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Jnana Yoga / Samadhi

"Yoga ist Vereinigung mit Gott". Indische Traditionen der Erleuchtung, Karma-Yoga, Bhakti-Yoga, Jnana, Advaita Vedanta (traditionell), verschiedene Stufen des Samadhi u.v.a.m.

Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Juergen » Sa 16. Mai 2009, 19:02

Jnana Yoga gilt ja schlicht weg als Yoga oder Pfad des Wissens und was
er im Traditionellen Sinn bedeutet möchte ich hier nicht ergründen, darum
trenne ich mich hier an dieser Stelle von der traditionellen Terminologie.
Was mich mehr interessiert ist was bin ich und wie setzt sich die Überzeugung vom
Ich oder ein Ich Gedanke zusammen, wie funktioniert seine Motorik.
Dabei stellt sich die Frage ist es denn eine Ich Idee oder sind es viele Ichs und was passiert
wenn sich eine, oder viele Ideen eines Selbsterdenkens lösen.
Es gibt da viele Wegweiser, aber einen Mechaniker interessieren nicht Gebrauchsanweisungen,
also bietet die direkte Beobachtung in dem Fall mehr "meiner Meinung nach", als sich auf eine andere Quelle
zuberufen
Zumal wenn eine Überzeugung hingenommen wird ,oft eben so ne Menge Zweifel übrig bleiben.
"Meiner" Sicht nach, ist das Ich ein Bausatz und von Vorne betrachtet leicht als solches (Idee) erkennbar.
Aber dieses oberflächliche Identifikationsschema der Person "Jürgen" ist vieleicht nur sowas wie
die Spitze des Eisberges einer Identifikationskette, vielleicht besitzt sogar jede Körperzelle solch einen
Motor (Knotenpunkt), der im Aufbau, dem erst genannten gar nicht mehr so ähnlich ist, wer weiss wieviele
Motoren schnattern, pränatale Identifikation, kindlliches Seinsbild, möglicherweise sogar
Idenfikationen die nicht unbedingt Persönlichkeitscharakter besitzen aber in etwa so noch subtiler fungieren.
Das Erkennen der Ich Illusuion im Wachzustand ist eine Möglichkeit,
möglicherweise gibt es noch andere Seiten von identifikation, Schlafzustand, Feinkörperlichessein.
Natürlich wären im momentanen nach alle in der Kategorie Illusion beheimatet, "müssten" aber auch in ihrer jeweiligen
"Umwelt" tranzendiert werden, wenn denn der Drang dazu in irgendeiner Form tiefer besteht.
So mag erkannt sein das das Ich ein Illusionäres Gedankengebilde ist, und Münzseitig (flachseitig )
überwunden werden. Dennoch gibt es weiter bestehende Neigungen wie , gerne und viel Essen,
Witz, Sport, Berufung u.s.w. Wie setzt sich der weitere Antrieb da zusammen, wenn das
personelle Ich aufgelöst ist, ist es so das der Motor für alle Antiebe mit Auflösung des personellen Antiebs
oder den "einfachen" Ich Gedanken gebrochen ist und das Rad nur noch am Auslaufen ist, oder gibt es feinere Antriebe
und Zentren, denn meine Erfahrung sagt das z.B Einkaufen ohne Käuferspieler oder Feinschmecker
ohne Kennerspieler nicht geschehen kann.
Mit der Loslösung der gesammtem Ichstrukturen inklusive Zellulärerebene, ist meiner Erkenntnis
nach wie ein schmelzen von Eis, es bedeutet eben die Auflösung aller Strukturellen Handlungen und
Wahrnehmungen, welches auch als Mystische Einheit oft von mystikern beschrieben wurde.
demnach verliert sich die Strukturelle Wahrnehmung oder Seinssicht ins Unendliche und Un oder Überdimensionale,
welches auch als Mahasamadhi bekannt ist.

Natürlich wird nicht jeden dieses Thema behagen und es nicht jeder behandeln wollen und es
ist auch einerseits egal dieses Thema zu behandeln, da ja alles das Sein ist so wie es eben ist, die
strukturelle Seins Seinwahrnehmung, wie die UNstrukturelle Nondualistische Wahrnehmung
einer Objekt- und Subjektlosen tiefen Wahrnehmung.

Ich weiss nicht wer hat Erfahrungen und möchte darüber schreiben?
Eben über die direkte wahrnehmung jenseits aller Formen.
Juergen
 

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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Spydee » So 17. Mai 2009, 12:04

Hallo Jürgen
Sehe es so wie du. Interessant wird es wohl, wenn wir ins Detail gehen. Dabei gehe ich davon aus, dass es bei uns wohl eher um "Wortfindungen" als um "Meinungsverschiedenheiten" gehen wird.
Zum "Jnana" Yoga.
1. Ohne Jnana geht nix...;-) Selbst wenn man Bhakti "machen will" (was da "Machen" ist, wäre auch noch so eine Frage) muss man zunächst "wissen" (=Jnan/Gyan), dass es einen "Gott" (wo da Illusionen beginnen und ab wann man sich einfach seinen eigenen Vorstellungen hin gibt, ist nun wieder eine weitere Frage) und "wie" (=Jnan) diese Hingabe denn stattfinden soll.
2. Die von dir genannte "eigene" Ergründung ist ein wesentlicher Bestandteil des Jnana. Aber auch da wird es wohl in den meisten Fällen damit beginnen, dass man einfach mal irgendwie "theoretisch" davon erfahren hat. Bei mir war es auf jeden Fall so. Ich habe erst mal "theoretisch" erfahren, dass es das Sein gibt und habe erst mit der Zeit erkennen können, dass es immer da war und das ich bereits als Kind "Erfahrungen" damit gemacht habe. Das, was du als "Selbstergründung" beschreibst hat bei mir nach einigen Jahren intensiver Meditation, Stille und Samadhi eingesetzt. Quasi wurde mir durch Samadhi bewusst, dass "Ich" nicht die "Person an sich" sein kann und dass es nicht ein von der Person zu erreichendes "Gut" ist..
3. Wenn man sich nicht für dieses Thema von ganzem Herzen interessiert (=Bhakti) dann wird man Jnana kurzzeitig als "interssante Theorie" streifen.
Soviel zu einem Blickwinkel von mir, mit dem ich zeigen will wie unsinnig mir die Trennung der Wege erscheinen.
(Ich denke da zB an mir bekannte Hare Krishnas..die ja zB "Bhakti ohne eine Spur von Jnana" propagieren und gleichzeitig nicht ohne ihre Bücher und Vorträge auskommen...von ihrer "Psychologie" mal ganz zu schweigen...).

lg
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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Juergen » So 17. Mai 2009, 14:36

Bin gerade tief berührt, "habe" intensive Stunden, Minuten.
Habe heute und die Tage wiedermal in Ramanas Sei was Du bist und in
Krisnamurtis Konflikt und Klarheit gelesen. Aber das sind Worte vor
vielen Jahren an bestimmte Menschen gerichtet.
Ihre Worte wiedersprechen sich teilweise, dann gibt es wieder
Berührung .So wird es bleiben wenn man in Büchern schaut, zwei
Menschen, die sich wiedersprechen und jeder "Unerfahrene"
kann sich sein Bild darin zurecht suchen, was nichts bedeutet.
Ist aber Einsicht da, gibt es keinen Widerspruch, trotz der
wörtlich zum Teil entgegen stehenden Worte.

Samadhi kam ("bei mir") zu einem Zeitpunkt, ohne jegliches
theoretisches Wissen um Vedanta, Advaita, Mediation.
Unterbewusst könnte oder werden Christliches Beeinflussung nicht auszuschließen sein,
da meine Persönlichkeit nun eben europäischer Prägung unterlag .
Der damalige Samadhi, war Objekt und Subjektfrei, Gedankenlos,
Formlos, Zeitlos, Grenzenloses Licht.
Diese Erfahrung war nicht persönlich, also Ich frei, oder Sein,
wurde als Gedanken einsickerten in ein -Ich-Bin DASS- alles verwandelt.
Dieses Erlebnis löschte den Denker nicht endgültig sondern temporär total aus,
(deswegen schreibe ich). Habe keine Ahnung ob sich dieser "Seinszustand"
in die Ewigkeit ausdehnen läst, die meisten Mediationsschulen beschreiben
aber genau dieses als endgültige Befreiung aus dem Rad der Wiedergeburten.
Aber allein was endgültige Befreiung bedeutet, läßt sich im Verstand
beliebig auslegen. Der Verstand wird auch auschließlich nur auslegen
können, da er den Platz des Seins nicht füllen kann.
Das zuerkennen bedeutet den Geist zu tranzendieren.
Der Wunsch nach einem Ewigen unendlich freien Sein ist bereits
schon ein Aufgus des Seins ansich, das diese Qualitäten zur jeden
Zeit inne hat. Das Erleben der Mystisch Einheit / Samadhi in
temporärer Form brachte wohlmöglich viele Schulen mit sich die
daraus die bestätigung eines Ziels im "Himmel" oder "Innern" ermalten.
Nur wenige kommen aus der Mystischen Einheit zurück und verweilen
dennoch in ihr. Ein Samadhi muss also nichts durchbrechendes bedeuten,
wenn er "endet".
Zu entdecken das der Mystische Subjekt Objektlose Samadhi, nur ein
Samadhi im bereits bestehenden Samadhi ist, bedeutet sicher das Einsinken
in den ewigen Samadhi. Dieser muss nicht gewonnen werden, da
er immer ist.
Der Verstand täucht eine Trennung vor, weil er projeziert Samadhi, auf eine allein
"höhere " Ebene.
Das zu erkennen ist schon alles, bedeutet das Ende der Suche ,weil der Verstand den
Sucher bildet und das finden in die weite Ferne projeziert.

Jetzt, Moment, Sein, ist Samadhi, Gedankesein ist Ego

Hier ist der "schneidene" Punkt, habe das Gefühl an dieser Stelle alle Worte Richtung
Beschreibung fallen zulassen und die Natur des Seins "sich" zu überlassen.
Keine Ahnung wie sich nocht Worte hier hinlegen lassen, aber es scheint
es könnte fallen gelassen werden
Juergen
 

Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Spydee » So 17. Mai 2009, 15:18

Hallo Jürgen

Bin gerade tief berührt, "habe" intensive Stunden, Minuten.
Habe heute und die Tage wiedermal in Ramanas Sei was Du bist und in
Krisnamurtis Konflikt und Klarheit gelesen. Aber das sind Worte vor
vielen Jahren an bestimmte Menschen gerichtet.
Ihre Worte wiedersprechen sich teilweise, dann gibt es wieder
Berührung .So wird es bleiben wenn man in Büchern schaut, zwei
Menschen, die sich wiedersprechen und jeder "Unerfahrene"
kann sich sein Bild darin zurecht suchen, was nichts bedeutet.
Ist aber Einsicht da, gibt es keinen Widerspruch, trotz der
wörtlich zum Teil entgegen stehenden Worte.


Ja, ich sehe sie auch eher ergänzend und sich nicht widerprechend.

Samadhi kam ("bei mir") zu einem Zeitpunkt, ohne jegliches
theoretisches Wissen um Vedanta, Advaita, Mediation.
Unterbewusst könnte oder werden Christliches Beeinflussung nicht auszuschließen sein,
da meine Persönlichkeit nun eben europäischer Prägung unterlag .
Der damalige Samadhi, war Objekt und Subjektfrei, Gedankenlos,
Formlos, Zeitlos, Grenzenloses Licht.
Diese Erfahrung war nicht persönlich, also Ich frei, oder Sein,
wurde als Gedanken einsickerten in ein -Ich-Bin DASS- alles verwandelt
.

Ja und es zeigt, dass Samadhi ein "natürlicher" Zustand ist. Es tritt spontan und manchmal scheinbar "induziert" auf.. damit meine ich aber eine Art bewusstes Verzichten auf "induzieren" wollen...;-). Mit gewissen Mantren oder durch die Gegenwart eines Befreiten ist das wohl auch möglich.

Dieses Erlebnis löschte den Denker nicht endgültig sondern temporär total aus,
(deswegen schreibe ich). Habe keine Ahnung ob sich dieser "Seinszustand"
in die Ewigkeit ausdehnen läst, die meisten Mediationsschulen beschreiben
aber genau dieses als endgültige Befreiung aus dem Rad der Wiedergeburten.


Ja, man spricht da einfach von verschiedenen "Formen" des Samadhi....
Aus meiner Sicht finde ich Samadhi, gewissermassen als Ergänzung zu Advaita-Infos (du bist nicht das Wahrnehmbare etc.), sehr nützlich. Es ist gewissermassen eine Art "Grunderfahrung"....des Seins...ohne die wohl das Sein als "Angenommenes theoretisch bzw. vorgestelltes Etwas" ediglich zu PHILOSOPHISCHER Korrektheit führt...alsso so gut wie nix Wert ist... ;-)
Wie Autofahren ohne Benzin....

Aber allein was endgültige Befreiung bedeutet, läßt sich im Verstand
beliebig auslegen. Der Verstand wird auch auschließlich nur auslegen
können, da er den Platz des Seins nicht füllen kann.
Das zuerkennen bedeutet den Geist zu tranzendieren.
Der Wunsch nach einem Ewigen unendlich freien Sein ist bereits
schon ein Aufgus des Seins ansich, das diese Qualitäten zur jeden
Zeit inne hat. Das Erleben der Mystisch Einheit / Samadhi in
temporärer Form brachte wohlmöglich viele Schulen mit sich die
daraus die bestätigung eines Ziels im "Himmel" oder "Innern" ermalten.
Nur wenige kommen aus der Mystischen Einheit zurück und verweilen
dennoch in ihr. Ein Samadhi muss also nichts durchbrechendes bedeuten,
wenn er "endet".


Ne, das hast du Recht...Samadhi kommt glaube ich sogar recht häufig vor und wird einfach dann "ad acta" gelegt, nicht erkannt....etc.... Mein Vater war als Jugendlicher im KZ. Dort hat er sich eines Tages hinter einer Baracke versteckt und weil er dort nicht weg konnte blieb er dort in der Sonne sitzen..nichts zu tun, nichts zu wollen, nichts zu erreichen und dann plumpste er ins Samadhi...das einzige was er heute dazu sagt ist: so glücklich war ich nie wieder. Aber befreit ist der gute wohl nicht...

Zu entdecken das der Mystische Subjekt Objektlose Samadhi, nur ein
Samadhi im bereits bestehenden Samadhi ist, bedeutet sicher das Einsinken
in den ewigen Samadhi. Dieser muss nicht gewonnen werden, da
er immer ist.


Von daher passt ja auch das Wort "ent-decken" ganz gut...

Der Verstand täucht eine Trennung vor, weil er projeziert Samadhi, auf eine allein
"höhere " Ebene.
Das zu erkennen ist schon alles, bedeutet das Ende der Suche ,weil der Verstand den
Sucher bildet und das finden in die weite Ferne projeziert.


Sehr schön!!!!

Jetzt, Moment, Sein, ist Samadhi, Gedankesein ist Ego


Sach ich doch immer...;-)

Hier ist der "schneidene" Punkt, habe das Gefühl an dieser Stelle alle Worte Richtung
Beschreibung fallen zulassen und die Natur des Seins "sich" zu überlassen.
Keine Ahnung wie sich nocht Worte hier hinlegen lassen, aber es scheint
es könnte fallen gelassen werden.


Macht doch nix...das Sein wird durch unsere Worte sicher nicht gestört... :biggrin:

LG
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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Juergen » So 17. Mai 2009, 15:29

Wie Du sagst ohne die "Grunderfahrung" des "Seins", wäre das Sein
theortisch, und sobald man vom Sein spricht, ist es schon Theorie,
Verstandesbaukunst ,aber nicht Dass lebendige.
Worte werden es nie fassen und niemand wird es finden, es
sucht sich auch nicht wirklich, noch wird es unsere Suche
bestätigen.
Juergen
 

Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Spydee » So 17. Mai 2009, 15:47

Juergen hat geschrieben:Wie Du sagst ohne die "Grunderfahrung" des "Seins", wäre das Sein
theortisch, und sobald man vom Sein spricht, ist es schon Theorie,
Verstandesbaukunst ,aber nicht Dass lebendige.
Worte werden es nie fassen und niemand wird es finden, es
sucht sich auch nicht wirklich, noch wird es unsere Suche
bestätigen.


Jo!.......egal, so sind halt Worte. Schau: TROTZ Worte wissen wir beide recht gut, dass wir uns einig sind...;-)
Oder eben sogar DURCH diese Worte. Und: Wenn Samadhi kommt und geht, ja: dann spricht man gewissermassen aus der Erinnerung heraus (was nicht unebedingt ein Drama ist..)
Wenn aber, wie du so schön sagst klar ist, das ICH DAS bin, dann ist jedes Wort ein "unmittelbarer" Ausdruck im und durch das Sein....dat is dann wohl Satsang...
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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Juergen » So 17. Mai 2009, 16:35

Seh ich auch so.
Worte.........
Ich-BIN ist da akzeptabel, aber trifts auch nicht.
Schweigen okay.
Es ist ne innere Sache und Schweign ist, echtes
mitteilen.
Ansonsten Radfahren und einsinken in das was ist
und immer war.

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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Spydee » Mo 18. Mai 2009, 12:57

Juergen hat geschrieben:Seh ich auch so.
Worte.........
Ich-BIN ist da akzeptabel, aber trifts auch nicht.
Schweigen okay.
Es ist ne innere Sache und Schweign ist, echtes
mitteilen.
Ansonsten Radfahren und einsinken in das was ist
und immer war.

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Ja Jürgen, war es nicht Ramana der sagte: die höchste Form der Sprache ist "Mouna"..SChweigen, Stille? Und wies er nicht darauf hin, dass Stille = Pashyanti = die Quelle der Worte = absolute Sprache ist?

LG
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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Juergen » Mo 18. Mai 2009, 20:16

Spydee hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Seh ich auch so.
Worte.........
Ich-BIN ist da akzeptabel, aber trifts auch nicht.
Schweigen okay.
Es ist ne innere Sache und Schweign ist, echtes
mitteilen.
Ansonsten Radfahren und einsinken in das was ist
und immer war.

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Ja Jürgen, war es nicht Ramana der sagte: die höchste Form der Sprache ist "Mouna"..SChweigen, Stille? Und wies er nicht darauf hin, dass Stille = Pashyanti = die Quelle der Worte = absolute Sprache ist?

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Egal was er sagte, Jesus sprach, das Königreich Gottes liegt inwendig in uns.
Und ich sage das Königreich ist unser einzigstes Wesen.
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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Spydee » Di 19. Mai 2009, 07:17

Juergen hat geschrieben:
Spydee hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Seh ich auch so.
Worte.........
Ich-BIN ist da akzeptabel, aber trifts auch nicht.
Schweigen okay.
Es ist ne innere Sache und Schweign ist, echtes
mitteilen.
Ansonsten Radfahren und einsinken in das was ist
und immer war.

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Ja Jürgen, war es nicht Ramana der sagte: die höchste Form der Sprache ist "Mouna"..SChweigen, Stille? Und wies er nicht darauf hin, dass Stille = Pashyanti = die Quelle der Worte = absolute Sprache ist?

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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Sankara » Fr 19. Apr 2013, 20:29

Interessanter Dialog von euch zwei.

Könnte man sagen, dass Samadhi reversibel ist und Befreiung endgültig?

Samadhi ist doch einfach nur ein kurzes aber intensives Durchblicken der Ego Struktur mit dem Wissen:
Ich bin nicht der Körper, nicht die Gedanken, nicht die Gefühle.
Dann ist man im "Ich bin" so wie ich das verstehe.

Befreiung müsste doch demnach ein völliges Versiegen von ALLEM sein, auch von diesem "Ich bin" oder?

:confused1: :wohow:
Zeig mir dein Urangesicht vor der Geburt deiner Eltern!!! Problem?
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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Edgar » Sa 20. Apr 2013, 01:50

Sankara hat geschrieben:Interessanter Dialog von euch zwei.



Der eine von beiden, Jürgen, ist hier nicht mehr registriert.
Der andere, Spydee, hat sich das letzte mal vor drei Jahren hier eingeloggt.

(Der Dialog, auf den du dich beziehst ist schon vier Jahre alt)

;-)
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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Sankara » Sa 20. Apr 2013, 11:43

Schaaaaaade :-(

Aber du bist doch auch ein kompetenter Ansprechpartner, vielleicht kannst du ein paar Zeilen auf meine
Fragen schreiben :laugh:

LG!
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Re: Jnana Yoga / Samadhi

Beitragvon Edgar » Sa 20. Apr 2013, 18:33

Sankara hat geschrieben:vielleicht kannst du ein paar Zeilen auf meine Fragen schreiben :laugh:
LG!


mal versuch.... aber nur mehr ala "in der kürze liegt die würze" ... bin nimma so der "Filosofierer" ;-) - Finger wund vom jahrelangen schrieben, schreipen, shraibän, ähm... siehste! Also ausnahmsweise weil du dich "Sankara" nennst:

Könnte man sagen, dass Samadhi reversibel ist und Befreiung endgültig?

könnte man sagen ja.

naja. fast. Weil: Der Begriff "Befreiung" gefällt mir mittlerweile auch nicht mehr. Da wird nix befreit. Das, was "befreit" wurde, war schon immer "frei". Oder "nie vorhanden". Oder "nie unfrei". Oder... jenseits von frei-oder-unfrei.

Samadhi ist doch einfach nur ein kurzes aber intensives Durchblicken der Ego Struktur

Kann passieren.... daß man das so nennt. Aber im Yoga bedeutet "Samadhi" eine bestimmte Erfahrung - meist verbunden mit einem energetischem längeren Orgasmus im Kopf, voller Stille und Glückseligkeit, ohne viel "Ich". Aber da wird nix "durchblickt". In Samadhi gibts auch keine Erinnerung an irgendeine "Ego Struktur". Einfach nicht vorhanden. Einfach reines glückseeliges Sein, und sonst: nix. Auch keine Welt existiert in Samadhi.

(zumindest im Nirvikalpa-Samadhi, daß hier wohl gemeint ist. Weil "Samadhi" unterteilt sich auch noch in viele verschiedene Samadhi-Arten. Den "endgültigen" Samadhi, im "gewöhnlichen Zustand", also "permanent im täglichen Leben", das ist der Sahaja-Samadhi. Und je nach Tradition werden die Bezeichnungen anders verwendet. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Samadhi)

Man könnte also sagen:

Könnte man sagen, dass Samadhi reversibel ist und Befreiung endgültig?

Nirvikalpa-Samadhi ist reversibel, und Sahaja-Samadhi ist endgültig.

Wobei... selbst "reversibel" stimmt da nicht ganz, denn: Durch einen Nirvikalpa-Samadhi (also kosmischen Orgasmus, Verschmelzung mit Gott) verändert sich schon was auch dauerhaft im Organismus. Zuerst ist beim zurückkommen zwar alles scheinbar "ganz normal", und auch Ego (persönliches Ich) ist wieder da (bzw wird halt als immer-eins-mit-gott erkannt, aber nicht viel anders als vorher). Jedoch: Beginnt ab da (von selbst) ein Prozess, der am Ende (nach Monaten oder Jahren) langsam in Sahaja-Samadhi mündet.

Dadurch, nein, ist Nirvikalpa-Samadhi in dem, was er auslöst, nicht reversibel, bzw bewirkt als Initialzündung einen Prozess, der nicht mehr reversibel ist.

Was man aber sagen kann, ist, daß Nirvikalpa-Samadhi kein Dauerzustand ist, sondern eben nur eine solche Initialzündung. Ähnlich wie im Zen ein Satori.





Siehste:

Edgar hat geschrieben:mal versuch.... aber nur mehr ala "in der kürze liegt die würze" ... bin nimma so der "Filosofierer" ;-) - Finger wund vom jahrelangen schrieben, schreipen, shraibän, ähm... siehste!


Das (da oben) passiert, wenn ich nur einen Satz von dir versuche zu beantworten... *g*




weiter:

Dann ist man im "Ich bin" so wie ich das verstehe.

Ne, das würd ich nicht "Samadhi" nennen. So n kurzes Durchblicken von Ego-Struktur, kurzes aufflammen der Stille und des Nichts, Oder das Erkennen des "Ich bins" .... weiss nicht .... da ist von "kurzem Satori" (so nenn ich das gern) bis zum wirklich intensiven gerootet sein im "Ich bin" eigentlich ein weiter Spann.

Aber mit "yogischem Samadhi" (als Erfahrungszustand) hat das für mich nicht viel zu tun. Im obig beschriebenen "Nirvikalpa" ist eigentlich nicht mal ein "Ich bin". Einfach nur Sein... bzw Gewahrsein von eben unendlicher Glückseeligkeit. Das Gewahrsein Gottes. Gewahrsein des Universums. Allen Seins. Aller Vergangenheit. Aller Zukunft. Das ist Samadhi.

( Eigentlich sogar noch bisschen "mehr" als "Ich bin", eher "Ich bin das". Was letztlich, genaugenommen, dann immer noch zu viel ist *g* (Samadhi ist nur der Beginn).

Also "noch bisschen mehr" ist da doppeldeutig zu verstehen. Einerseits wirklich "mehr" im Sinne von Erfahrung des Absoluten, Gotteserfahrung. Und auf relativer subjektiver Ebene "noch bisschen mehr" im Sinne von "noch bisschen zu viel". Da beginnt dann erst langsam die Auflösung in der "persönlichen Menschens-Erfahrung". Die Transformation des erfahrenden Menschen, sozusagen. Auf individueller Ebene.)

Befreiung müsste doch demnach ein völliges Versiegen von ALLEM sein, auch von diesem "Ich bin" oder?

Jein. Wie gesagt, das Wort "Befreiung" gefällt mir da nicht so.

Aber es ist das völlige Versiegen von jeder Wahrheit, ja. ==> "Ich bin" ist nur solang ich bin und wenn ich bin. Bin ich nicht, dann bin ich nicht. :-)
Und doch ist "Ich bin" jederzeit verfügbar. Als Option sozusagen. Als Kleid.

Letztlich ist alles temporär. Für dich zählt nur das, was jetzt gerade ist, und sonst nichts.
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