr identisch wird, irgendwie.

Ich kann auch nicht sagen, dass ich "böse" war, als ich das "Böse" in mir so unterdrückt habe. Ich hatte einfach unheimlich Angst davor, Angst vor meiner Vernichtungskraft. Zweimal hätte diese Kraft mich auch beinahe vernichtet.
Aber böse?
Ich halte es da dann eher mit Goethes Mephisto:
"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft."

(Das hat "Das Böse" in mir wirklich zur Verzweiflung gebracht - das es so unmöglich scheint wirklich "Böses" zu tun, es wollte doch so gerne böse sein.)

Oder Simon und Garfunkel finde ich da auch ansprechend: "Hello darkness, my old friend".

Ich lasse diese Rohbaugedanken mal so stehen. Das ist noch lange nicht zu Ende gedacht und ich weiß nicht, ob es das jemals sein wird. Aber das Thema kommt in Phasen in mir immer wieder auf.

Rose.
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon Igor » Mi 28. Aug 2013, 09:29

Ich kann auch nicht sagen, dass ich "böse" war, als ich das "Böse" in mir so unterdrückt habe. Ich hatte einfach unheimlich Angst davor, Angst vor meiner Vernichtungskraft. Zweimal hätte diese Kraft mich auch beinahe vernichtet.
Aber böse?
Ich halte es da dann eher mit Goethes Mephisto:
"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft."


Hallo, Rose. Das ist, scheint mir, wahr. Das Böse in uns ist not-wendig, um das Gute zu schaffen. Noch mehr, das Böse ist das verborgene Gute... Im "Master und Margarita" von Bulgakov es geht genau wie bei Goethe zu. Das heisst, ohne sogenante "Böse" die Welt wäre eindinmensional, wir hätten dann keine wirkliche Möglichkeit innerlich wachsen und uns zu ent-falten. Und schlisesslich das sogenannte Gute zu empfangen. Das ist ausschliessclich der Verdienst von Bösem.
LG.
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon oceanico » Mi 28. Aug 2013, 12:31

Der grundlose Grund,
alles ist sicher hier,
denn es gibt nichts zu verteidigen und zu verwerfen.

Wo ist dieser Grund?
Er ist überall und nirgends.
Es ist die Stille,
die nichts verlangt.
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon Monjiji » Do 29. Aug 2013, 09:42

Wie sich Gut & Böse an mir äussern?
Es prallt an mir ab. Es hat keine Existenz. Genauso wie es keine "Ethik" gibt. Denn jede Art von Ethik beruht genauso auf Bewertung und Urteil wie es die Gut&Böse-Moralität tut. Moral/Ethik ist ein Substantiv, d.h. es ist eine Abstraktion. Wo man aber "verbt" (fliesst) sind Abstraktionen die Steine, die den Lauf des Wassers hindern.

Als ich noch mit Moral identifiziert war, äusserte sich Gut & Böse darin, dass ich moralisierte. Moral basiert auf dem Gut & Böse-Dualismus und hat nur eine Funktion: Das sog. Böse im Menschen in Schach zu halten, sonst wären wir nämlich noch in der Steinzeit...

Es hat eine gesellschaftliche Kontrollfunktion. Interpersonal spricht man vom Über-ich. Das ist der gut-böse Herrscher, das internalisierte Eltern-Ich der Ver- und Gebote. Jenseits von Gut & Böse - jenseits der ÜberIch-Kontrolle, wo man nicht mehr mit den gesellschaftlichen Rollen identifiziert ist, gibts weder Moral noch Ethik - dennoch wirst du nicht "unmenschlich".
Du brauchst keinen VerhaltensKodex, hast kein Schema - So LOSGELASSEN weisst Du schlicht nicht, wie und auf welche Weise du handeln wirst...

Wer sagt, dass er "ethisch" handelt, gibt seinem Handeln eine Eigenschaft und Eigenschaft ist immer EgoEigenschaft! Jenseits von Gut & Böse bist du aber eigenschaftslos, absichtlos und deshalb ist dein Handeln spontan und unvorhersehbar - und dennoch "ist alles getan", wie Laotse sagt.
Dein Handeln lässt sich "hier" weder als ethisch noch als unethisch schubladisieren. Moral, Ethik - absolut obsolet! - das spielt einfach keine Rolle mehr. Keine Sau fragt hier mehr danach.. :biggrin:

PS: Für den, der seine Identifikation mit Abstraktionen erkennt und auflöst, gibt es z.B. auch keine "Menschheit" und erst recht nicht mehr so etwas wie ein "Leiden der Menschheit". Es gibt weder eine Welt noch ein Universum... Was bleibt? ha ha haaaaaa
Der, der glaubt, "Jemand" zu sein, ist blöd wie ein Hornochse, noch blöder ist der, der glaubt, "Niemand" zu sein.
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon oceanico » Fr 30. Aug 2013, 11:22

Was Du wirklich bist, ist in Dir,
das ganze Universum und alles
- selbst, Körper, Verstand, Persönlichkeit -
das alles erscheint und verschwindet in dem, was Du bist.

Und diese ewige Wirklichkeit,
dieses ICH BIN,
bringt auch keine Traumcharaktere hervor, wie "wir" vielleicht mitunter meinen,
da ist einfach diese Erfahrung und die nächste,
einfach Leben und nichts anderes.
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon fritsch » Fr 30. Aug 2013, 14:53

Monjiji hat geschrieben:Wer sagt, dass er "ethisch" handelt, gibt seinem Handeln eine Eigenschaft und Eigenschaft ist immer EgoEigenschaft! Jenseits von Gut & Böse bist du aber eigenschaftslos, absichtlos



das klingt so als ob die Ethik einfach verschoben wird: Hier lautet die Ethik nun, alles ist eins, alles ist hier und jetzt, und es ist wie es ist.

Und doch, wenn das Ego handelt, dann ist das böse, weil man eben dem Schlafendem gleich, träumt, ohne am Leben teilzunehmen.

Und dennoch, bleiben wir beim moralisieren, bei der Dualität von gut und böse, denn sonst gibt es die Gefahr:
- jemand der sich für erwacht hält, glaub sein ego überwunden zu haben, kann sich alles erlauben, kann morden und meucheln, denn er ist ja jenseits von gut und böse

Mir scheint es gibt kein einfaches Mittel zu sagen der oder die ist 'permanent erwacht' und hat sein Ego vollends und letztendlich bis zum Lebensende überwunden. Genausowenig kann man sich selbst nicht immer sicher sein, aus welchen Motiven ich handele: z.B. glaube ich, ich bin erwacht, und dennoch übernimmt das Ego die Kontrolle und gaukelt mir nur vor, ich sei ja erwacht und alles sei einfach so wie es ist. Ein "Ich will" sei in Wirklichkeit garkein "Ich Will", denn das "Ich" gibt es ja nicht. Das ganze ist einfach der Fluss, der Lauf der Dinge ... und so gibt sich das Ego genüsslich seinen Lüsten hin, denn es ist einfach wie es ist. :scared:
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon fritsch » Mo 2. Sep 2013, 10:41

nunja, im vorherigen beitrag sah ich das ego als eigene Entität.

Die andere Perspektive ist, das Ego als Illusion zu erkennen.

Doch was ist egoistisches Handeln dann? Einfach die Konsequenz aus Genetik und Erfahrungen?

Dann gibt es noch die Frage nach dem freien Willen: Habe ich einen freien Willen und kann mich zwischen Gut und Böse entscheiden, oder zwischen egoistisch und altruistisch?


Was wohl nicht geht: einfach erwachen zu wollen. Hier ist die einzige Chance wohl loszulassen, nichts wollen, nichts bewerten, etc ...

Gut, und wenn wir dann erwacht sind, dann sind wir einfach nur noch, die Energie fließt und flukturiert und wir sie da mitten drin. Wir sind dabei, hier und jetzt. Ein Wunder dass wir kaum (oder garnicht?) fassen können.

Dann besteht die Kunst natürlich daraus das ganze in Worte zu verpacken die die Menschen aus der egoistischen Perspektive zum Licht führen.

Je größer das Licht, desto größer der Schatten.

Ein Spruch der mir im Kontext der Frage einfällt, wie heilig sind denn nun die erwachten? Oftmals wird den Leuten die heiligkeit abgesprochen, weil sie Zigaretten rauchen oder Alkohol trinken.

Kenn Wilber spricht von der integralen Philosophie. Ihm geht es vor allem auch darum Schattenarbeit zu betreiben. Sich des Unterbewusstseins bewusst zu machen. Das scheint ein Thema zu sein, was einen auch nach dem Erwachen begleitet.
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon Igor » Mo 2. Sep 2013, 11:35

Je größer das Licht, desto größer der Schatten.


K.Wilber verweist auch in seinen Arbeiten auf S.Aurobindo. Eigentlich, der "Geist" befindet sich in dem Körper, buchstäblich. Der moderne Mensch hat alles aufgespaltet: Leib und die Seele, Gut und Böse, der freie Wille und die Vorbestimmtheit... Und so weiter...
Von der höheren Ebene der Schatten ist auch das (verborgene) Licht. Die (ursprüngliche) Spaltung ist aufgehoben. Je tiefer oder niedriger wir gehen, vom "Geist" zum "Körper", desto mehr unsere Wahrnehmung ist entstellt.Verunstaltet. Aber tief in uns wir ahnen die Wahrheit. Immer.
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Re: Wie äussert sich Gut und Böse an dir?

Beitragvon oceanico » Mo 2. Sep 2013, 12:10

Ich schaue in Wirklichkeit aus der Leere, No-thing auf die so genannten Objekte,
die eigentlich nicht "außen", sondern "volle Leere" sind.
"Mein ursprüngliches Gesicht" ist demnach nichts anderes als Leere, No-thing.
Dazu ist keine Änderung notwendig, da ich das ja schon bin.
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